UNNÖTIGE NIEDERLAGE BEI UNION
Mit dem böigen Wind im Rücken versuchten die jungen Unioner sofort die Initiative zu übernehmen. Einige Gelegenheiten durch Fabian Fritsche, Cihan Selcuk und Oliver Hofmann blieben ungenutzt. Nach etwa 20 Minuten befreite sich Optik vom Druck und fand selbst besser ins Spiel. Nach feinem Doppelpass mit Murat Turhan setze Moris Fikic das Leder an den Pfosten. Kurz darauf ein Freistoß von Patrik Scholz, der das Ziel jedoch deutlich verfehlte.
In der 33. Minute ging Rathenow in Führung. Nach Pass von Hakan Cankaya war Fikic per Direktschuss erfolgreich. Das Besondere: Rechnet man alle Punkt-, Pokal und Testspiele zusammen, war es der 100. Saisontreffer. Da sich beide Teams danach weitgehend neutralisierten, blieb es bis zur Pause bei diesem Ergebnis.
Kurz nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Matthias Lämmchen aus Meuselwitz, der ohne gravierende Fehler agierte, gab es die Chance, die Führung auszubauen. Nach einer sehr guten Kombination über Moris Fikic und Murat Turhan traf Hakan Cankaya zentral vor dem Tor den Ball nicht voll, so konnte Kilian Pruschke klären.
In der 53. Minute hatten die gut 30 Rathenower Anhänger unter den rund 120 Zuschauern erneut den Torschrei auf den Lippen. Einen durch den Wind ganz lang gewordenen Freistoß von Hakan Cankaya brachte Murat Turhan nicht scharf genug aufs Tor, dadurch konnte Denis Mrkaljevic den Ball von der Linie schlagen.
Stattdessen fiel im Gegenzug das 1:1. Einen Schuss von Oliver Hofmann konnte Marcel Subke zwar parieren, faustete das Leder Hofmann aber genau auf Hofmann zurück, der per Kopf einnetzte. Nur 120 Sekunden später war Hofmann erneut erfolgreich. Nachdem er Jerome Leroy ausgespielt hatte, fand sein Aufsetzer aus 20 Metern genau den Weg ins Eck.
Der FSV brauchte einige Minuten, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen. Dann fand die Mannschaft allerdings zurück in die Partie. Moris Fikic verfehlte zweimal nur knapp. In seinen dritten Versuch aus spitzem Winkel spritzte Hakan Cankaya, der in der 79. Minute aus Nahdistanz zum 2:2 traf.
Nie und nimmer fallen durfte der Siegtreffer der Köpenicker drei Minuten vor dem Ende. Nach einem Freistoß sahen Optiks Spieler den Ball viel zu früh ins Aus gehen. Robin Emil Hoth reagierte als Einziger und schoss zum 3:2 ins lange Eck. Eine Chance hatte Rathenow noch: Doch Murat Yilmaz kam nach der letzten Ecke nicht mehr richtig an den Ball.
"Heute bin ich maßlos enttäuscht. Diese Niederlage war vollkommen unnötig", meinte Ingo Kahlisch. "Phasenweise haben wir recht ordentlichen Fußball geboten. Sehr gefreut hat mich, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Auswärts so kurz vor Schluss muss man bei einem Standard sich wesentlich giftiger wehren. Ich hoffe, dass jetzt das Gequatsche von der Regionalliga aufhört. Die Mannschaft muss sich wieder konzentrieren und Punkte holen. Nun schauen wir erst einmal auf Mittwoch."
Da empfängt der FSV Optik im Viertelfinale des Landespokals den SV Babelsberg 03. Gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Kontrahenten haben die Rathenower nur Außenseitenchancen. Der Anpfiff erfolgt um 17 Uhr. (D.N.)
Tore:
0:1 Fikic (31.)
1:1 Hofmann (56.)
2:1 Hofmann (58.)
2:2 Cankaya (79.)
3:2 Hoth (85.)
Aufstellung: Subke – Delvalle Silva, Coric (G), Scholz, Tröger (75. Wilcke) – Hellwig (G), Leroy (75. Tsiatouchas) – Fikic, Cankaya, Yilmaz – Turhan (87. Pfefferkorn)