KLATSCHE IN NEUSTRELITZ
Die Partie war über die gesamte Spielzeit intensiv und fast immer kurzweilig. Nach zehn Minuten sorgte ein Ballverlust an der Mittellinie für einen Konter der Neustrelitzer, in der sich nach Querpass Kevin Akogo durchsetzte und zur 1:0-Führung traf.
Doch wer glaubte, Optik ließe sich davon beeindrucken, der irrte sich. Direkt im Gegenzug gab es Ecke für Optik. Der erste Ball wurde abgewehrt und kam dann zu Nima Amiri, der zu Chris Onu flankte. Chris sprang etwas höher als sein Gegenspieler und köpfte so zum 1:1-Ausgleich.
Ein Ruck ging durch die Mannschaft, dass heute mehr möglich war. Von da an hatte Optik mehr vom Spiel. Der FSV wirkte drückender und spielbestimmender. Die Phase dauerte fast bis zur Halbzeit. Kurz vor der Pause verletzte sich Torwart Simeon Hawwary bei einem unterbunden Konter leicht, konnte aber weiterspielen. Dann war Pause.
Was in der Halbzeitpause geschah, blieb zunächst unerklärlich. Die TSG kam etwas wacher aus der Kabine, denn schon in der 47. Minute setzte sich Marius Schreiber über links gegen zwei rote Verteidiger durch und verwandelte zur 2:1-Führung. Optik wirkte insgesamt unkonzentrierter und nicht mehr so zwingend wie in der ersten Hälfte.
Kurze Zeit später wurde Yunus Solak im gegnerischen Strafraum gefoult. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aus. Gleich danach gab es die Chance zum Ausgleich. Yohji Koré setzte sich über rechts durch und flankte auf Huy Phong, der aber den Ball knapp neben das Tor schoss. Und auch ein satter Fernschuss von Luka Zdep konnte den TSG-Torwart nicht überwinden.
Chancen waren vorhanden und selbst in dieser Phase schien noch alles möglich. Die dickste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Yunus Solak in der 60. Minute, als er im Strafraum an den Ball kam und aus spitzem Winkel im 5-Meter-Raum vergab. Der Torwart hielt.
Eine Schlüsselszene ereignete sich im Anschluss: Der eingewechselte und bereits verwarnte Enes Gök forderte einen Elfmeter für die vorangegangene Szene und der Schiedsrichter zog Gelb-Rot.
Optik nun in Unterzahl und wie ausgewechselt. Nichts lief mehr zusammen. In der 72. Minute dann die Vorentscheidung. Durch einen Konter über rechts verwandelte Nick Höfer überlegt zum 3:1. Und nur drei Minuten später kam ein langer Ball auf Ex-Optiker Manuel Härtel, der eiskalt zum 4:1 verwandelte.
Es folgten noch zahlreiche Chancen auf Neustrelitzer Seite, doch erwähnenswert ist eigentlich nur das Foul im eigenen Strafraum von Finn Hinze. Der Pfiff zum Elfmeter kam prompt. Justus Guth ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte zum 5:1-Endstand. Am Ende steht die Erkenntnis, dass eine gute Halbzeit nicht reicht.
Trainer Ingo Kahlisch war am Ende sichtlich bedient: „Ich bin maßlos geknickt. Ich kann das noch gar nicht fassen. Nach der relativ ordentlichen ersten Halbzeit haben wir auch mit Hilfe des Schiedsrichters das Spiel verloren. Das soll aber keine Ausrede sein. Wenn wir hinten so offen spielen gegen eine Kontermannschaft, dann klappert es natürlich. 5:1 ist zum kotzen“.
Wie immer klare Worte. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft sich am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Hansa II aus dem Tabellenkeller rausbewegt.
Aufstellung: Hawwary (G.) - Bateman - Solak - Onu - Amiri (78. Saribas) - Aktürk - Aedo (78. Santos) - Phong (60. Donner, G.) - Zdep (78. Abal) - Koré (60. Gök, G/R) - Hinze
Tore:
1:0 Kevin Akogo (11.)
1:1 Chris Onu (12.)
2:1 Marius Schreiber (47.)
3:1 Nick Höfer (72.)
4:1 Manuel Härtel (75.)
5:1 Justus Guth (81., ET)
-
60.
). Trainer: Ingo Kahlisch
Kevin Akogo (11.),