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OBERLIGA

AUSWÄRTS-AUFTAKT IN BERLIN

Am 2. Spieltag der Oberliga reist der FSV Optik zum Vorjahres-Sechsten SV Sparta Lichtenberg.
Sparta erwischte einen Traumstart. Beim hoch gehandelten Team von Eintracht Mahlsdorf gab es einen überraschenden wie verdienten 2:0-Auswärtserfolg. Ein Aspekt dürfte sein, dass die Spartaner mit einer fast unveränderten Mannschaft in die Saison gehen konnten. 25 der 30 gemeldeten Akteure waren schon 24/25 dabei. Noch mehr Kontinuität gibt es neben dem Platz. Trainer Dragan Kostic geht bei den Kiezkickern in seine bereits 13. Saison.

Länger beim selben Verein ist in der Oberliga nur einer - Ingo Kahlisch. Und der begann seine Vorschau auf das Wochenende mit einem ungewöhnlichen Satz: "Wir freuen uns, dass wir nun doch auf Rasen spielen dürfen."

Was in einer überregionalen Spielklasse eigentlich selbstverständlich sein sollte, bringt in der "Sportstadt" Berlin immer wieder Probleme. Vorwürfe gehen nicht an Sparta Lichtenberg, das sei betont.

Sportämter, die ihren Namen ins Lächerliche ziehen, sorgen in der gesamten Hauptstadt für Kopfschütteln. Aufsteiger Croatia errichtete eine schmucke Tribüne in Vereinsfarben, darf die aber nicht nutzen - mit der Rasenpflege konnte nicht rechtzeitig begonnen werden. TeBe wird für das Wochenende aus dem Mommsenstadion gejagt - der Platz muss geschont werden, weil in zwei Wochen dort eine Partie im American Football stattfindet…

Doch zurück zur Fischerstraße. Dort wurde wohl eine Lösung gefunden. Das Spiel zwischen Sparta und Optik ist seit Mittwoch wieder auf dem Naturrasenplatz angesetzt. Und auch der Trainer des FSV besann sich schnell wieder auf das Wesentliche: "Sparta hat eine richtig starke, eingespielte Truppe. Es wird für uns natürlich sehr schwer, aber auch dort wollen wir versuchen, Zählbares mitzunehmen."

Was das Personal betrifft, nimmt man den Kader der Vorwoche, rechnet zwei weg und einen hinzu. Im einzelnen heißt das, es muss weiter ohne den verletzten Justin Gerlach gehen. Außerdem werden beide A-Junioren-Zugänge, also Moritz Fehlberg und Leo Schönemann, urlaubsbedingt fehlen.

Dafür gibt es aber noch einen weiteren und auch bereits spielberechtigten Neuzugang. Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte hat Optik einen Fußballer aus Chile in seinen Reihen. Jose Luis Alejandro Aranda Aedo heißt der 23-jährige Verteidiger, der in seinem Heimatland für Union Espanola auch schon in der Primera Division, der höchsten chilenischen Liga, zum Einsatz kam.

Wer Jose gerne persönlich willkommen heißen möchte, hat es nicht schwer. Spartas Sportgelände liegt zwar tief im alten Lichtenberger Kiez, ist aber gut erreichbar. Mit dem RE um 11:03 Uhr nach Berlin-Hbf und weiter mit der S 5 bis Nöldnerplatz. Von dort ist es ein Spaziergang von nicht einmal zehn Minuten bis zum Sportplatz Fischerstraße.

Die Unterstützung gegen Tasmania wurde in der Mannschaft sehr wohl wahr- und äußerst positiv aufgenommen. Ähnliche Anfeuerung erhofft sich das Team auch am Sonntag ab 14 Uhr in der Hauptstadt.