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OBERLIGA

OPTIK MIT DEM GLÜCK DES TÜCHTIGEN

Bei der U23 des F.C. Hansa Rostock erkämpft der FSV Optik einen glücklichen 1:0-Sieg.
Torschütze Luka Zdep im Laufduell mit Rostocks David Hummel. Foto: Andre Rekulowitsch
„Das Glück des Tüchtigen.“ Wohl alle Spieler und die knapp 20 Rathenower Anhänger unter den 65 Zuschauern hätten am Samstag für diesen Spruch 5 Mark ins Phrasenschwein geworfen. Gab es vor drei Wochen eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen Makkabi, lächelte die Glücksgöttin diesmal einer hervorragend kämpfenden FSV-Elf zu.

Wie im Vorbericht befürchtet, begann der FSV ohne Jakob Reichenbach und Jerome Leroy, wobei es der Kapitän zumindest auf die Bank schaffte. Bei Hansa standen wie in der Vorwoche drei Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft auf dem Platz.

Rathenows umformierte Abwehr hatte in der einen oder anderen Szene ein paar Abstimmungsprobleme. Das brachte den Gastgebern viele Ecken und Einwürfe, aber in der ersten Halbzeit nur wenige Gelegenheiten.

Die erste richtige Chance hatte stattdessen Optik. Nach einem Freistoß schloss Ali Keles ab, Torhüter Philip Bartusch reagierte stark. In der 30. Minute gab es infolge eines Zweikampfs zwischen Bernie Lennemann und Yunus Solak laute Proteste von beiden Bänken. Die Gastgeber forderten Elfmeter, Ingo Kahlisch plädierte auf Stürmerfoul. Letzteres sah wohl auch Schiedsrichter David Petzak, denn als der FSV in Ballbesitz blieb, ließ er weiterspielen.

Kniffliger war es 60 Sekunden später. Bis draußen hörte man es klappern, doch nirgends auf dem Rasen, der angesichts der Witterung sehr gut bespielbar war, ging jemand zu Boden. Also ging es auch hier weiter. Es folgte noch ein zweites Duell Lennemann – Solak, wobei Yunus den Außenbahnspieler aus dem Profikader cool ablief. Viel mehr gibt es aus den ersten 45 Minuten nicht zu berichten.

Nach der Pause nahm die Überlegenheit der Jung-Hanseaten minütlich zu. Ob Ingo Kahlisch das geahnt hatte? Jedenfalls ersetzte er Dzenis Hot durch den defensiveren Nico Donner. Nach gut einer Stunde eine großartige Rettungstat von Simeon Hawwary gegen Ferdinand Bloch. Der Schuss war erst spät zu sehen, nach abgewehrter Ecke zog Bloch verdeckt ab.

Ähnliches, aber mit Folgen, passierte im Gegenzug auf der anderen Seite. Einen Abwehrschlag nahm Luka Zdep direkt, Philip Bartusch war die Sicht verdeckt und der Ball landete zum 0:1 im Netz.

Kurzzeitig wirkte Rostock geschockt. Ousmane Sannoh (von halbrechts, gehalten) und Ali Keles (aus vollem Lauf vorbei) versuchten nachzulegen. Ab der 68. Minute wurde es eine reine Abwehrschlacht. Optik warf sich jedem Ball entgegen, jeder Befreiungsschlag wurde bejubelt, wenn es nicht anders ging, auch mal ein Foul gezogen.

Doch alles ließ sich gegen eine technisch so versierte Mannschaft wie Hansa II nicht verhindern. Da kam dann das Glück hinzu. 72. Minute: David Hummel ansatzlos – Latte. 81. Minute: Jean Philippe Sanguinette per Kopf gegen die Laufrichtung des Keepers – knapp daneben. 82. Minute: Rrezart Bytyqi an den Innenpfosten, den auf der Linie rollenden Ball kann Rojan Saribas wegschlagen. 87. Minute: Bernie Lennemann aus spitzem Winkel – um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. 89. Minute: Julian Hahnel – Simeon Hawwary kann im Fallen abwehren, aus dem Getümmel heraus ein Nachschuss, der am leeren Tor vorbeifliegt.

In den drei Nachspielminuten gelang es den Rot-Weißen, die Kogge vom eigenen Tor fernzuhalten, dann war der überraschende Sieg perfekt.

Ingo Kahlisch: „Ein schwer erkämpfter und zugegebenermaßen glücklicher Auswärtssieg. Aber irgendwie zeigt sich darin auch die Entwicklung der letzten Wochen. Wir haben uns hier als echte Mannschaft präsentiert. Alle haben gekämpft bis zum Schluss, gut verteidigt und ja auch ein paar Konterchancen herausgeholt. 16 Punkte – ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Optik: Hawwary – Diallo (G), Dogan, Solak, Saribas (88. Balonier) – Aktürk, Zdep – Keles (82. Leroy), Langner(G), Hot (46. Donner/G) – Sannoh (G/76. Isik)

Tor:
0:1 Luka Zdep (64.)

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