TEAMGEIST UND FITNESS SOLLEN DEN AUSSCHLAG GEBEN
Thomas Lettow (20 Jahre), geboren am 02.04.1986 in Königs Wusterhausen, kommt vom SV Babelsberg 03. Den Linksfuß lockte vor allem die sportliche Perspektive: \"Der Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft ist in Babelsberg kaum zu schaffen. Es sind immer die gleichen Spieler die eingewechselt werden. Man bekommt als junger Spieler einfach kein Vertrauen. Deswegen bin ich nach Rathenow gekommen, die sportliche Perspektive ist hier für mich einfach besser. Auch das Umfeld mit Kunstrasen usw. ist absolut top. Ich möchte mit Optik in der nächsten Saison in der Oberliga spielen.\"
Ekin Gündogdu (21 Jahre), geboren am 01.10.85 in Berlin, wurde unweigerlich auf seinen Vater angesprochen, der in der Oberliga seit Jahren ein anerkannter Trainer ist: \"Mein Vater meinte: \'Was besseres als dieser Verein kann dir nicht passieren\'. Auch von Spielern die schon hier waren, wurde mir nur positives berichtet. Und was ich in den ersten Trainingseinheiten gesehen habe, gefällt mir sehr gut. Ich werde versuchen, meine Oberliga-Erfahrung (Yesilyurt, BAK), die ich gesammelt habe, hier einzubringen.\"
Eine der ersten Fragen beim Fantreffen war, ob die Neuverpflichtungen eine Antwort auf Falkensees Transfer-Offensive - mit Christian Kollmorgen und Andreas Fricke wurden zwei echte \"Kracher\" verpflichtet - sind, worauf Optiks Trainer entgegnete: \"Nein, das kann auch nicht die Antwort sein. Wir verfolgen hier ein ganz anderes Konzept. Wir haben eine junge Mannschaft und es geht vor allem um die langfristige Perspektive. Das heißt natürlich nicht, daß wir nicht aufsteigen wollen, aber wir machen den Erfolg nicht von einem Spiel oder einer Saison abhängig. Den anderen Vereinen ist es selbst überlassen, welchen Weg sie gehen. Wir werden unseren Weg so weitergehen, wie wir es jahrelang gemacht haben.\"
Dennoch blieb die Frage, wie Optik die Tabellenführung verteidigen will: \"Wir werden die Jungs nicht unter Druck setzen, weil das bei so einer jungen Mannschaft auch schwierig ist. Wir werden versuchen, über eine absolute körperliche Fitness, mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Disziplin Landesmeister zu werden. Die Synthese von Abwehr, Mittelfeld und Angriff stimmt zur Zeit einfach. Wir machen wesentlich weniger Fehler als in der letzten Saison, wo wir oftmals gut spielten, dann aber mit einem einzigen langen Ball einfach ausgehebelt wurden - das funktioniert in dieser Saison wesentlich besser. \"
Schließlich wurde auch noch erläutert, wie das Trainingslager finanziert wird: \"Pro Kopf kostet die Reise 360 Euro. 160 Euro zahlen die Spieler aus der eigenen Tasche, den Rest übernehmen zwei Sponsoren.\"
Auf Mallorca wird dann auch Sebastian Holtkamp dabei sein, der beim Fantreffen ebenfalls Rede und Antwort stand. Momentan befindet sich der Mittelfeldspieler nach seiner langwierigen und komplizierten Verletzung noch in der Rehabilitation, will aber demnächst mit leichtem Lauftraining beginnen: \"Zur Zeit mache ich Kraft- und Koordinationstraining und bin dabei weitgehend schmerzfrei. Nur bei sehr hohen Belastungen wird das Bein abends noch dick. Alles in allem bin ich aber sehr zuversichtlich.\"