FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

HINTEN DIE ORDNUNG VERLOREN

Nach gutem Beginn verliert Optik im Test gegen den Berliner AK die Ordnung und verliert mit 1:6.

Klar ist die Stimmung jetzt ein bisschen im Keller", gab Ingo Kahlisch zu. Zum zweiten Mal in Folge kassierten seine Jungs eine empfindliche Heimniederlage.

In der Anfangsphase, eigentlich die ganze erste Halbzeit über, deutete nichts auf den Endstand hin. Denn als Schiedsrichter Andy Stolz nach der Attacke von Rintaro Yajima an Kevin Adewumi auf den Punkt zeigte und Kapitän Jerome Leroy sicher verwandelte, durften die Athleten froh sein, dass das nur das 1:0 war. Hinten sicher stehend, fuhr Optik gefährliche Angriffe. Michael Gorbunow scheiterte innerhalb einer Minute erst an Keeper Maxim Hertel und dann an der Latte. Die Führung für den FSV war absolut verdient.

Nachdem Emre Aslan aus vollem Lauf zum 1:1 ausgeglichen hatte, ging es hin und her. Berlin war feldüberlegen, Rathenow konterte, oft über links. Schade, dass Kevin Adewumi auch den zweiten Elfer herausholte. Sein wohl unnötiger Einsatz, Nader El-Jindaoui wäre gar nicht mehr zum Abschluss gekommen, brachte kurz vor der Pause das 1:2.

In der Halbzeit soll bei Testspielen ja immer gewechselt werden, diesmal kam jedoch ein nicht geplanter Tausch dazu. Ohnehin schon ohne Glodi Zingu (nach der Auswechslung gegen Altglienicke soll die Schulter noch geschont werden) und Marc Langner (Arbeit) angetreten, musste nun auch noch Benjamin Wilcke nach einem Schlag auf den Oberschenkel passen.

Micha Gorbunow ging in die Abwehr, die gegen Berlin und den immer stärker werdenden Sturm ankämpfend, nicht mehr zur Ordnung fand. Es war keineswegs nur noch ein Spiel auf ein Tor, doch Optik kam vorne so gut wie nie durch. So konnten die Moabiter in der letzten halben Stunde noch drei weitere Tore erzielen.

Ingo Kahlisch: "Nach zwanzig richtig ordentlichen Minuten haben wir leider immer mehr die Ordnung verloren. Wir kamen hinten nicht zurecht, weil wir nicht defensiv denken. Auch wir müssen erkennen, wenn drei Abwehrspieler fehlen, haben wir keine Chance. Am Ende hätte es ja sogar noch öfter klappern können. Na klar, wenn man jetzt in die Kabine geht, da ist die Stimmung schon ein bisschen im Keller."

Die Möglichkeit, auf der Stimmungstreppe wieder ein Stockwerk nach oben zu gehen, haben die Optik-Fußballer bereits am Samstag. Dann gastiert die U 19 des Halleschen FC aus der Junioren-Bundesliga am Vogelgesang.

Optik: Güven - Polichronakis, Wilcke (46. Will), Bachmann, Techie-Menson - Gustavus (46. Testspieler), Leroy - Adewumi (46. Muiomo), Gündogdu, 46. Köhler), Testspieler - Gorbunow

Tore:
1:0 (11.) Jerome Leroy (FE)
1:1 (19.) Emre Mert Aslan
1:2 (41.) Nader El-Jindaoui (FE)
1:3 (55.) Michel Ulrich
1:4 (65.) Philip Fontein
1:5 (80.) Nader El-Jindaoui
1:6 (88.) Michel Ulrich