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OBERLIGA

DIE WUNDERTÜTE VON DER MÜRITZ

Am Samstag tritt der FSV Optik Rathenow beim unberechenbaren Tabellenzehnten, dem SV Waren, an.
Eines der landschaftlich schönsten Auswärtsspiele der Saison bestreitet der FSV Optik am Samstag. Die Fahrt geht an die Müritz, zum letztjährigen Landesmeister von Mecklenburg-Vorpommern.

Eine Vorbetrachtung aus Fußballsicht zur Partie Waren 09 - Optik Rathenow gehört momentan aber eher in die Rubrik Horoskop denn zum Sportteil. 0:8 beim Zweiten, Schönberg, 0:6 beim Neunten, der Hertha aus Zehlendorf. Soweit die Ergebnisse der letzten beiden Auswärtsspiele des Aufsteigers. Dazwischen wurde mal eben Spitzenreiter Luckenwalde mit 2:1 bezwungen. Die Elf des ehemaligen Profis Jens Dowe ist die Wundertüte der Oberliga.

Eine tolle Hinrunde, Platz fünf, die meisten Zuschauer, Erster in der Fairplay-Statistik und mit Tobias Täge den Torjäger stellend, weckte sogar Hoffnungen auf einen Durchmarsch. Doch im Frühjahr ging plötzlich gar nichts mehr. Der Sensationssieg über Luckenwalde war der allererste Erfolg der Rückrunde! Bis auf den zehnten Rang sind die Müritzstädter mittlerweile abgerutscht.

Überheblich wird bei Optik aber niemand in das Spiel gehen. Nicht nur die Erinnerung an die Partie im Herbst, nach zweimaligem Rückstand rettete der FSV noch ein 2:2, sorgen dafür. Letzten Sonntag zeigte sich, wie schwer sich das Team mit den vermeintlich Kleinen tut. Dazu kommt noch die Personalmisere. Dass Marcel Subke (wird nicht operiert, muss aber mindestens vier Wochen mit einem Verband rumlaufen) und Omid Saberdest ausfallen, war eh klar.

Saisonende dürfte schon für den gerade erst genesenen Hakan Cankaya sein. Wieder setzt ein Muskelfaserriss den Mittelfeldakteur außer Gefecht. Ein dickes Fragezeichen steht hinter Kapitän Mario Delvalle, der sich in der Schlussphase gegen Hürtürkel mehr schlecht als recht über den Platz schleppte. Und auch Alexander Wuthe, Sonntag erstmals wieder für die Zweite des FSV am Ball, klagte danach über erneute Schmerzen. Da ist beim Rest Kampfgeist gefragt. Und das alles wahrscheinlich mit wenig Unterstützung. Durch den Bahnstreik werden etliche Fans die Reise nach Waren nicht antreten können.

Spaß am Spiel hat auf jeden Fall der NOFV. Zumindest haben die Verantwortlichen mit Marcel Kißling einen Unparteiischen aus der Karnevalshochburg Wasungen angesetzt. Er wird am Samstag zur gewohnten Zeit um 14 Uhr anpfeifen.