GERECHTE PUNKTETEILUNG
Zu Beginn musste man Angst um den FSV haben. Kaum war der Beifall für die KWR, die als Spieltagssponsor fungierte, verklungen, gab es das erste Mal Gelb. Sollte es schon wieder losgehen mit der Kartenflut? Nein! Schiedsrichter Ole Donner aus Rostock, der erfreulich unaufgeregt leitete, verwarnte Chris Onu für ein schon recht heftiges Einsteigen, im Verlauf der Partie kamen allerdings nur noch insgesamt vier weitere Kicker dazu.
Der erste Aufreger des Spiels war aber auch das nicht. Optik, leider gewohnt schläfrig beginnend, ließ bereits nach wenigen Sekunden Tarik Hadziavdic ungehindert abschließen. Wenigstens Simeon Hawwary war hellwach und verhinderte den ganz frühen Rückstand.
Es dauerte bis zur 13. Minute ehe Optik überhaupt einmal nach vorne kam. Jose Aranda flankte von rechts, in der Mitte verpassten alle und von halblinks schoss Chris Onu Torhüter Yannik Bangsow das Leder durch die Beine. 1:0 mit der ersten Chance, das passte.
Danach Möglichkeiten beiderseits. Anton Yazdan Pourfard scheiterte nach feinem Solo an Hawwary, Chris Onu sprang nach Freistoß von Nico Donner höher als Bangsow, verfehlte das Gehäuse nur denkbar knapp.
Mit etwas Glück gelang TeBe der Ausgleich. Eine weite Flanke nahm Furkan Karabiyik direkt. Vom linken Innenpfosten sprang der Ball zunächst an den rechten Pfosten und dann zum 1:1 über die Linie.
In der zweiten Hälfte wurde es mehr und mehr ein Kampfspiel. Zunächst mit Vorteilen für die Gäste, die weniger einfache Ballverluste hatten. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Rathenow Mühe, eine Dreifachchance der Veilchen zu klären. Entlastung brachte in dieser Phase einzig und allein ein Flankenlauf von Yohji Kore, bei dem zentral jedoch niemand zum Schuss kam.
Es lief nicht so richtig viel zusammen bei den Gastgebern, aber der kämpferische Einsatz stimmte bei allen. Und zum Ende hin hatte der FSV sogar mehr zum Zusetzen. Insofern erstaunlich, da die Rathenower wegen der vielen Fehlpässe viel mehr laufen mussten als die Gäste.
Es gab prompt auch noch Gelegenheiten. Salih Aktürk, einmal geblockt, einmal um Zentimeter vorbei. Und in der Schlussminute traf Enes Gök das Leder nicht voll. Was Ingo Kahlisch seinen Jungs vorwarf: Im Bemühen, doch noch den Dreier zu schaffen, wurde man plötzlich viel zu offen. In der letzten der drei Nachspielminuten hatte so Muhammad Sey die Riesenchance zum Siegtreffer für Lila-Weiß, einmal mehr war auf Simeon Hawwary Verlass.
Ingo Kahlisch: „Mit der ersten Viertelstunde war ich überhaupt nicht zufrieden. Danach haben wir gegen eine technisch gute TeBe-Elf, die viel individuelle Klasse hat, gut gekämpft. Ich denke, nach hinten raus haben wir uns den Punkt redlich verdient. Ein extra Dank geht an die KWR, ein Extralob an Finn Hinze, Jose Aranda und an den eingewechselten Rojan Saribas.“
Optik: Hawwary – Hinze, Reichenbach, Gerlach, Donner (G) - Aktürk, Bateman - Aranda Aedo (66. Saribas), Zdep (66. Solak), Onu (G / 66. Vicente) - Kore (89. Gök)
Tore:
1:0 Christiantus Nnanna Onu (13.)
1:1 Furkan Karabiyik (38.)