SocialMedia Fanshop
OBERLIGA

SCHWERE BEINE IN STENDAL

Bei Lok Stendal kassiert der FSV Optik eine deftige, aber dem Spielverlauf nach verdiente 0:5-Klatsche.
Foto: Michel Grabowski (Archiv)
"Tiefpunkt nach anstrengendem Trainingslager, Schluss, Aus." Völlig ungewöhnlich zog Ingo Kahlisch schon nach 25 Minuten ein erstes Fazit. Da war gerade das 2:0 gefallen. Dieser Treffer wurde später im Spielprotokoll ganz offiziell zum Eigentor erklärt. Doch auch an den anderen Gegentoren hatte Optik Anteil.

Sicher, die Beine waren schwer und es stand nur ein Minikader zur Verfügung. Die drei Einwechsler waren genaugenommen nicht fit, sollten eigentlich nur im Notfall kommen. Den gab es schon nach zwei Minuten, als Karim Alisaleha umknickte, dann aber zumindest bis zur Pause weitermachte.

Die 78 Zuschauer wähnten sich zeitweise bei der falschen Sportart. Das 1:0 erinnerte an den Slalom-Weltcup. Felix Kaschlaw umkurvte brav zuschauende Rathenower und schoss für Simeon Hawwary verdeckt ein.

Nach dem erwähnten zweiten Tor machte Optiks Bank auf Handball: "Jetzt müssten wir eigentlich Auszeit nehmen." Es war ja nicht so sehr die Niederlage an sich, die fehlende Laufbereitschaft forderte Kritik heraus.

Und wenn die Füße nicht hundertprozentig Einsatz zeigen, wirkt sich das irgendwann auf den Kopf aus. Die Tore zum 3:0 und 4:0 gelangen den Altmärkern durch fehlende, beziehungsweise falsche taktische Zuordnung.

Offensiv gab es vom FSV zwei ordentliche Flankenläufe von Salomao Nafilo und einen Schuss von Nico Donner mit anschließender Faustabwehr von Philipp Poser.

In Hälfte zwei wehrte sich Rathenow besser. Chancen zur Resultatsverbesserung wurden jedoch meist nicht konsequent zu Ende gespielt. Den Schlusspunkt setzte Lok in Person von Lukas Pfeiffer. Irgendwie bezeichnend für diesen gebrauchten Tag, dass sein Schuss an den Innenpfosten lange auf der Linie entlang rollte, um sich schließlich doch noch über selbige zu drehen.

Und um zweifach positiv abzuschließen: In Stendal lag strahlender Sonnenschein über dem Platz. Und für Optik Rathenow kann es ab jetzt nur noch besser werden.

Ingo Kahlisch: "Nach dem wirklich guten Trainingslager waren alle platt, mehrere Verletzte fehlten. Aber das darf keine Ausrede sein. So wie heute dürfen wir uns nicht präsentieren, das kann nicht unser Anspruch sein. Und trotzdem werden wir bei der jungen Mannschaft jetzt nicht alles zerreden. Weiter geht`s!"

Weiter geht es schon am Dienstag. Dann empfängt Optik um 18:30 Uhr Chemie Premnitz.

Optik: Hawwary - Nafilo (74. Bateman), Gerlach, Abal, Hinze - Xhaka, Aktürk - Alisaleha (46. Zie), Zghal, Donner - Camara (46. Rogero)

Tore:
1:0 Felix Kaschlaw (10.)
2:0 Eigentor Justin Gerlach (23.)
3:0 Rosario Schulze (36.)
4:0 Lukas Pfeiffer (39.)
5:0 Lukas Pfeiffer (89.)