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OBERLIGA

AUSWÄRTSSPIEL BEIM BSV HÜRTÜRKEL

Am Sonntag trifft der FSV Optik Rathenow in Berlin-Neukölln auf den Tabellenvorletzten.
Erstmalig in seiner Oberligageschichte geht der FSV Optik als Tabellenführer in ein Auswärtsspiel. Dabei treffen die Havelländer am zehnten Spieltag auf den Neuköllner Kiezverein BSV Hürtürkel. Die Berliner, die in den Vorjahren nahezu von Erfolg zu Erfolg eilten und innerhalb weniger Jahre von der Kreisliga in die Oberliga aufstiegen, stehen nun erstmals mit dem Rücken zur Wand. Mit nur zwei Siegen aus neun Spielen belegen sie derzeit nur Platz 15 in der Tabelle.

Einer der Gründe dafür dürfte sein, dass die Neuköllner, ebenso wie wir, nahezu ein neues Team auf dem Platz haben. Gleich 14 neue Spieler hatte Trainer Vedat Beyazit zu Beginn dieser Saison in die Mannschaft zu integrieren. Einer der Neuzugänge kennt sich dabei auch in Rathenow sehr gut aus. Torhüter Ümit Ramazan-Attar, der in der vergangenen Spielzeit noch im Regionalligakader des FSV stand, spielt beim BSV eine starke Saison und hat seit dem dritten Spieltag auch keine Minute mehr verpasst. Bekanntester Neuzugang dürfte aber Fatih Kücük sein, der bereits für Türkiyemspor Berlin in der Regionalliga die Töppen schnürte.

Auch Optik hatte zum Saisonbeginn 15 Abgänge zu verkraften. Doch beim FSV greifen die Rädchen inzwischen schon sehr viel besser ineinander. Nach fünf Siegen in Serie und der Übernahme der Tabellenführung könnte die Grundstimmung im Verein kaum positiver sein. Da Trainer Ingo Kahlisch bis auf den Langzeitverletzten Hakan Cankaya, der in dieser Woche zumindest wieder mit dem Lauftraining beginnen konnte, wieder die komplette Mannschaft im Training hatte, dürfte auch am Sonntag eine starke Optik-Elf auf dem Platz stehen.

In Rathenow ist man sich seiner Favoritenrolle bewusst, weiß aber auch, Hürtürkel nicht zu unterschätzen. Vor allem für ihre Laufstärke sind die Spieler des BSV bekannt. Aber auch dafür, dass sie sich niemals hängen lassen und mit allen kämpferischen Mitteln versuchen den Gegner zu besiegen. Davon zeugen auch die immerhin 27 gelben Karten, die sie in den bisherigen neun Spielen kassierten.

Optik hingegen hat zuletzt gezeigt, dass man den jeweiligen Gegner nicht nur bespielen will, sondern es auch kann. 14 Tore in den vergangenen fünf Spielen und zuletzt vier Mal in Folge dreifach getroffen – vor allem in der Offensivabteilung scheint der Knoten geplatzt zu sein. Mit Murat Turhan (5 Tore), Omid Saberdest (4 Tore) sowie Joshua Breto und Shelby Printemps (je 3 Tore) sind auch gleich vier Spieler im Team, die häufiger getroffen haben als Erdi Temel und Atilla Caliskan, mit je zwei Treffern die besten Torschützen Hürtürkels.

Wer unser Team am Sonntag auch in Berlin unterstützen will, der kommt am besten mit der Regionalbahn dorthin. Mit dem RE2 fährt man aus Rathenow entweder direkt bis zum Bahnhof Berlin Südkreuz, von dem es mit der S42 in nur zehn Minuten bis zum S-Bahnhof Sonnenallee geht, von wo es nur noch ein kurzer Fußweg zum Hertzbergplatz ist, auf dem das Spiel stattfindet. Oder von Rathenow zum Potsdamer Platz und von dort mit dem Bus M41 (Rtg. Sonnenallee) direkt bis zur Haltestelle Hertzbergplatz.

Angepfiffen wird die Partie letztmals in diesem Jahr um 14:00 Uhr von Schiedsrichter Christopher Gaunitz aus Sachsen vom TSV Böhlitz-Ehrenberg.