POKALAUS IM ELFMETERSCHIESSEN
Wie in den Runden zuvor stand Tom Sebastian wieder im Tor und erwies sich als würdiger Vertreter seines Fachs. Außerdem kehrte Salomao Nafilo in die Startelf zurück. Die dritte Änderung betraf die ganze Mannschaft: Optik war diesmal von Beginn an hellwach.
Einen Andy Hebler, Spitzenreiter der Torjägerliste der Südstaffel, kannst du zwar nie komplett ausschalten, aber bei seiner Doppelchance in der 8. Minute retteten erst Tom Sebastian und dann das Glück des Tüchtigen, denn der Nachschuss flog knapp vorbei. Auch Rathenows Torjäger konnte sich in der Anfangsphase einmal dem Zugriff der gegnerischen Defensive entziehen, Keeper Fritz Pflug parierte stark gegen den Abschluss von Jamal Rogero.
Ansonsten dominierten in einer mit unglaublichem Kampfgeist, aber selten unfairen Partie die Abwehrreihen. Rogero hier (Pflug hält erneut), Colin Raak da (knapp drüber) - mehr ließen beide hinten nicht zu. Als sich alles auf die Pause einstellte, wurde es doch noch dramatisch. Innerhalb von Sekunden mustte erst Justin Gerlach für den FSV, dann Manuel Seibt für den VfB auf der Linie retten.
Die nach zwei Ligasiegen selbstbewussten Gastgeber gingen die zweite Hälfte mit Mut an, nach nicht einmal einer Minute prüfte Karim Alisaleha Fritz Pflug, doch anschließend kamen die Lausitzer besser ins Spiel. Einmal konnte Shpetim Xhaka den durchgebrochenen Toby Michalski im letzten Moment abdrängen, aber in der nächsten Szene passierte es. Nach einer Flanke von rechts kam Manuel Seibt am langen Pfosten recht frei zum Schuss. Tom Sebastian kam sogar noch an das Leder, konnte das via Innenpfosten erzielte 0:1 jedoch nicht verhindern.
Der Jubel der Krieschower war kaum verklungen, da stellte Jonas Borkowski mit einem Traumtor in den Dreiangel auf 1:1. Seinem Schlenzer vorausgegangen war ein Pass von Shpetim Xhaka. Jamal Rogero und Yunus Solak hatten noch weitere Chancen, es blieb aber beim 1:1.
Das geriet in der Verlängerung mehrfach in Gefahr. Optik traf nämlich auf einen Gegner, der kräftemäßig voll auf der Höhe war, in der Zusatzzeit sogar etwas mehr zusetzen konnte. Doch sowohl Miguel Pereira Rodrigues, als auch Erich Jeschke (zweimal hintereinander) scheiterten am stark reagierenden Tom Sebastian. So kam es zum Elfmeterschießen. Auch hier konnte Tom zwei Versuche entschärfen, sein Gegenüber Fritz Pflug allerdings sogar drei. So hat der VfB Krieschow nun im März ein Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde.
Ingo Kahlisch: "Natürlich ist das jetzt erst einmal ein bitterer Tag. Aber, das habe ich den Jungs auch gerade gesagt, die Gesamtentwicklung seit dem Sommer ist bei allen vorhandenen Schwierigkeiten dennoch sehr positiv. Wir müssen jetzt nichts zerreden, wir haben noch drei schwere Heimspiele, da wollen wir punkten und den zuletzt ordentlichen Weg gemeinsam weitergehen."
Optik: Sebastian - Alisaleha (G / 73. Donner/G), Reichenbach, Gerlach, Nafilo - Xhaka, Solak - Zie, Zghal, Borkowski (G / 83. Lukanov) - Rogero
Tore:
0:1 Manuel Seibt (56.)
1:1 Jonas Borkowski (58.)
Elfmeterschießen:
Erich Jeschke 0:1
Justin Gerlach 1:1
Kamil Antosiak 1:2
Shpetim Xhaka 2:2
Martin Zurawsky gehalten
Jakob Reichenbach 3:2
Andy Hebler 3:3
Jamal Mantatu Rogero gehalten
Miguel Pereira Rodrigues gehalten
Marouan Zghal gehalten
Manuel Seibt 3:4
Matt-Brahan Zie gehalten