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Landespokal 2013/2014

Halbfinale, 16.04.2014

Eisenhüttenstädter FC Stahl FSV Optik Rathenow
1:2
Aufstellung:
Attar - Bahr (54. Delvalle), Cetin, CoricGelb-Rote Karte (115.) - CankayaGelbe Karte, KapanGelbe Karte, LeroyGelbe Karte, Wilcke - Huke, Ismaili (34. Hellwig), Printemps (54. Uslucan). Trainer: Ingo Kahlisch
Eisenhüttenstädter FC Stahl:
Trainer: Harry Rath
Tore: Gegentor:
Sebastian Kerl (22.)
Zuschauer:
455

Video:

Spielbericht:

LANDESPOKAL

INS POKALFINALE GEZITTERT

Nach einem packenden Pokalfight setzt sich Optik beim EFC Stahl in der Verlängerung glücklich mit 2:1 durch.
Damir Coric sah in der 115, Minute Gelb-Rot und wird im Finale fehlen.
Wenigstens im Landespokal dürfen die Optik-Fans noch jubeln - und das kosteten sie nach dem erneuten Finaleinzug am Mittwochabend genüsslich aus. Lautstark forderten die etwa 50 treuen Anhänger, die sich auf den 200 Kilometer langen Weg zum Halbfinale nach Eisenhüttenstadt gemacht hatten, nach dem 2:1-Zittersieg ihre "Uffta" mit der Mannschaft ein. Die zierte sich zunächst etwas, bevor sie dann doch das Tanzbein schwang. Zu frisch war wohl bei den Spielern noch die Erinnerung an die letzten Minuten: die Tumulte nach Spielende, der Platzverweis gegen Damir Coric und die bangen Minuten bis zum Abpfiff.

Die erste Aufregung gab es allerdings schon vor dem Spiel. Torhüter Marcel Subke musste nach dem Aufwärmen mit Magenproblemen und Übelkeit passen. Da auch Ersatzkeeper Selvedin Begzadic nach seinem Autounfall noch verletzt ist, bekam Ümit Attar seinen ersten Pflichtspiel-Auftritt zwischen den Pfosten.

Die Nervosität war dem 19-jährigen zu Beginn auch anzumerken. Das galt allerdings ebenso für seine Vorderleute, die den kampfstarken Gastgebern über weite Strecken der ersten Halbzeit zu wenig entgegensetzten und sich häufig in Einzelaktionen verzettelten. Zwar gab es durch Huke, Leroy und Printemps durchaus hochkarätige Chancen, insgesamt ging die 1:0-Pausenführung der Eisenhüttenstädter aber durchaus in Ordnung. Hüttes wuchtige Sturmspitze Sebastian Kerl hatte den Ball in der 22. Minute nach einem Eckball über die Linie gedrückt.

Kurz nach dem Seitenwechsel sogar fast das 2:0 für den Landesligisten, doch Danny Grünberg traf den Ball nicht voll. Kurz darauf bewies Ingo Kahlisch mit der Einwechslung von Onur Uslucan ein goldenes Händchen. Nur vier Minuten auf dem Feld, bekam der den Ball von Jerome Leroy, spazierte durch die halbe Gästeabwehr und zog von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich ab (58.). Nur eine Minute später fast der Doppelpack, doch jetzt verzog Uslucan.

Aber Optik war nun am Drücker. Leroy aus der Distanz knapp daneben, Kapan übers Tor, Cankaya, der am Torhüter scheiterte und Uslucan, der den Nachschuss vergab - Chancen das Spiel zu entscheiden, gab es reichlich. Doch Optik zeigte sich vor dem Tor, wie schon in der gesamten Saison, zu harmlos. Stattdessen hieß es noch einmal zittern, als der EFC fünf Minuten vor Spielende einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen bekam. Mit einer starken Parade gegen eine zudem extrem tief stehende Sonne, rettete Debütant Attar das 1:1 in die Verlängerung.

In der machte Hakan Cankaya schnell Nägel mit Köpfen. Mit einem Haken um seinen Gegenspieler und einem schönen Schlenzer in den rechten Dreiangel sorgte Optiks unermüdlicher Mittelfeld-Regisseur nach fünf Minuten für die 2:1-Führung und die schönste Szene des gesamten Spiels. Es sollte allerdings die letzte sehenswerte Aktion bleiben. Denn spätestens jetzt entwickelte sich ein echter Pokalfight mit allem was dazu gehört, teilweise auch am Rande des Erlaubten. Und spätestens mit dem Platzverweis gegen Damir Coric, der für eine eher harmlose Bemerkung gegenüber einem Gegenspieler die Ampelkarte sah, begann Optik mächtig zu wanken.

Doch Optik rettete sich über die Zeit, überstand auch die letzte heikle Situation, als Wolbaum kurz vor Ende freistehend knapp verzog, und durfte am Ende den erneuten Einzug ins Pokalfinale feiern, wo nun am 28. Mai der SV Babelsberg wartet, der bei Germania Schöneiche mit 1:0 nach Verlängerung gewann. Wo das Finale stattfindet, wird voraussichtlich in der kommenden Woche per Los entschieden.

Zeit um auszuruhen bleibt Optik nach den kräftezehrenden 120 Minuten allerdings wenig. Schon am Samstag geht die Reise für die Mannschaft ins Vogtland zum VfB Auerbach. Dort allerdings muss sie ohne ihren Trainer auskommen. Ingo Kahlisch ist krank, fehlt demzufolge auch beim Training. In Auerbach wird der Vereinsvorsitzende Mario Schmeling die Mannschaft betreuen.

Optik: Attar - Bahr (54. Delvalle), Coric (115. Gelb-Rot), Wilcke, Cetin - Leroy (G), Ismaili (34. Hellwig) - Kapan (G), Cankaya (G), Huke - Printemps (54. Uslucan)

Tore:
1:0 Kerl (22.)
1:1 Uslucan (59.)
1:2 Cankaya (95.)