SIEG GEGEN STAHL BRANDENBURG
Die zweite Hälfte begann mit einigen Minuten Verspätung. Aus dem Gästeblock flogen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld. Und danach brannte auch kurz das "Stahl Feuer". Einen Freistoß von Ertan Yatkiner schob Kevin Daszenies aus Nahdistanz zum 1:1 ins Netz. Obwohl bei Optik kurz die Ordnung verloren ging, blieb es die einzige Gelegenheit des ehemaligen UEFA-Cup-Teilnehmers. Nach einer Stunde hatte der FSV wieder das Kommando auf dem Platz. Unglücklich die Aktion in der 61. Minute: Jonathan Munoz schloss einen Sturmlauf auf der rechten Seite mit einem genauen Pass auf Mario Manuel Delvalle Silva ab. Dessen platzierten Schuss wurde ausgerechnet von Stürmerkollege Ardeshir Dejagah aufgehalten. 120 Sekunden später fiel aber doch das 2:1. Nach Freistoß von Matthias Kellner landete der Ball über Umwege vor den Füßen von Dirk Szabo. Der Ex-Brandenburger zog sofort ab. Rechts unten schlug das Leder ein. Obwohl die Gäste in der Folge noch zwei Stürmer einwechselten, blieb nur der FSV am Drücker. Eine Viertelstunde vor Schluss krachte ein Gewaltschuss von Jonathan Munoz an die Lattenunterkante. In der nächsten Szene verfehlte Marco Lindemann volley nur um Zentimeter das Tor. Wieder dauerte es kaum 60 Sekunden, da brachte ein herrlicher Konter über Jonathan Munoz, Mario Manuel Delvalle Silva und Ardeshir Dejagah das dritte Tor. Doch die Fahne des Assistenten war sofort oben, Abseits. Den unrühmlichen Schlusspunkt setzte Stefan Müller vom FC Stahl in der 86. Minute. Wegen wiederholter Unsportlichkeit musste er mit Gelb-Rot vom Platz. Den sportlichen Schlusspunkt hätte beinahe Ardeshir Dejagah gesetzt. Die Brandenburger waren bemüht alles nach vorne zu werfen, und der Torwart war weit aufgerückt. Fast von der Mittellinie versuchte es "Eddy" mit einem Direktschuss auf das entblößte Stahl-Gehäuse. Doch die Murmel ging knapp daneben.
Überaus hart ging Uwe Schulz, der den immer noch im Krankenhaus liegenden Eckart Märzke erneut vertrat, mit seiner Mannschaft ins Gericht: "Wir haben in der ersten Halbzeit nur gefoult und sind dafür zu Recht bestraft worden. Selbst nach dem glücklichen Ausgleich haben wir uns katastrophal angestellt. Optiks Sieg war verdient, hätte eher höher ausfallen müssen." Ingo Kahlisch ließ es sich nicht nehmen, seinem Trainerkollegen beste Genesungswünsche zu übermitteln, ehe er auf das Spiel einging: "Für die junge Mannschaft war es wie erwartet schwer. Wenn es mal auf die Knochen geht, kriegen wir Probleme. Die erste Halbzeit war gut. Zum Ende hin müssen wir aber das dritte Tor machen, wenn wir besser und bewusster über außen spielen. Aber die Mannschaft hat leidenschaftlich gefightet. Die vielen unnötigen Fouls wollen beide Seiten nicht sehen. Aber mit Sicherheit war es für alle spannend."
Aufstellungen:
Rathenow: Aydin (G) - Lindemann - Keck, Szabo, Puhlmann - L. Leppek (75. Leschke), Delvalle Silva, Scholz (87. Babetzki), Kellner - Munoz, Dejagah (G)
Brandenburg: Jurzik - Wilhelm (G, ab 77. Gühne), Bauer (G), Janke, Sommerlatte - Yatkiner, Kräuter (ab 55. Tahmaz), Daszenies (G), Marx (ab 65. Kahl), Müller (86. GR) - Akkus
Tore:
1:0 Keck (45.)
1:1 Daszenies (50.)
2:1 Szabo (63.)
-
75.