UNNÖTIGE NIEDERLAGE IN NEUSTRELITZ
Trainer Ingo Kahlisch stellte etwas um und brachte Samu Nafilo nicht in der Abwehr, sondern über links außen. Der flinke und wendige Spieler sollte sich hier durchsetzen und für Akzente sorgen.
Von Beginn an versteckten sich beide Mannschaften nicht und spielten munter nach vorne. Den ersten Torschuss für die Roten zog Shpetim Xhaka nach etwa 12 Minuten übers Tor. Die Partie war ausgeglichen. In beide Richtungen konnte etwas passieren. Die TSG setzte sechs Minuten vor der Pause einen Fernschuss neben das Optik-Gehäuse.
Turbulent wurde es in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Zunächst kam ein langer Ball auf Kevin Akogo, der alleine vor Simeon Hawwary auftauchte und vergab. Dann gab es noch einen Freistoß für die Residenzstädter an der Strafraumgrenze. Simeon entschärfte den Schuss mit einer Glanzparade und verhinderte so den Rückstand. Ingo Kahlisch sah noch die Gelbe Karte, niemand wusste so recht warum und dann war Halbzeit. Alles war möglich.
Nach der Pause dribbelten beide Teams mit erhöhtem Tempo auf. Für die Strelitzer kam Oskar Fijalkowski zum Kopfball. Nach einer Stunde blieb, nach einem Zusammenprall, Torwart Simeon Hawwary benommen liegen, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen.
In der 71. Minute sahen die 295 Zuschauer dann die Führung durch den Ex-Optiker Manuel Härtel. Nachdem Optik bei einem gegnerischen Einwurf komplett geschlafen hatte, kam der gerade eingewechselte Härtel nach einer Flanke zum Kopfball und traf zum 1:0.
War Optik bedient? Ja! Und wie. Nicht mal zwei Minuten später erfolgte der Ausgleich. Jamal Rogero nutzte die Flanke von Finn Hinze, der sich über halb rechts durchsetzte und schob den Ball zum 1:1 ins Tor. Das sollte Selbstvertrauen geben. Zudem gab es nach einer dummen Einwurf-Aktion Gelb-Rot für Neustrelitz.
Doch in der Folgezeit merkte man nicht wirklich, dass Optik in Überzahl spielte. Durch individuelle Fehler beider Mannschaften kam es immer wieder zu Gegenstößen auf beiden Seiten. Nachdem sich allerdings alle schon auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, kam der Schock für den FSV. Nach einem Freistoß nach Foul an der rechten Seitenlinie, war es Kapitän Nils Röth, der den Ball ins Netz zur 2:1-Führung für die TSG schoss. Ernüchterung bei Optik, totale Freude hingegen auf der anderen Seite. Auf jeden Fall war hier mehr drin!
Das sah auch Trainer Ingo Kahlisch so: „Eine gute Auswärtsleistung wurde nicht belohnt, weil wir naiv verteidigen. Mit dieser guten Auswärtssleistung hätten wir aber dennoch einen Punkt verdient gehabt. Es ist natürlich bitter, wenn man durch zwei Kopfballtore das Spiel verliert“.
Nun richtet sich der Blick aufs Osterwochenende. Am Gründonnerstag geht die Reise zum Ligaprimus Lichtenberg, am Ostermontag erfolgt der Nachholer gegen Dynamo Schwerin. Als besondere Aktion sieht der Verein pro Familie ein Vollzahler vor, Kinder und Partner haben freien Eintritt!
Aufstellung: Hawwary - Batemann - Solak (G.; 57. Alisaleha) - Nafilo (57. Abal, G.) - Zie (G.) - Rogero (80. Zhgal) - Aktürk (90. Vettorazzi) - Gerlach - Hinze (G.) - Donner - Xhaka (80. El-Ahmar)
Tore:
1:0 Härtel (71.)
1:1 Rogero (73.)
2:1 Röth (89.)