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SPIELBERICHT

NIEDERLAGE AN DER OSTSEE

Der FSV Optik hat beim FC Anker Wismar trotz guter Leistung erstmals seit fünf Spielen wieder verloren. Nach der 1:0-Führung durch Vasilios Tsiatouchas (37.) unterlagen die Rathenower gegen kampfstarke Hanseaten am Ende noch mit 1:4. Mehr noch als die Niederlage wurmten Trainer Ingo Kahlisch die unnötigen Platzverweise von Benjamin Wilcke (64.) und Damir Coric (87.).
Hängende Köpfe bei den FSV-Spielern, die über weite Strecken das Spiel dominierten. Die Tore allerdings machten die Gastgeber.
Der FSV Optik hat beim FC Anker Wismar trotz guter Leistung erstmals seit fünf Spielen wieder verloren. Nach der 1:0-Führung durch Vasilios Tsiatouchas (37.) unterlagen die Rathenower gegen kampfstarke Hanseaten am Ende noch mit 1:4. Mehr noch als die Niederlage wurmten Trainer Ingo Kahlisch die unnötigen Platzverweise von Benjamin Wilcke (64.) und Damir Coric (87.).

Anker versuchte zu Beginn, den FSV mit engagiertem Angriffsfußball zu überraschen. Das gelang nicht, da es nur über rechts und auch da nur über Martin Giermeier ging. Schnell hatten sich die Gäste darauf eingestellt. Optik zog sein gewohntes Bild auf, bei Balleroberung schnell und oft diagonal in die Spitze zu spielen. Hakan Cankaya und Dejan Kalan vergaben die ersten Gelegenheiten. Und auch beim Versuch von Sascha Tröger gab es Beifall der Optikfans. Das Leder flog weit am Gehäuse vorbei, aber Sascha hatte es bei einem Abpraller einfach mal direkt versucht.

Die bessere Spielanlage Rathenows ließ auch die Zahl der Chancen wachsen. Schon der Freistoß von Vasilios Tsiatouchas wäre ein Tor wert gewesen. Das gelang Vasi dann in der 37. Minute, als er nach einem von Johannes Höcker zunächst klasse parierten Kopfball von Murat Turhan als einziger reagierte und ebenfalls per Kopf abstaubte. Das 0:1 war bis dahin hochverdient. Fünf Minuten später fiel allerdings schon das 1:1. Im Anschluß an eine Ecke bekam Optik den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Am langen Pfosten stand Philipp Ostrowitzki richtig und schob das Leder ins Netz.

Zur Pause blieb der ohnehin grippegeschwächte Sascha Tröger mit starken Kopfschmerzen in der Kabine. Für ihn brachte Ingo Kahlisch Benjamin Wilcke auf das Feld. Benny, sonst einer der zuverlässigsten, sollte allerdings keinen guten Tag erwischen. Doch der Reihe nach. Gleich nach Wiederanpfiff drängte Optik die Hansestädter in deren Hälfte. Murat Turhan setzte einen Kopfball nach Eingabe von Mario Delvalle knapp vorbei.

Mit ihrem ersten Gegenstoß in der zweiten Hälfte gingen die Gastgeber in Führung. Fabian Bröcker lief über das halbe Feld. Nicht wirklich gestört zog er einfach ab. Kurz vor Marcel Subke setzte der Ball auf und schlug dann im linken Eck ein. Nur vier Minuten später das 3:1. Marcel Heine köpfte einen Eckball ins Netz. So frei darf man einen Gegenspieler beim Standard nicht stehen lassen. Nach 62 Minuten holte sich Wilcke Gelb als er bei eigenem Ballbesitz meckerte. 120 Sekunden später schickte ihn Schiedsrichter Sebastian Schmickartz aus Berlin nach einem überharten Foul an Martin Giermeier zu Recht mit Gelb/Rot vom Platz.

Auch zu zehnt versuchte der FSV weiter alles. Ein tolles Zusammenspiel zwischen Moris Fikic und Murat Turhan beendete letzterer mit einem Volleyschuß. Johannes Höcker reagierte gar nicht, aber das Leder flog um Zentimeter am Dreiangel vorbei. Im direkten Gegenzug kassierte Rathenow den endgültigen Ko. Im dritten Versuch stocherte Stefan Schwandt den Ball über die Linie. In der Schlußphase konnte sich dann Marcel Subke zweimal auszeichnen, indem er erst einen Volleykracher von Michael Borchert und dann einen Kopfball von Lassane Toure parierte. Zwischen diesen beiden Szenen dezimierte sich Optik weiter. Damir Coric wurde für eine harmlose Aktion verwarnt. Sicher überzogen, aber beim Stand von 4:1 muss man nicht so auf den Schieri losstürmen.

In der Pressekonferenz gratulierte Ingo Kahlisch zunächst den Gastgebern zum Sieg. Zum Spiel äußerte er sich wie folgt: "Von der Niederlage bin ich halb und halb enttäuscht. In den ersten 45 Minuten hat man gesehen, was wir können. Niederlagen gehören dazu. Die Jungs müssen den Kopf hochnehmen und ordentlich weitermachen. Mehr als die entgangenen Punkte ärgern mich die beiden Platzverweise. Es sind alles junge Spieler, da kochen die Emotionen auch mal hoch. Sie müssen aber auch lernen, sich dann zurückzunehmen. Trotz des 1:4 bin ich überzeugt, wir werden unseren Weg gehen. Keine Angst, wir stehen wieder auf."

Sein Kollege Timo Lange wusste: "Optik hat eine spielerisch richtig gute Truppe, da wollten wir eng und kompakt stehen. Das ist uns bis zum Wechsel nur teilweise gelungen. Ganz wichtig war der Ausgleich so kurz vor der Pause. In der zweiten Hälfte hatten wir einfach einen Lauf und ein bißchen Glück. Hier sind alle hochzufrieden. Das war ein großer Schritt in Richtung Mittelfeldplatz. Heute war in puncto Effektivität das Glück auf unserer Seite." (D.N.)

Tore:
0:1 Tsiatouchas (37.)
1:1 Ostrowitzki (42.)
2:1 Bröcker (53.)
3:1 Heine (57.)
4:1 Schwandt (74.)

Optik: Subke - Silva, Coric (87. G/R), Scholz (G), Tröger (46. Wilcke/64. G/R) - Tsiatouchas, Hellwig - Fikic (G/82. Baldes), Cankaya, Kalan (82. Ferrera) - Turhan (G)