OPTIK ENTTÄUSCHT AUF GANZER LINIE
Ein erstes Achtungszeichen der Gäste setzte nach vier Minuten Tim Kortüm mit einem Kopfball, den Keeper Simeon Hawwary sicher hielt. Insgesamt aber tasteten sich beide Mannschaften anfangs ab. Das Führungstor der Vorpommern in der 11. Minute kam dann doch etwas überraschend. Eine Ecke wurde verlängert und Arkadiusz Czarnecki köpfte überlegt zum 0:1 ein.
Eine Chance auf Rathenower Seite hatte Finn Hinze fünf Minuten später, als er nach Kopfballvorlage von Yohji Koré von der Strafraumgrenze leider übers Tor schoss. Ansonsten stand der Aufsteiger hinten sicher. Optik fand keine Mittel sich durchzusetzen. Keine Bewegung, keine Anspielstationen - kurzum: zu wenig.
Trainer Ingo Kahlisch resümierte nach einer halben Stunde zurecht: „Da ist kein Feuer drin!“. Kurz darauf dann eine Kopfball-Möglichkeit durch Nima Amiri, aber leider übers Tor.
Ganz bitter wurde es in der 32. Minute als ein Einwurf in Höhe des eigenen Strafraums durch klein, klein vertändelt wurde und der freistehende Lukas Möller zum verdienten 0:2 ins lange Eck einschob. Als Konsequenz gab es einen frühen Wechsel. Der glücklose Salomao Nafilo musste für José Aranda Aedo Platz machen. Dann passierte nicht mehr viel. Halbzeit und durchatmen.
Nach der Pause kam Optik frischer in die Partie. Marcito Vicente im Eins gegen Eins gegen den Torwart noch mit der besten Möglichkeit. Auch ein Freistoß von Luka Zdep brachte nichts ein. Aufsehen brachte ein Foul vom eingewechselten Marcito Vicente auf Höhe der Gästebank. Das Testen wurde mit glatt Rot vom Schiedsrichter bewertet. Warum Lukas Möller ebenfalls mit glatt Rot bestraft wurde, blieb offen.
Nur sechs Minuten später der nächste Dämpfer. Huy Phong foulte trotz Gelb erneut und flog folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz. Ein geschenkter Elfmeter in der 84. Minute passte zum gebrauchten Tag und rundete das Bild ab. Angeblich soll Finn Hinze im Strafraum gefoult haben. Tatsächlich hatte er, für jeden klar ersichtlich, den Ball gespielt. Sei es drum, Peterson Appiah verwandelte sicher zum 0:3. Das Spiel war damit natürlich gelaufen. Immerhin einen kleinen Lichtblick gab es: Den Ehrentreffer zum 1:3 erzielte Neuzugang Enes Gök in der 90. Minute.
Viel zu tun und zu verarbeiten für Trainer Ingo Kahlisch: „Totale Enttäuschung. So geht das nicht. Wenn ich auf die Tabelle gucke, kommt mir das Kotzen, auch wenn noch genug Spiele sind. Uns hat die Körperlichkeit gefehlt und das, was uns in den letzten Spielen ausgemacht hat“.
Weiter geht es am kommenden Dienstag um 18:30 Uhr mit einem Testspiel gegen Chemie Premnitz am heimischen Vogelgesang.
Optik: Hawwary - Bateman - Solak - Abal (68. Donner) - Onu (Vicente 45., r.) - Nafilo (35. Aranda Aedo) - Amiri (G.; 68. Gök) - Aktürk (45. Zdep) - Phong (g./r.) - Koré - Hinze
Tore:
0:1 Czarnecki (11.)
0:2 Möller (32.)
0:3 Appiah (84./FE)
1:3 Gök (90.)
Besondere Vorkommnisse:
Vicente Rot, Möller Rot, Phong Gelb-Rot
68.
(77.) -
(
),
Czarnecki (11.),