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OBERLIGA

PERSONALIMISERE VOR DEM WAREN-SPIEL

Vor dem Heimspiel gegen den SV Waren droht am Samstag die komplette Abwehrkette auszufallen.
Nach sechs Siegen in Folge steht der FSV Optik am Wochenende vor einer ganz schwierigen Aufgabe. Sowohl der Gegner, als auch eine in dieser Form nicht für möglich gehaltene Personalmisere sorgen dafür, dass der Spitzenreiter gegen den Sechsten nicht unbedingt Favorit ist.

Der SV Waren 09 darf zufrieden sein. Anders als beim ersten Aufstieg, als man vor einigen Jahren in der Oberliga nur ein kurzes Gastspiel gab, konnte sich der Neuling schnell akklimatisieren. Inwieweit dabei der Trainerwechsel (Jens Dowe löste schon nach wenigen Wochen Matthias Held ab) eine Rolle spielte, kann von dieser Stelle nicht beurteilt werden. Klar ist aber, dass Dowe durch seine 143 Bundesligaspiele für Hansa Rostock, den Hamburger SV und den TSV 1860 München eine Menge Erfahrung mitbringt.

Die Blau-Gelb-Roten setzen vorn auf Tobias Täge. Der Torjäger hat allein neun der insgesamt 15 Treffer erzielt. Täge decken heißt aber nicht automatisch Waren schlagen. In den letzten vier Partien blieb der Aufsteiger ohne Gegentor! Und da waren auch Schönberg und Luckenwalde als Kontrahenten dabei.

Der FSV steht am Samstag vor einer Situation, die man eigentlich überwunden glaubte. Dass Marcel Bahr und Benjamin Wilcke nach Rot bzw. Gelb/Rot nicht mitwirken dürfen, war klar. Darauf konnte sich Ingo Kahlisch einstellen. Dann aber jagte eine Hiobsbotschaft die andere. Keine Chance gibt es bei Kapitän Mario Delvalle, der mit einer Verletzung am Steißbein ausfällt. Ebenfalls nicht spielen kann Optiks erfolgreichster Angreifer Murat Turhan. Ihn setzte in der Woche eine hartnäckige Zerrung außer Gefecht. Zwar geht es Murat besser, aber das Risiko eines wochenlangen Ausfalls wäre bei einem Einsatz schon gegen die Müritzstädter einfach zu hoch. Und wenn es schon rappelt, dann richtig. Beim Mittwochtraining bekam Hassan Oumari aus Nahdistanz einen Ball auf das linke Auge geknallt, auch bei ihm ist es höchst ungewiss, ob er im Kader steht.

Ingo Kahlisch ist natürlich nicht gerade erfreut, meinte aber: "Klar ist die Situation momentan extrem schwierig. Aber wir wollen und werden unseren Weg weiter gehen, und das unabhängig vom Tabellenplatz." Schaut man auf die einsatzfähigen Spieler, könnte gegen die Mecklenburger die jüngste FSV-Elf aller Zeiten auf dem Platz stehen. Mehr denn je sind diese Jungs dann auf Unterstützung von außen angewiesen. In den letzten Wochen gingen die Zuschauerzahlen am Vogelgesang langsam wieder nach oben und die Mannschaft hat es sich einfach verdient, dass dieser Trend anhält. Zumindest beim Anstoß weht am Samstag wieder ein Hauch Regionalliga durch das Stadion. Zur zwei Jahre lang gewohnten Zeit um 13:30 Uhr wird Schiedsrichter Petrit Velici aus Berlin die Partie anpfeifen.