SocialMedia Fanshop
SPIELBERICHT

"UNNÖTIGE" 1:2-NIEDERLAGE GEGEN HERTHAS AMATEURE

Eigentlich sollte heute die Oberliga in die Rückrunde starten. Doch da Schnee und Eis nach wie vor die reinen Spielverderber sind, musste der komplette Spieltag abgeblasen werden. Und so reiste die Rathenower Mannschaft statt nach Brandenburg kurzerhand zu einem Testspiel in den Berliner Olympiapark.
Till Wedemann, hier gegen Alfredo Morales, sorgte in der 65. Minute für den 1:1-Ausgleich
Eigentlich sollte heute die Oberliga in die Rückrunde starten. Doch da Schnee und Eis nach wie vor die reinen Spielverderber sind, musste der komplette Spieltag abgeblasen werden. Und so reiste die Rathenower Mannschaft statt nach Brandenburg kurzerhand zu einem Testspiel in den Berliner Olympiapark.

Dort wartete mit Hertha BSC's U23 nicht nur der Tabellenfünfzehnte der Regionalliga Nord, sondern auch ein beheizter, komplett schnee- und eisfreier Kunstrasenplatz. Doch trotz des sehr gut bespielbaren Untergrunds wollte das Spiel nicht so recht in die Gänge kommen. Hertha versuchte zwar Druck zu machen, doch Optik stand wesentlich besser als noch in der Vorwoche gegen Wolfsburg und machte geschickt die Räume dicht.

[img_re]OptikBilder/Saison09_10/Newsbilder09_10/test_hertha_spieler.jpg[/img_re]Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe es mal gefährlich wurde, dafür aber richtig. Hertha-Angreifer Junior Torunarigha kam am langen Pfosten frei zum Kopfball und ließ Felix Baitz im Rathenower Tor keine Abwehrchance - 1:0 für die Berliner. Die einzige hochkarätige Gästechance durch Topuz nach schöner Vorarbeit von Wedemann in der 43. Minute war zwar gut herausgespielt, aber leider auch Abseits. Ingo Kahlisch zeigte sich zur Halbzeit dennoch, zumindest mit der Defensivleistung, zufrieden: "Die Ordnung ist schon wesentlich besser als in Wolfsburg. Aber uns fehlt jemand, der aus dem Mittelfeld mal mit Schnelligkeit in die Spitze gehen kann."

Wesentlich unterhaltsamer wurde es nach dem Seitenwechsel, zumal jetzt auch der FSV zu etlichen Chancen kommen sollte. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff verfehlte Wedemann nach einer Flanke von Saman Gouhari haarscharf per Kopf. Im Gegenzug rettete Baitz zunächst vor Kargbo und in der 62. Minute per Fußabwehr gegen Rommel. Danach war wieder Optik dran. Nach einem erstklassigen Anspiel von Kalan scheiterten erst Wedemann und im Nachschuss Korkut jeweils freistehend an Tom Schmidt im Berliner Tor. Nur eine Minute später machte es Wedemann aber besser und schob nach einem Scholz-Pass den Ball zum 1:1 ins lange rechte Eck.

In dieser Phase kam die Hertha-Hintermannschaft mächtig ins Schwimmen und Optik zu weiteren Chancen: eine schöne Flanke von Neuzugang Mario Seelisch spitzelte Dejan Kalan knapp neben das Tor, Mathias Lettow köpfte nach einer Ecke genau in die Arme des Berliner Torwarts und nach einem Konter über Wedemann setzte wiederum Kalan den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Doch in all dem Angriffswirbel vergaßen die Rathenower leider das Verteidigen, und so konnte der pfeilschnelle Kargbo der zu weit aufgerückten Hintermannschaft davon laufen und auf Rommel querlegen, der keine Mühe hatte, zum 2:1 zu vollenden. Danach war beim FSV die Luft sichtlich raus und Hertha hätte das Ergebnis am Ende durch Kargbo, Knoll und Rommel noch ausbauen können.

[img_li]OptikBilder/Trainerfotos/kahlisch_schnee.jpg[/img_li]Ingo Kahlisch zeigte sich nach den 90 Minuten nicht unzufrieden, haderte aber mit dem Ergebnis: "Das Spiel hätte man nicht verlieren müssen. Wir hatten Mitte der zweiten Halbzeit genug Möglichkeiten, um sogar in Führung zu gehen. Das zweite Tor fällt, weil wir hinten wieder zu offen gestanden und die Ordnung verloren haben. Außerdem müssen wir lernen, einfacher zu spielen und nicht immer den komplizierten Pass zu versuchen." (N.R.)