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OBERLIGA

HEIMDEBÜT GEGEN FÜRSTENWALDE

Zum Auftakt der englischen Woche mit Landes- und DFB-Pokal empfängt Optik am Sonntag den FSV Union Fürstenwalde. 
Gleich die erste Heimpartie bringt also ein Landesderby. Und nicht nur das - Rathenow und Fürstenwalde sind nach dem ersten Auftritt punkt- und torgleich. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere. Als beide Vereine das letzte Mal um Punkte spielten, floss hinterher der Sekt in Strömen. Mit einem 3:0 hatte unser FSV den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht.

Vor solchen Träumen warnen die Verantwortlichen derzeit immer wieder. Der Neuaufbau wird Zeit kosten und es wird mit Sicherheit Rückschläge geben. Da heißt es Ruhe bewahren.

In Fürstenwalde gab es, genau wie bei Optik, nach Saisonende einen Umbruch. Neun Ab-, ebenso viele Zugänge, dazu vier A-Junioren, die hochrückten. So stellen sich die Verantwortlichen vorerst auch keine ganz großen Ziele. Im Vordergrund steht dagegen die weitere Modernisierung des Vereinsgeländes inklusive Bau eines großen Tribünendaches, das vom 1. FC Union Berlin nach der Modernisierung der Alten Försterei übernommen wurde.

Königstransfer ist sicherlich Aleksei Belov von Kalev Tallinn, einem estnischen Erstligisten. Ausgebildet wurde er aber bei Arminia Bielefeld. Aus dem Osten Brandenburgs zurück ist ja Murat Turhan, dafür heuerte mit Majuran Kesavan ein anderer Ex-Rathenower bei den Unionern an. Wer schon länger dabei ist, kennt auch Lukaki Kalixto. Der Stürmer war ehedem einer der torgefährlichsten Offensivkräfte beim untergegangenen VfB Lichterfelde.

Abzuwarten bleibt, welche Jungs bei uns auf den Rasen laufen. Klar ist, dass Bene Brecht nach seiner Roten Karte in Zehlendorf gesperrt ist. Wie lange, stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Klar ist auch, dass Optiks neueste Verpflichtung, ein Torwart aus Argentinien, noch nicht dabei ist. Nähere Informationen gibt es am Montag. Jacob Regulski wird seine Magen-Darmgrippe hoffentlich auskuriert haben, beim verletzt ausgewechselten Hakan Cankaya scheint ein Einsatz fraglich. Er begann erst am Mittwoch wieder zu laufen. Auch Aykut Tekyildirim fehlte beim Training verletzungsbedingt.

Hinter dem Tor sollten dieses Mal zwei ganz besondere Fans nicht dabei sein, Joshua Breto und Eliseu Balde wollen die Partie nämlich endlich von der "richtigen" Position aus erleben. Letzten Sonntag in Berlin freuten sie sich mitten im Rathenower Fanblock über den Sieg bei Hertha Zehlendorf. Eine tolle Geste und ein besonderes Erlebnis für die Ultras, na klar. Aber eigentlich sind sie ja ins Westhavelland gekommen, um selbst Fussball zu spielen. Eli darf das nun, Joshua noch nicht. Die Spielgenehmigung für beide liegt vor, bei Breto hapert es an anderen bürokratischen Hürden.  Wenigstens kann einer auf statt neben dem Platz für Stimmung sorgen.

Apropos Stimmung: Ingo Kahlisch bedankte sich nach dem Zehlendorf-Spiel ausdrücklich bei den mitgereisten Anhängern unserer Elf. Dass nach dem Abstieg und trotz der Ferienzeit fast 50 Fans das Team unterstützten, ist nicht selbstverständlich. Und wer weiß? Vielleicht war ja genau das der kleine entscheidende Punkt, der Rathenow den Sieg bescherte. Eines ist jedenfalls klar, egal ob vierte oder fünfte Liga: Auf ihre Unterstützung, liebe Rathenower Fussballfreunde kommt es auch weiterhin an. Die völlig neu formierte Mannschaft braucht alle Anfeuerung, die sie kriegen kann.

Wieder gewöhnen muss man sich an die Anstoßzeit. Schiedsrichter Daniel Siebert vom FC Nordost aus Berlin wird das Spiel um 14.00 Uhr freigeben.