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Landespokal 2026/2027

Achtelfinale, 03.10.2026

Sparkassenarena
Am Stadion 3 A
15306 Seelow
SV Victoria Seelow FSV Optik Rathenow
1:4
Aufstellung:
Tipton - Dogan, Donner (61. DialloGelbe Karte), Saribas - Aktürk (61. Balonier ), Langner, Leroy, Solak - Isik (61. Keles), SannohGelbe Karte (61. Hot), Willrich (81. Benzer Paca). Trainer: Ingo Kahlisch
Tore: Gegentor:
Noah Kerstein (81.)

Spielbericht:

OBERLIGA

VIERTELFINAL-EINZUG GESCHAFFT

Mit einem bravourösen Joshua Tipton zwischen den Pfosten gewinnt Optik mit 4:1 bei Victoria Seelow.
Foto: Andre Rekulowitsch
Der FSV Optik steht im Viertelfinale des Landespokals. Der Erfolg bei Victoria Seelow fiel der Mannschaft dabei viel schwerer als es das 4:1-Ergebnis vermuten lässt. Am meisten strahlen durfte am Ende der, dessen bislang makellose Bilanz erstmals getrübt wurde. Doch der Reihe nach…

Der bei nasskaltem, leicht nebligem Wetter gestartete Optik-Tross erreichte Seelow, als sich die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken kämpften. Im Verlauf der Partie wurde es dann sommerlich warm.

Ingo Kahlisch hatte kräftig durch routiert, diese Startelf gab es so noch nie. Und die Jungs brauchten Zeit, sich auf dem großen Platz zu sortieren. Die Gastgeber hatten nicht nur knallrote Trikots an, sie begannen auch wie die Feuerwehr. Nach drei Minuten stand Seelow bei 3:0 Ecken, machte ordentlich Druck. Offensichtlich zu viel Druck, jedenfalls für den Ball, dem schon nach acht Minuten die Luft ausging.

Bei einem ersten zarten Vorstoß des Oberligisten durch Arda Isik fehlten dem einlaufenden Rojan Saribas die berühmten Zentimeter. Insgesamt blieb der FSV aber fast vollständig in der Defensive gebunden.

In der Kreisstadt von Märkisch-Oderland kannte man vielleicht nicht alle Namen der Mannschaft aus dem Havelland, einer dürfte sich am Samstag aber tief ins Gedächtnis gebrannt haben. Till Schubert allein vor dem Torwart - Joshua Tipton hält (24.), Noah Kerstein freistehend – Tipton hält (29.), Till Schubert per Kopf ins lange Eck – Tipton mit einer artistischen Flugeinlage (31.), Lennard Flaig im Solo – Tipton nimmt ihm im letzten Moment den Ball vom Fuß (33.).

Der Landesligist, so ehrlich muss man sein, hätte die Führung längst verdient, scheiterte jedoch immer wieder am überragenden Optik-Keeper. Stattdessen ließ Joshuas Gegenüber Lukas Schütze einen schon gefangenen Flankenball wieder fallen und Arda Isik stocherte das Leder im Nachsetzen zum 0:1 ins Netz.

60 Sekunden vor der Pause gab es dann endlich einen schönen, gelungenen Spielzug von Rathenow. Jerome Leroy auf Maxime Langner, der sofort weiter auf Ousmane Sannoh, welcher ebenfalls direkt abzog – 0:2. Bis dahin gnadenlos effektive Gäste brachten die kleine Gruppe FSV-Fans unter den 225 Zuschauern zum Jubeln.

Wer dachte, der zweite Treffer so kurz vor dem Wechsel zieht dem Landesligisten den Nerv, sah sich getäuscht. Schon in der 47. Minute musste sich Joshua Tipton erneut ganz lang machen. Den 25-Meter-Kracher von Noah Kerstein hielt der junge Torwart bravourös.

Dieselbe Entfernung gab es kurz darauf auf der anderen Seite. Jamal Willrich hatte den Ball gut behauptet und auf Jerome Leroy weitergeleitet. Der Kapitän hatte das Auge für Maxime Langner und dessen Schuss aus vollem Lauf schlug unmittelbar neben dem Pfosten zum 0:3 ein.

Nun wurde es ausgeglichener mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Spektakulär war dabei Tiptons Rettungstat gegen den Volley von Marco Rossak. Erst in der 68. Minute konnte Lukas Schütze seinen ersten Ball halten, der eingewechselte Ali Keles hatte abgezogen.

Mirko Marulli hatte eine Viertelstunde vor dem Ende schon zum Jubel angesetzt, doch der „Man of the Match“ lenkte auch diesen Schuss noch an den Pfosten. Im direkten Gegenzug parierte Schütze stark gegen Dzenis Hot, ehe Jamal Willrich auf 0:4 erhöhte. Er selbst bekannte hinterher: „Das war schon beabsichtigt. Entweder einer von uns kommt ran, oder der Ball fliegt in die lange Ecke.“ Von außen wirkte es eher so, als prallte sein Flankenball nach dem Aufsetzen gegen den Innenpfosten und dann hinter die Linie, aber sei's drum.

In der 81. Minute riss dann die Serie von Joshua Tipton. In seinem fünften Pflichtspiel für Optik kassierte er sein erstes Gegentor. So wie der Spielverlauf war, behaupten wir einfach mal, Josh hätte auch den Freistoß von Noah Kerstein pariert. Abgefälscht von der Mauer flog das Spielgerät jedoch zum 1:4 ins rechte Eck.

Victoria rannte weiter an, noch in der Schlussminute mussten Tipton und Yunus Solak mit vereinten Kräften einen Angriff vereiteln. Zu Ende ging dieses Achtelfinale mit einem weiteren Rathenower Tor. Ali Keles stand bei seinem schönen Kopfballtreffer jedoch hauchzart im Abseits.

Ingo Kahlisch: „Ein sehr ordentlicher Landesligist war mit uns in der ersten Halbzeit mindestens auf Augenhöhe. Mit ein Grund dafür war, dass wir nicht bereit waren, richtig dagegen zu halten. Erst mit dem von Maxime klasse vorbereiteten 2:0 konnten wir uns etwas absetzen. Nach längerer Zeit bin ich in der Halbzeitpause mal wieder richtig laut geworden. Das 3:0 war dann natürlich ein geiles Tor. Damit war Maxime Langner für mich heute einer der beiden Matchwinner. Zusammen mit Joshua Tipton natürlich. Unglaublich, was der Junge heute gehalten hat. Wir sind weiter, aber da ist noch sehr viel Luft nach oben. Ja, und jetzt geht`s auf ins nächste Wochenende gegen Makkabi.“

Das Viertelfinale findet noch in diesem Jahr statt, das Wochenende vom 13. – 15. November ist dafür vorgesehen.

Alle Achtelfinal-Begegnungen

Optik: Tipton – Donner (61. Diallo/G), Dogan, Solak, Saribas – Balonier (61. Aktürk), Leroy – Willrich (81. Benza Paca), Langner, Isik (61. Hot) – Sannoh (G/61. Keles)

Tore:
0:1 Arda Isik (36.)
0:2 Ousmane Sannoh (44.)
0:3 Maxime Langner (50.)
0:4 Jamal Chinedu Willrich (79.)
1:4 Noah Kerstein (81.)

GALERIE