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VORBERICHT

OPTIK AUF DER ZIELGERADEN - EIN PUNKT FEHLT NOCH

Die erfolgreichste Rathenower Oberligasaison aller Zeiten steuert auf ihren ultimativen Höhepunkt zu. Am Sonntag können Ingo Kahlischs Jungs vor heimischem Publikum dem Fußballjahr die Krone aufsetzen und den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga wahr machen. Ein Unentschieden gegen Union Fürstenwalde würde reichen und am Vogelgesang würden wohl alle Dämme brechen. Doch vorher stehen noch einmal 90 spannende Minuten auf dem Programm gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner...
Moris Fikic zeigts an: Ein Punkt fehlt noch, dann darf der Regionalligaaufstieg gefeiert werden.
Die erfolgreichste Rathenower Oberligasaison aller Zeiten steuert auf ihren ultimativen Höhepunkt zu. Am Sonntag können Ingo Kahlischs Jungs vor heimischem Publikum dem Fußballjahr die Krone aufsetzen und den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga wahr machen. Ein Unentschieden gegen Union Fürstenwalde würde reichen und am Vogelgesang würden wohl alle Dämme brechen. Doch vorher stehen noch einmal 90 spannende Minuten auf dem Programm gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner.

Union Fürstenwalde kommt völlig sorgenfrei und unbelastet ins Havelland. Der Vorjahresmeister des FLB spielt eine prima Saison. Von Beginn an wurde das Ziel, ein einstelliger Tabellenplatz, nicht aus den Augen verloren. Und mit Christian Mlynarczyk verfügt die Truppe von Trainer Mario Reichel auch über einen Topstürmer. Er war bereits zehn Mal erfolgreich - mit ein Grund dafür, dass unsere Gäste auf dem achten Rang liegen. Für Schlagzeilen sorgten die Spreestädter auch außerhalb des Platzes. Das Friesenstadion wird nach und nach zu einer der modernsten Spielstätten der Oberliga umgebaut.

Niemand wird die Unioner unterschätzen. Die Anspannung beim FSV ist deutlich spürbar. Während Ingo Kahlisch es selbst nach dem Erfolg über Neustrelitz noch schaffte, das A-Wort zu vermeiden ("Jetzt brauchen wir noch einen Punkt und dann sehen wir weiter."), ließ sich Jerome Leroy immerhin ein "Wir wollen aufsteigen" entlocken. Der Trainer kann fast auf den gesamten Kader setzen. Nur Daniel Pfefferkorn ist an diesem Wochenende nicht in Rathenow.

Ähnlich spannend wie jetzt war es übrigens auch beim letzten Regionalligaaufstieg. Erinnern Sie sich? Im Frühjahr 1994 stand Rathenow in der Regionalligaqualifikationsrunde.Im letzten Spiel musste daheim gegen Bischofswerda ein Sieg her. Bis zur 86. Minute stand es 2:1, dann sorgte der Ausgleich für Tränen bei Spielern und Fans. Doch Optik bekam noch eine zweite Chance. Der FSV gewann gegen Wacker Nordhausen mit 2:0 und 4:3 und durfte sich zwei Jahre mit Teams wie Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt, Carl-Zeiss Jena, Erzgebirge Aue und Union Berlin messen.

Aus dem Rückspiel in Nordhausen stammt jener berühmt gewordene Ausspruch von Willi Gertig: "Wir sind doch kein Pupenverein!" Das sind wir auch heute nicht! Im Gegenteil, die nächste Generation am Vogelgesang hat sogar die riesengroße Chance, sich den Aufstieg direkt zu sichern. Dazu braucht es am Sonntag noch einen Punkt.

Die Mannschaft hofft natürlich auf eine große und vor allem auch lautstarke Kulisse. Wer am Mittwoch dabei war, kann sicher mit gutem Gewissen noch Freunde, Nachbarn und Bekannte mitbringen. Rund um die Partie wird es wie immer, im letzten Heimspiel, Ehrungen und Verabschiedungen geben. Anders als sonst steht aber diesmal ganz eindeutig das Spiel im Vordergrund. Geleitet wird es von Enrico Barsch aus Rostock. Der Anpfiff am Sonntag erfolgt wieder um 14 Uhr.