DEN LAUF GEGEN MALCHOW FORTSETZEN
Mit dem Malchower SV gastiert am Samstag ein alter Bekannter am Vogelgesang. Schon mehrfach duellierten sich beide Vereine, mit wechselndem Erfolg. In dieser Saison sahen Experten die Mecklenburger vor dem Start zwischen Verfolgergruppe und gesichertem Mittelfeld. Das 1:1 beim hoch gehandelten FSV Luckenwalde, wo Malchow bis in die Nachspielzeit führte, schien den Prognosen gerecht zu werden.
Dann platzte die Bombe. Sofortiger Rückzug des Hauptsponsors! Tagelang gab es Verwirrung um den MSV, dann kam die offizielle Erklärung: Die Saison wird durchgezogen. Ein sofortiger Rückzug steht überhaupt nicht zur Debatte. Bis Mitte nächsten Jahres wollen die Verantwortlichen die Voraussetzungen schaffen, damit es auf dem Waldsportplatz auch weiterhin Oberligafußball gibt.
Das alles ging an der Mannschaft scheinbar nicht spurlos vorbei. Gegen Aufsteiger Zehlendorf gab es nach eigener 1:0-Führung ein 1:5. Das soll aber ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Dazu ein Zitat aus der Pressekonferenz: "Wir können es besser, wir werden es nächstes Mal auch besser machen, das verspreche ich." Ein Anfang ist gemacht: Im Landespokal hatten die Malchower beim 3:0 in Stavenhagen keine Probleme.
Optik ist also gewarnt, gibt sich aber auch kämpferisch: "Na klar, zu Hause wollen wir gewinnen." In welcher Besetzung das geschehen soll, wird sich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Noch einmal zuschauen muss Bene Brecht, der nach seiner Roten Karte in Zehlendorf für zwei Oberligapartien gesperrt wurde.
Verletzt sind weiterhin Aykut Tekyildirim und Hakan Cankaya, wobei letzterer nächste Woche wieder einsteigen will. Bereits trainiert hat Marcel Bahr, ein Einsatz schon am Samstag wäre allerdings verfrüht. Marek Novak und Martin Skrehot durften nach dem Pokalspiel einige Tage auf Heimaturlaub nach Tschechien, können aber mitwirken.
Das darf auch Marcus Stachnik. Der 20-jährige kam als weiterer Neuzugang vom Verbandsliga-Aufsteiger RSV Eintracht Teltow. Markus gilt als sehr schnell. Als Linksfüßer beackert er am liebsten die linke Außenbahn und erhält beim FSV Optik die Rückennummer 15. Und wem der Name irgendwie bekannt vorkommt, sein Bruder Sebastian ist Stürmer bei Viktoria 89 und spielte in der vergangenen Saison gegen Rathenow.
Am meisten trainiert haben im Laufe dieser Woche die US-Boys. Shelby, Josh und Eli tummelten sich mit den Kids im NIKE-Feriencamp, wodurch es auch schon mal zu einem rassigen Baseballmatch kam. Höhepunkt war aber die Aktion eines F-Jugendspielers, der im Pokal genau zugeschaut hat. Als er bei der abschließenden Spielform ein Tor erzielte, riss er sich jubelnd Trikot vom Leib, was bei Shelby besonders gut ankam.
Apropos Pokal: Wer vielleicht noch auf der Suche nach einem besonderen Souvenir ist: Bei der um 14 Uhr beginnenden und von Tim Kohnert aus Ballenstedt geleiteten Partie wird am Fanartikelstand ein kleiner Restbestand von DFB-Pokal-Schals verkauft.