SocialMedia Fanshop
< >

Landespokal 2026/2027

2. Runde, 05.09.2026

se.services Arena
August-Bebel-Str. 70
15732 Schulzendorf
SG Schulzendorf FSV Optik Rathenow
0:8
Aufstellung:
Tipton - Reichenbach, SaribasGelbe Karte (46. Diallo) - Aktürk (46. Balonier ), Langner, Leroy, Solak (60. DoganGelbe Karte) - IsikGelbe Karte (23. Sannoh), Keles (46. Benzer Paca), Vicente, Willrich. Trainer: Ingo Kahlisch
Tore:
Maxime Langner (4./Elfmeter, 20./Elfmeter, 31., 45., 75.), Ousmane Sannoh (28./Elfmeter, 47.), Jamal Chinedu Willrich (37./Elfmeter)

Spielbericht:

OBERLIGA

GANZ SOUVERÄN INS ACHTELFINALE

Bei Landesliga-Neuling SG Schulzendorf setzt sich Optik zwar nicht im, aber in gewissem Sinne durch Elfmeterschießen durch.
Der mit Gelb belastete Arda Isik wurde von Ingo Kahlisch nach 23 Minuten vorsichtshalber ausgewechselt. Foto: Andre Rekulowitsch
Aller guten Dinge sind Drei. Und drei gute Nachrichten gab es schon vor dem Anpfiff zu vermelden. Los ging es mit der Mannschaftsbesprechung, die mit einem lautstark gesungenen „Happy Birthday to you“ begann. Co-Trainer Sven Ahlendorf beging seinen Ehrentag.

Weiter ging es bei der Aufstellung. Hatte man unter der Woche noch gerätselt, ob Marcito Vicente als Ersatztorhüter überhaupt in der Startelf stehen könne, hatte sich das am Samstag erledigt. Simeon Hawwary stand wieder zur Verfügung. Und als drittes gab es eine überaus freundliche Begrüßung seitens der Gastgeber.

Mit dem Anpfiff war es vorbei mit den Nettigkeiten. Schulzendorf hatte sich augenscheinlich einiges vorgenommen, war jedoch taktisch viel zu blauäugig. Ganz früh, oft schon an der Mittellinie, lief man den Oberligisten auf einem recht langen und breiten Platz an.

Das ging prompt sofort schief, auch wenn der erste Strafstoß eher unglücklich zu Stande kam. Tom Leonhard Gänge war im Laufduell mit Jamal Willrich unterlegen. Im Bemühen, noch zu retten, spielte er den Ball mit der Hand. Maxime Langner verwandelte zum 0:1.

Die Gastgeber standen weiter extrem hoch, was sich rächte. Als letzter Mann verlor Levin Ganzer das Leder an Maxime Langner und riss Optiks frei aufs Tor zulaufenden Zehner anschließend um. Klarer kann eine Rote Karte nicht sein.

Danach wurde es nickelig. Die SG war sichtlich übermotiviert, „rustikale Spielweise“ ist die höfliche Umschreibung der ersten Halbzeit. Ab und an ließ sich der FSV davon anstecken. In der 18. Minute gerieten Leon-Niklas Petrofsky und Arda Isik aneinander. Der junge Schiedsrichter Roman Brand, der die Partie trotz Karten- und Elfmeterflut souverän leitete, beließ es bei beiden bei Gelb.

Ingo Kahlisch wechselte Isik aus. Nicht um den Jungen zu bestrafen, sondern um ihn zu schützen. Die richtige Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Doch zunächst stand wieder Maxime Langner im Mittelpunkt. Im Strafraum gelegt, verwandelte er selbst zum 0:2.

Nach 27 Minuten brachte Petrofsky den für Arda eingewechselten Ousmane Sannoh zu Fall. Auch hier innerhalb der 16-Meter-Linie, also wieder Strafstoß. Schulzendorfs wütender Verteidiger drosch nach dem Pfiff das Leder meterweit vom Platz. Damit durfte auch SG-Coach Jeffrey Schuffenhauer seinen Gelb-Sünder auf der Bank in Empfang nehmen - allerdings ohne Wechselmöglichkeit: Gelb-Rot und damit doppelte Unterzahl für die Randberliner. Ousmane dachte sich wohl, wenn vorher Maxime als Gefoulter selbst schießt, mache ich das auch. Es funktionierte - 0:3 durch drei Strafstöße.

Der fünffache Torschütze Maxime Langner traf zweimal vom Elfmeterpunkt.

Dass Optik auch aus dem Spiel heraus treffen kann, zeigte sich nach einer halben Stunde. Jerome Leroy eroberte an der Strafraumgrenze den Ball, legte ab auf Maxime Langner und schon stand es 0:4. Wenig später Foul von Lourden Wachter-Lehn an Maxime. Erneut im Strafraum, zog das Strafstoß Nummer vier nach sich. Diesmal schnappte sich Jamal Willrich den Ball und zeigte einen Lehrbuchelfer. Mit Vollspann ins Eck zum 0:5.

Den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Halbzeit setzte der „Man of the Match“, Maxime Langner nach dem schönsten Spielzug der Partie. Das 0:6 entsprang einer Kombination, an der Jamal Willrich und Rojan Saribas einen gehörigen Anteil hatten.

In den zweiten 45 Minuten ballten sich über der se.services Arena, die übrigens direkt in der Einflugschneise des BER liegt, dunkle Wolken zusammen, Regen setzte ein. Auf dem rutschig werdenden Platz ging es dagegen nun wesentlich ruhiger zu. Dazu beigetragen haben dürfte das schnelle 0:7, das Ousmane Sannoh nach einer wirklich guten Halbfeldflanke von Marcito Vicente erzielte.

Manchmal wirkte Optik nun zu verspielt. So richtig böse sein, mochte angesichts des Spielstandes aber keiner. Chancen gab es dennoch genug, doch Torwart Kevin Weichelt zeichnete sich ein ums andere Mal aus. Er parierte Schüsse von Jerome Leroy, Mike Balonier und Maxime Langner teils spektakulär.

Außerdem traf Maxime mit einem strammen 22-Meter-Schuss noch zum 0:8 und kurz vor Schluss den Pfosten. Da war der FSV nur noch zu zehnt, Marcito Vicente war in der 85. Minute verletzt vom Platz gegangen, und gab später glücklicherweise Entwarnung. Am Ende gab es viel Beifall von den gut 15 Rathenower Anhängern unter den 95 Zuschauern.

Ingo Kahlisch: „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir wollten eine Runde weiterkommen, das ist uns nicht nur geglückt, sondern war auch haushoch verdient. Viel mehr gibt es heute eigentlich nicht zu sagen.“

Alle Begegnungen der 2. Pokalrunde

Optik: Tipton – Vicente, Reichenbach, Solak (60. Dogan/G), Saribas (G / 46. Diallo) – Aktürk (46. Balonier) – Isik (G / 23. Sannoh), Leroy, Willrich – Langner – Keles (46. Benza Paca)

Tore:
0:1 Maxime Langner (4./HE)
0:2 Maxime Langner (20./FE)
0:3 Ousmane Sannoh (28./FE)
0:4 Maxime Langner (31.)
0:5 Jamal Chinedu Willrich (37./FE)
0:6 Maxime Langner (45.)
0:7 Ousmane Sannoh (47.)
0:8 Maxime Langner (75.)

Rot: Levin Ganzer - Notbremse (12.)
Gelb/Rot: Leon-Niklas Petrofsky - Foul/Ballwegschlagen (27.)