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SPIELBERICHT

DREI PUNKTE GEGEN DEN ABSTIEG

Langweilig scheints in dieser Saison beim FSV nicht zu werden. In einem wieder mal nervenaufreibenden Spiel gewann Optik gegen den LFC Berlin mit 4:3. Nach dem nicht unverdienten 0:1-Rückstand drehte Optik innerhalb von nur einer Minute das Spiel zu seinen Gunsten, führte bis zur 86. Minute gar schon mit 4:2 und musste am Ende doch noch um die drei Punkte zittern. Ingo Kahlisch sahs mit Grausen und korrigierte sogleich das Saisonziel: "Das waren heute drei Punkte gegen den Abstieg."
Jerome Leroy im Zweikampf mit dem Lichterfelder Niklas Neugebauer (re.)
Langweilig scheints in dieser Saison beim FSV nicht zu werden. In einem wieder mal nervenaufreibenden Spiel gewann Optik gegen den LFC Berlin mit 4:3. Nach dem nicht unverdienten 0:1-Rückstand drehte Optik innerhalb von nur einer Minute das Spiel zu seinen Gunsten, führte bis zur 86. Minute gar schon mit 4:2 und musste am Ende doch noch um die drei Punkte zittern. Ingo Kahlisch sahs mit Grausen und korrigierte sogleich das Saisonziel: "Das waren heute drei Punkte gegen den Abstieg."

Nach dem spielerisch eher enttäuschenden Auftakt in Altlüdersdorf sollte gegen die bei vielen Experten als Abstiegskandidat gehandelten Lichterfelder eigentlich alles besser werden. Doch Optik machte die gleichen Fehler wie vor einer Woche, leistete sich viele Fehlabspiele und war in den Zweikämpfen zu entschlossen. Die Gäste nahmen die Einladung dankend an und führten nach einem Kopfballtreffer von Günay in der 21. Minute mit 0:1.

Doch die Rathenower zeigten sich nur kurz geschockt. Nach einem energischen Nachsetzen von Tsiatouchas spitzelte der den Ball zu Turhan. Der musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten - 1:1. Keine Minute später spielte erneut Tsiatouchas Cankaya frei, der den Ball platziert ins rechte Eck schob. Nach diesem Doppelschlag hatte Optik die Partie plötzlich fest im Griff und hätte die Führung bis zur Pause durchaus noch ausbauen können. Die beste Gelegenheit hatte in der 33. Minute Fikic, dessen Schuss Lichterfeldes Torhüter Feies gerade noch aus dem Eck fischen konnte.

Gleich nach Wiederanpfiff versuchte es Fikic noch einmal und wieder fand er seinen Meister in Feies. Optik kam jetzt immer besser in Schwung und zeigte sehenswerte und schnelle Kombinationen, die die Gäste aus Lichterfelde mächtig ins Schwimmen brachten. Kalan versuchte sich mit einem Fallrückzieher und nur eine Minute später mit einem Drehschuss, der nur knapp über die Latte zischte. Ähnlich knapp wars bei Turhans Schuss, den Feies noch gegen den Pfosten lenken konnte. Eine nicht ganz glückliche Figur machte Lichterfeldes Schlussmann allerdings in der 62. Minute: Ein hoher Ball von Fikic in den Strafraum, wohl eher als Flanke gedacht, senkte sich hinter Feies zum 3:1 ins Tor.

Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel eigentlich gelaufen. Zu überlegen waren die Hausherren, als dass hier noch irgend etwas anbrennen konnte. Doch Optik machte es selbst noch einmal spannend. Nach einem unnötigen Ballverlust von Tsiatouchas konnte Davis Matschke auf 3:2 verkürzen. Dank eines blitzgescheiten Passes von Cankaya war zwei Minuten später aber wieder der alte Abstand hergestellt. Moris Fikic zog auf rechts auf und davon und vollendete zum 4:2.

Das dürfte es ja dann endgültig gewesen sein, dachten alle. Doch ein erneuter völlig unnötiger Ballverlust in der eigenen Hälfte brachte die Gäste noch einmal heran. Der eingewechselte Schröder zog in der 87. Minute ab und verkürzte auf 4:3. Die letzten Minuten überstand Optik dann aber schadlos, so dass nach einer aufregenden Partie mit viel Licht und Schatten der erste Dreier zu Buche stand. (N.R.

Peter Heinrich: "Wir haben verdient verloren, auch wenn wir gut begonnen haben. Ich denke, das 0:1 war nicht mal unverdient. Wir haben gut gestanden und nicht viel zugelassen. Das 2:1 hat uns aber das Genick gebrochen. Zur Halbzeit hätte Optik schon höher führen können. Wir haben uns aber zumindet nicht aufgegeben und müssen in den nächsten Wochen versuchen, die leichten Fehler abzustellen."

Ingo Kahlisch: "Wir wollten heute gewinnen, das haben wir auch. Aber das war nicht der Fußball, den ich sehen will. Das war Kinderfußball, den hatten wir hier eine Zeit lang schon mal. Wir werden uns unterhalten müssen. Nach dem Spiel heute muss sich sagen, das waren drei Punkte für den Klassenerhalt."

Tore:
0:1 Günay (21.)
1:1 Turhan (28.)
2:1 Cankaya (29.)
3:1 Fikic (62.)
3:2 Matschke (64.)
4:2 Fikic (70.)
4:3 Schröder (87.)

Optik: Marcel Subke - Leon Hellwig (G), Patrik Scholz, Mario Delvalle (G), Benjamin Wilcke - Vasilios Tsiatouchas, Hakan Cankaya, Jerome Leroy (G / 80. Puhlmann) - Dejan Kalan, Murat Turhan, Moris Fikic (G)

Lichterfelde: Peter Feies - Michael Huke (G), Domenique Runge, Joel Michel Zachow, Halil-Ibrahim Ince - Niklas Neugebauer (68. M. Schröder), Dennis Vogler (80. Dennis Rose), David Matschke - Tim Felsenberg, M. Günay, Davis Danko

SR: Matthias Lämmchen - Carsten Östreich, Falk Schönfeld