OPTIK TIEF IM ABSTIEGSSCHLAMASSEL
Kurz darauf kam Pech hinzu, als ein klares Foul an Yunus Solak im Strafraum nicht geahndet wurde. Der lange sehr auffällige Kalilou Camara rettete dann bei den ersten Gegenstößen der Gäste hinten, ehe vorne ein Schuss von ihm auf statt im Netz landete. Salih Aktürk (vorbei) und Jamal Rogero (gehalten) hatten ebenfalls die Führung auf dem Fuß.
Nach der Pause wirkte Optik längst nicht mehr so entschlossen. Gegen Pepe Kruse musste Simeon Hawwary sich erstmals bewähren. Extrem unglücklich lief es für Matt-Brahan Zie. Eingewechselt verzog er nach einem tollen Solo ganz knapp, ehe eine Zerrung ihn zur Wiederauswechslung zwang.
Zehn Minuten vor Schluss erzielte Bohdan Kostik mit einem ansatzlosen Schuss das 0:1. Ein Aufbäumen gab es, jedoch recht planlos. Klarste Chance war ein Konter der Gäste, bei dem Arnold Lietz an Simeon Hawwary nicht vorbei kam.
Viel zu brav und bieder wirkte Rathenow am Ostermontag, eine Gelbe Karte für die Gastgeber lag eigentlich nie in der Luft. Mit diesem zweiten Auswärtssieg binnen vier Tagen zog Schwerin am FSV vorbei und stürzte die Havelländer ganz tief in den Abstiegsschlamassel.
Ingo Kahlisch: "Wer auf die Tabelle schaut, weiß, das jetzt jedes Spiel ein Endspiel ist. Wir haben ein sehr wichtiges Spiel verloren, mehr möchte ich heute nicht sagen, da brauche auch ich ein, zwei Tage."
RATHENOW: Hawwary – Hinze, Bateman, Gerlach, Donner (81. Zghal) – Xhaka (60. Abal), Solak – Camara, Aktürk (60. Vicente), Nafilo (46. Zie/78. Borkowski) – Rogero
SCHWERIN: Suaib - Camkins (78. Lietz/G), Schilling (G), Wienke, Osse - Haese (44. Tarnow), Khlan, Runge, Eyenga Lokilo - Kostik (G), Kruse
TORE: 0:1 Kostik (81.)