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OBERLIGA

SORGEN VOR DEM TOPSPIEL

Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel beim FC Schönberg gingen Ingo Kahlisch unter der Woche die Spieler aus.
Ingo Kahlischs Sorgenfalten lichteten sich nach dem Donnerstagtraining schon wieder.
Ist Optik Rathenow eine Oberligaspitzenmannschaft? Die nächsten zwei Wochen könnten es zeigen. Als Tabellenzweiter fahren die Rathenower am Samstag zum Dritten nach Schönberg und empfangen am letzten Hinrundenspieltag Spitzenreiter Luckenwalde.

Der FC Schönberg 95 hat in seiner noch jungen Klubgeschichte (am 1. Juli 1995 löste sich die Fußballabteilung aus der TSG Schönberg) schon zahlreiche Erfolge gefeiert. Allein sieben Mal gewann das Team aus der nur rund 30 km von Lübeck entfernten Kleinstadt den Landespokal, trat im DFB-Pokal unter anderem gegen Bayern München, Borussia Mönchengladbach und den HSV an. In den Jahren 2000 und 2003 spielte der FCS um den Aufstieg in die Regionalliga, scheiterte in der Relegation aber an Rot-Weiß Erfurt bzw. Sachsen Leipzig. Möglich machte all das ein finanzstarker Büromöbelhersteller, der seinen Hauptsitz in Nordwestmecklenburg hat.

In dieser Saison wurden die Grün-Weißen von fast allen Insidern als Topfavorit auf den Staffelsieg genannt. Zahlreiche namhafte Neuzugänge durfte man im Palmberg-Stadion begrüßen. Dass Trainer Axel Rietentiet, einst selbst ein guter Fussballer, einige Zeit braucht, daraus eine Einheit zu formen, war klar. So ist von Unruhe ob der fünf Punkte Rückstand auf Luckenwalde an der Maurine (ein Flüsschen, das die Stadt durchquert) nichts zu spüren.

Für Optik war die Vorbereitung auf dieses Spitzenspiel, das Schiedsrichter Rasmus Jessen aus Berlin am Samstag bereits um 13 Uhr anpfeifen wird, nicht leicht. Ausgerechnet jetzt setzte eine Grippeepidemie mehr als die Hälfte der Mannschaft außer Gefecht. Am Dienstag verblieben Ingo Kahlisch aus dem 23-Mann-Kader genau acht Aktive. Am Mittwoch waren es allerdings schon wieder doppelt so viele. Da kam aus Schönberg auch die Nachricht, dass auf Kunstrasen gespielt, weil der Platz gesperrt ist. „Wir werden sehen, was möglich ist“, sagte Ingo Kahlisch. „Natürlich wollen wir punkten.“