PUNKTGEWINN BEI LICHTENBERG 47
Im Hans-Zoschke-Stadion legten die Lichtenberger mit viel Druck los. Das musste gleich nach zwei Minuten Josh Bateman spüren, der sich nur durch ein Foul mit anschließender Gelber Karte kurz vor dem eigenen Strafraum wehren konnte. Josh machte es wiederum besser nach zehn Minuten, als er nach einer Ecke aufs Tor köpfte. Der Ball konnte geklärt werden, den Nachschuss setzte Shpetim Xhaka knapp neben das Tor. Kurz danach hatte Bateman erneut die Möglichkeit als er nach einem abgewehrten Freistoß aus 18 Metern aufs Tor zog. Der Torwart hielt.
Ab der 20. Minute hatte Optik mehr Ballbesitz - eine gute Phase, denn die Ost-Berliner hatten kaum noch Tor-Möglichkeiten. In der 25 Minute, nach einem Angriff unserer Kicker über die rechte Seite, ertönte dann der Pfiff des Schiedsrichters Lukas Eichenberg. Er entschied auf Handspiel im Strafraum und Elfmeter für Optik. Justin Gerlach, als Kapitän, nahm sich den Ball und fasste sich ein Herz. Doch leider vergebens. Torwart Niklas Wollert hielt den Schuss und auch den Nachschuss.
Spätestens jetzt waren die über 700 Zuschauer im "Zoschke" wach. Das war natürlich bitter, denn eine bessere Möglichkeit eines Underdogs zur Führung wird man kaum bekommen. In der Folge konzentrierte sich Optik wieder auf die Defensive. Jeronimo Mattmüller von den 47ern köpfte nach einem Einwurf den Ball in die obere rechte Torecke, doch Simeon Hawwary war an diesem Abend stets zur Stelle. Es folgten noch ein Torschuss aus 20 Metern, ebenfalls durch Mattmüller und ein Eckball der Gastgeber, der im Gewühl fast über die Torlinie gedrückt werden konnte. Doch der Kasten blieb sauber, dann war Halbzeit.
Und auch mit Beginn der zweiten Halbzeit drückte Lichtenberg. Ein Volleyschuss von Carl-Leon Grundmann parierte Torwart Simeon Hawwary bemerkenswert. Eine intensive Partie mit vielen gelben Karten für den FSV war die Folge. Doch die Lichtenberger fanden keine Mittel, die Optiker Defensive wirksam zu knacken. Optik besann sich immer wieder auf schnelle Gegenstöße, aber auch ohne Erfolg.
Die Gastgeber hatten noch ein bis zwei Schuss-Möglichkeiten, die aber alles nichts einbrachten. Ein Schuss von Laurin Vogel ging fünf Minuten vor Schluss knapp am Optik-Gehäuse vorbei. Dann sollte eigentlich Schluss sein. Doch der Schiedsrichter ließ unglaubliche fünf Minuten nachspielen. Der Druck in der Folge durch die 47er war enorm, denn diese wollten unbedingt den Sieg, den sie auch brauchten, um in der Tabelle weiter am BFC Preussen dran zu bleiben. Doch die FSV-Defensive überstand auch diese Phase. Der Auswärts-Punkt war sicher und Optik belohnte sich im Gegensatz zur Vorwoche in Neustrelitz für eine erneut gute Leistung.
Ähnlich fällt das Fazit von Trainer Ingo Kahlisch aus: „Ein sehr aufregendes Spiel. Ich denke das war ein verdienter Punktgewinn. Am Schluss stand das Spiel auf Messers Schneide - sehr spannend. Einen Elfmeter verschossen, das ist natürlich bitter in der Situation, aber ich denke weiter gehts und am Ostermontag müssen wir gegen Dynamo Schwerin trotzdem gewinnen. Kein Spiel wird einfach in der Oberliga“.
Dem können wir uns nur anschließen und appellieren an jeden Rathenower, den Verein am Ostermontag im wichtigen Heimspiel zu unterstützen.
Aufstellung: Hawwary - Bateman (G.) - Solak (G.)- Camara (Vicente 79.) - Zie (G.; Nafilo 68.) - Rogero - Aktürk (G., Abal 79.) - Gerlach - Hinze (G.)- Donner - Xhaka
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 713
(
79.