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Oberliga 2024/2025

16. Spieltag, 22.03.2025

FSV Optik Rathenow TuS Makkabi Berlin
1:1
Aufstellung:
Hawwary - Alisaleha (81. Bateman), Donner, Gerlach, Nafilo - Aktürk (77. Camara), Solak, Vicente (81. Zghal), Xhaka - Rogero, Zie. Trainer: Ingo Kahlisch
TuS Makkabi Berlin:
Krause – Ceesay, Conteh, Körber, Diallo – I. Camara (81. Reißner), Matkovic (69. Stagge), Bruck (90.+3 G/R), Soumah (69. Sahin) – Tokgöz (81. Kanyi), Coleman (89. Sakar). Trainer: Wolfgang Sandhowe
Tor:
Jamal Rogero (51.)
Gegentor:
Tokgöz (6.)

Spielbericht:

OBERLIGA

PUNKT GEGEN MAKKABI ERKÄMPFT

Gegen Makkabi Berlin zeigt Optik eine geschlossene Mannschaftsleistung und holt mit einem 1:1 einen verdienten Punkt.
Jamal Rogero erzielte kurz nach der Halbzeitpause mit seinem 11. Saisontreffer den 1:1-Ausgleich.
„Solange es geht, alles reinhauen und dann schauen, was dabei herauskommt.“ So lautete die Devise von Ingo Kahlisch vor dem Nachholspiel gegen TuS Makkabi. Am Ende durften er selbst, die Mannschaft und die Zuschauer zufrieden sein. Es ging die gesamten 95 Minuten und es kam ein hochverdienter Punkt heraus.

Erneut musste umgestellt werden, behi Joshua Bateman und Kalilou Camara hätte es nie und nimmer für ein komplettes Spiel gereicht. Los ging es denkbar unglücklich für den FSV. "Schuldiger" war der äußerst starke Wind, nur konnte man den leider nicht auswechseln. Zunächst luchste Jamal Rogero dem weit vor dem Tor dribbelnden Keeper Jack Krause das Spielgerät ab, sein Heber wurde dann unfassbarerweise neben den Pfosten geweht.

Im Gegenzug legte der beste Mann auf dem Platz, Kevin Jessie Coleman, für Serkan Tokgöz auf. Dessen Schuss wurde durch Rückenwind zum "Hammer". Simeon Hawwary kam noch ran, konnte den Einschlag zum 0:1 aber nicht verhindern.

Wer nun glaubte, damit läuft es für den Favoriten, sah sich schnell eines besseren belehrt. Optik kämpfte hervorragend. Natürlich klappte nicht alles, aber mit unbändigem Einsatz und hoher Laufbereitschaft wurde so mancher verlorengegangene Ball zurückerkämpft.

Makkabi griff recht früh, oft schon vor der Mittellinie, an. Das klappte jedoch nicht immer. Und so war es Rathenow, das die besseren Gelegenheiten verzeichnete. Strittig, aber selbstverständlich von außen nicht zu klären, wurde es in der 26. Minute. Ein Freistoß von Salomao Nafilo flog an Freund und Feind vorbei bis - ja, wohin? Jack Krause hielt, stand dabei allerdings im, statt vor dem Tor. Waren die Hände samt Ball noch vor der Linie? Da es in der fünften Liga weder Videokeller noch Torlinientechnik gibt, bleibt nur die Fahne des Assistenten. Und die blieb unten.

Wenig später rettete Krause dann eindeutig regelgerecht per Fußabwehr gegen Karim Alisaleha. Und kurz vor der Pause kam Matt-Brahan Zie zweimal in aussichtsreicher Position nicht zum platzierten Abschluss.

Viele Fans hatten sicher noch den völlig verschlafenen Auftritt zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen Staaken in Erinnerung. Diesmal kamen die Gastgeber hellwach aus der Kabine. Und Optik belohnte sich schnell. Wieder war ein Nafilo-Freistoß der Ausgangspunkt. Jamal Rogero setzte sich gut durch und schob das Leder an Krause vorbei zum 1:1 ins Netz.

Das brachte die Gäste eine Zeitlang aus dem Konzept. Matt-Brahan Zie schoss ans Außennetz und in der 57. Minute verweigerte Schiedsrichter Oliver Seib aus Görlitz Rathenow einen glasklaren Elfmeter - so sah es jedenfalls von der Mittellinie aus. Jack Krause hatte das Leder nicht festhalten können und foulte dann den nachsetzenden Yunus Solak. Hier geht ein Dank an die Optik-Fans. Hinter dem Tor auf dem Südhügel stehend waren sie es, die diese Sichtweise nach Abpfiff korrigierten. Der Einsatz des Makkabi-Keepers war korrekt.

Zum Ende hatten die Gäste, wie befürchtet, mehr Kraft. Der FSV stemmte sich dagegen, drei Einwechsler sorgten ebenfalls noch für ein bisschen Entlastung. Bei der besten Chance für TuS rettete Simeon Hawwary gegen Kevin Jessie Coleman.

Aber ohne Aufreger in der letzten Nachspielminute geht es offenbar nicht. Diesmal war es jedoch eher zum Kopfschütteln. In einer anständigen Partie ohne Verwarnung dezimierten sich die Berliner durch eine Aktion, die selbst in einem offiziellen Bericht als selten dämlich bezeichnet werden darf. Einem letzten langen Ball hetzte Kapitän Doron Bruck hinterher. Simeon Hawwary war eher am Ball, schoss Bruck an, von dort flog der Ball ins Toraus. Also Abstoß, was Doron Bruck nicht wahrhaben wollte. Als ihm Schieri Seib für das lautstarke Meckern Gelb zeigen wollte, schoss der Berliner den Ball meterweit vom Platz. Sich selbst übrigens auch, denn für das Ballwegschlagen gab es erneut Gelb und damit Gelb-Rot. Gleich darauf war Schluss, das 1:1 löste keinen überschäumenden Jubel, aber freundlichen Applaus aus.

Wolfgang Sandhowe: "Ein gerechtes Ergebnis. Wir haben ordentlich gespielt, nicht gut, aber ordentlich. Optik hat gekämpft, insofern geht das heute für beide in Ordnung. Ich denke, es können beide mt dem Unentschieden zufrieden sein.“

Ingo Kahlisch: "Als Trainer muss man ja auch die Gesamtsituation sehen. Die war in den letzten 14 Tagen schlimm. Von daher heute ein großes Kompliment an die Jungs. Trotz der ganzen Probleme mit den Kranken haben wir gegen eine Spitzenmannschaft einen verdienten Punkt erkämpft. Das war von der Gruppe her heute so, dass ich jetzt wieder zuversichtlich bin, dass wir die Liga aus eigener Kraft halten."

RATHENOW: Hawwary –Nafilo, Solak, Gerlach, Donner – Vicente (81. Bateman), Xhaka – Alisaleha (81. Zghal), Aktürk (77. K. Camara), Zie – Rogero

MAKKABI: Krause – Ceesay, Conteh, Körber, Diallo – I. Camara (81. Reißner), Matkovic (69. Stagge), Bruck (90.+3 G/R), Soumah (69. Sahin) – Tokgöz (81. Kanyi), Coleman (89. Sakar)

TORE:
0:1 Tokgöz (6.)
1:1 Rogero (51.)

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