OPTIK BLEIBT IN DER OBERLIGA!
Von den Trainerbänken bot sich dann zum Anpfiff ein toller Anblick. Die Hälfte der Gegengeraden war in Rot-Weiß gehüllt. An dieser Stelle ein großer Dank an alle Fans, die auf den Rängen für Heimspielatmosphäre sorgten.
Nach dem Anpfiff des souveränen Schiedsrichters Sven Schröder, der viel laufen ließ, wenn nötig, aber auch durchgriff, war 25 Minuten lang zu sehen, für wen es um alles ging. Als Jamal Rogero in der 14. Minute nach starker Vorarbeit von Salomao Nafilo überlegt zum 0:1 abschloss, war das bereits die vierte Möglichkeit. Demgegenüber stand ein Schuss von Florian Schulte, den Simeon Hawwary sicher hielt.
Doch urplötzlich kippte das Spiel. Zu jenem Zeitpunkt lag Optik auch bei Ecken mit 3:0 vorn. Es sollte keine einzige mehr dazukommen. Der bereits feststehende Absteiger aus Ahrensfelde übernahm das Kommando. Rathenows Torhüter rettete gegen Tilo Scheffler und Deniz Citlak die Pausenführung.
Kurz nach dem Wechsel fiel das 1:1. Niemand bekam Nick Graupner gestoppt, Florian Schulte musste nur noch einschieben. Unübersichtlich wurde es 120 Sekunden später. Nach einem Freistoßpfiff bekam Grün-Weiß-Trainer Oliver Richter Gelb. Als die Partie dann eigentlich fortgesetzt werden sollte, ein erneuter Pfiff des Referees und Gelb-Rot für Richter.
In der Folge bestimmten weiterhin die Randberliner die Szenerie. Allerdings wurden die Angriffe unpräziser, was nicht unbedingt verwunderte. Über dem Barnim lag eine drückende Schwüle, die Kopf und Beine schwer werden ließ.
Der FSV versuchte zu kontern, verlor jedoch im Mittelfeld meist die entscheidenden Duelle. Erst in der 64. Minute kam es nach einer klaren GWA-Chance zu einem Gegenstoß. Jonas Borkowski auf Jamal Rogero, der den Abschluss verpasste. Dann wieder Ahrensfelde. Ein Klasse-Volleyknaller von Deniz Citlak, eine noch bessere Parade von Simeon Hawwary.
Zehn Minuten vor dem regulären Ende kollektives Entsetzen bei allen, die zu Optik hielten. Gegen nun weit aufgerückte Gastgeber konnte Jamal Rogero einen Steilpass aufnehmen und ganz alleine auf Divine Imasuen zulaufen. In dieser Situation traf Jamal die falsche Entscheidung und lupfte dem Keeper den Ball in die Arme.
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Wieder ein Konter, diesmal wurde Jamal Rogero von Matt-Brahan Zie in Szene gesetzt. Und diesmal blieb Optiks Toptorjäger cool und netzte zum 1:2 ein. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte - sein 21. Saisontor bescherte ihm die Spitzenposition in der Liste der Oberliga-Torschützen.

Zurück zum Spiel, in dem Grün-Weiß vom Anstoß weg zum 2:2 kam. Der seit Wochen in bestechender Form befindliche Simeon Hawwary patzte ein einziges Mal. Aber wenn ein Torhüter sich beim Rauslaufen verschätzt, ist es halt fast immer ein Gegentor. Alexander Eirich war der Nutznießer, der einköpfen konnte.
Statt Hektik kamen von der Bank beschwörende Gesten. "Ruhig Jungs, ruhig." Optik, mit einem Informanten im Berliner Poststadion hatte vom soeben erzielten Führungstreffer des BAK gegen Staaken erfahren. Man überstand die fünfminütige Nachspielzeit ohne weiteres Malheur. Und als die Kunde vom zweiten BAK-Tor durchsickerte, war es klar: Optik Rathenow spielt auch nächste Saison in der Oberliga.
Die Mannschaft bedankte sich mit einer Uffta bei den pausenlos anfeuernden Fans, dann war die Saison vorbei. Auf Trainerstimmen wurde verzichtet, sicher wird in der Sommerpause vieles intern und manches öffentlich ausgewertet werden...
Optik: Hawwary - Hinze (57. Bateman), Solak, Gerlach, Donner (G) - Xhaka, Aktürk (64. Abal/G) - Alisaleha (34. Zie), Zghal (57. Borkoski), Nafilo - Rogero
Tore:
0:1 Jamal Rogero (14.)
1:1 Florian Schulte (50.)
1:2 Jamal Rogero (86.)
2:2 Alexander Eirich (88.)
34.
,
Florian Schulte (50.),