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Oberliga 2025/2026

1. Spieltag, 01.08.2025

FSV Optik Rathenow SV Tasmania Berlin
0:1
Aufstellung:
Hawwary - BatemanGelbe Karte, Donner (70. AmiriGelbe Karte), Nafilo (90. Abal), Phong - Aktürk, Hinze, OnuGelbe Karte, SolakGelbe Karte, Zdep - KoréGelbe Karte (85. Vicente). Trainer: Ingo Kahlisch
SV Tasmania Berlin:
Imasuen - Yayla (G), Mema (G), Häußler, Labbouz - Kaiser, Stagge (G) - Berjaoui, Grigoriadis (G), Amamoo (G) - Cruz Magalhaes (G). Trainer: Bahman Foroutan
Gegentor:
Grigoriadis (28.)

Spielbericht:

OBERLIGA

GROSSARTIGER KAMPF NICHT BELOHNT

Optik unterliegt dem SV Tasmania Berlin zwar mit 0:1, zeigt zum Auftakt aber eine starke Leistung.
Foto: Michel Grabowski
Von Beginn an war ordentlich Feuer in der Partie. Die Gäste - von vielen am Saisonende ganz weit vorn erwartet - begannen auch wie ein Favorit. Schon nach gut zwei Minuten landete ein Ball von Konstantinos Grigoriadis an der Latte.

Nächste gefährliche Aktion war ein Freistoß von Tim Häußler, den Simeon Hawwary stark parierte. Auch in jener Phase starteten um jeden Ball kämpfende Gastgeber bereits mehrfach Gegenstöße, beim letzten Pass fehlte dann aber zumeist die Genauigkeit.

Nach einer knappen halben Stunde gingen die Neuköllner, zu diesem Zeitpunkt sicher verdient, mit 0:1 in Führung. Grigoriadis köpfte eine Hereingabe von Mohammed Berjaoui wuchtig ins Netz.

Tasmania wollte die Vorentscheidung, scheiterte aber entweder an Simeon Hawwary (Pedro Vitor Cruz Magalhaes) oder am Pfosten (Konstantinos Grigoriadis) Das hört sich nach drückender Überlegenheit an, dem war jedoch nicht so. Sehr viel köpfte und grätschte die Defensive des FSV weg, immer wieder gab es Szenenapplaus der 250 Zuschauer.



In der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. Ohne hinten nachlässig zu werden, kam Optik vorne viel öfter bis in die gefährliche Zone und zum Abschluss.

Das erste Achtungszeichen setzte Yunus Solak, der einen Freistoß von Salomao Nafilo volley nahm, leider übers Tor. Luka Zdep zog einen weiteren Freistoß direkt auf das Gehäuse, Keeper Divine Imasuen musste sich ganz lang machen.

Das Geschehen verlagerte sich immer mehr in Richtung Tasmania-Strafraum. Trotz des Rathenower Drucks und gut gefüllter eigener Bank verzichtete Trainer Bahman Foroutan komplett auf Wechsel. Optik versuchte alles. Nach einer der endlich wieder gefährlich hereingeschlagenen Ecken, konnte die Gästeabwehr soeben noch vor der Linie klären.

Die Partie war stark umkämpft, auch nicht immer ganz sauber. Die insgesamt elf Gelben Karten sprechen für sich. Dazu kam, dass Schiedsrichter Laurenz Werner in seinem erst zweiten Oberligaeinsatz noch nach einer klaren Linie suchte. Wirklich hässlich war aber nur der völlig übertriebene Einsatz von Nathaniel Amartei Amamoo gegen Salomao Nafilo. Samu musste zwar runter, verletzte sich aber glücklicherweise nicht schwer.

Letztlich rettete der Favorit den Vorsprung über die sechs Minuten Nachspielzeit. Für den FSV gab es ganz viel Trost und Applaus. Der hatte immerhin nach dem Tausch von Nico Donner zu Nima Amiri mit einer kompletten U23-Mannschaft gespielt und dabei wie ein gestandenes Männerteam gefightet.

Bahman Foroutan: "Das war heute das, was man als Arbeitssieg bezeichnet. Ich habe jetzt als Trainer zehnmal gegen Ingo gespielt und wirklich zehnmal gewonnen, aber diesmal, das war die beste Rathenower Mannschaft, die ich sah. Ich will nicht von einem glücklichen Erfolg sprechen. Verdient war er wegen der ersten Halbzeit, wo wir außer dem Tor ja noch Pfosten und Latte trafen. In der zweiten Hälfte hat uns Optik alles abverlangt. Mit unserem Spiel war ich da nicht mehr glücklich, aber auf Grund der immensen Gegenwehr konnten wir ja gar nicht mehr gut spielen. Am Ende sage ich, wichtig am 1. Spieltag sind alleine die drei Punkte."

Ingo Kahlisch: "Nach der Vorbereitung mit vielen Problemen haben wir heute gegen einen starken Gegner eine sehr gute Leistung gezeigt uns aber leider nicht belohnt. Nun müssen wir schauen, dass wir den Kader noch auffüllen. Ja, im Fußball zählen nun mal nur die Ergebnisse, aber dennoch. Heute gibt es für mich keinen besten Spieler, das wäre den anderen gegenüber ungerecht. Ich muss der gesamten Mannschaft ein Riesenkompliment machen für den Einsatz, auch die taktische Bereitschaft. Leider haben wir nicht aus den zwei, drei dicksten Chancen wenigstens ein Tor gemacht. Genau das wollen wir erhalten und ausbauen. Dazu muss es uns gelingen, weitere Sponsoren zu aquirieren, es müssen alle wach werden. Aber insgesamt denke ich, das heutige Spiel hat allen, die zu Optik halten, wieder ein bisschen Mut gemacht."

RATHENOW: Hawwary - Nafilo (90. Abal), Solak (G), Bateman (G), Phong - Aktürk, Hinze - Onu (G), Zdep, Donner (70. Amiri/G) - Kore (G / 85. Vicente)

TASMANIA: Imasuen - Yayla (G), Mema (G), Häußler, Labbouz - Kaiser, Stagge (G) - Berjaoui, Grigoriadis (G), Amamoo (G) - Cruz Magalhaes (G)

Tor: 0:1 Grigoriadis (28.)

GALERIE