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Oberliga 2024/2025

6. Spieltag, 22.09.2024

Eichholzbahn 116
13591 Berlin
SC Staaken FSV Optik Rathenow
3:2
Aufstellung:
Hawwary - Donner (74. Bateman), Gerlach, Nafilo (68. Zghal), ReichenbachGelbe Karte (74. ZieGelbe Karte) - Bae (59. Solak), Leroy, Vicente, XhakaRote Karte (33.) - Borkowski, RogeroGelbe Karte. Trainer: Ingo Kahlisch
Tore:
Jerome Leroy (16.), Jamal Rogero (80./Elfmeter)
Gegentore:
Stein (24.), Stein (45.+3), Flemming (81.)

Spielbericht:

OBERLIGA

UNNÖTIGE NIEDERLAGE IN STAAKEN

Beim SC Staaken unterliegt der FSV Optik mit 2:3 und rutscht auf den vorletzten Tabellenplatz.
Foto: Verein
Egal, mit wem man nach dem Abpfiff sprach, niemand konnte sich an eine derart unnötige Niederlage erinnern.

Abtasten war Fehlanzeige, es ging sofort in die Vollen. Nach 33 Sekunden hämmerte Shpetim Xhaka das Leder knapp drüber. Nachdem Sebastian Gigold für die Gastgeber kurz darauf ebenfalls nur knapp vorbei schoss, übernahm Optik die Initiative. Und das sehr eindeutig.

Pass Jerome Leroy auf Marcito Vicente, der völlig frei Torhüter Max Oberbach anschoss. Dann setzte sich Jonas Borkowski außen durch und legte quer auf Jerome - wieder allein vor dem Keeper, diesmal vorbei.

Das alles in der ersten Viertelstunde. Als die gerade um war, zeigte sich, wie wach Rathenow begann. Beim Rückpass der Staakener auf ihren Torwart setzte Jerome Leroy Oberbach unter Druck. Prompt verdribbelte der junge Keeper das Leder an Rathenows Kapitän, der zum 0:1 einschob.

Mit ihrer ersten Gelegenheit kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Beim FSV war das Zentrum viel zu offen, so dass Benjamin Stein ungehindert zum 1:1 abschließen konnte. Simeon Hawwary war sogar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Es war der Auftakt von zehn furchtbaren Minuten. Nach einem Zweikampf blieb Jakob Reichenbach mit stark blutender Nase liegen. Er signalisierte nach einer längeren Behandlung außerhalb des Spielfeldes zwar, es geht. Doch auf den Platz zurück, so sagt es die Regel, durfte er erst nach Begutachtung durch den Schiedsrichter, also bei Spielunterbrechung. Ob Shpetim Xhaka das im Sinn hatte? Der eigentlich doch erfahrene Akteur stieg im Anstoßkreis heftig gegen einen heimischen Spieler ein, was ihm glatt Rot und Optik eine Stunde Unterzahl einbrachte.

Das war erst einmal nicht zu sehen. Jonas Borkowski (Außennetz) und Jerome Leroy (Torhüter hält) versuchten es als nächste. Der nächste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite und das unmittelbar mit dem Pausenpfiff. Sieon Hawwary hatte einen Volleykracher von Timm Hytrek glänzend pariert. Die anschließende Ecke wurde nicht gut geklärt und Kwasi Boateng bei der erneuten Flanke in den Strafraum überhaupt nicht mehr gehindert. Dort stimmte dann die Zuordnung dermaßen nicht, es war unfassbar. Ausgerechnet Salomao Nafilo sollte Benjamin Stein, den längsten Akteur der Berliner, decken. Das Kopfballtor zum 2:1 war genauso mit Ansage, wie es unnötig war.

In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber durch Timm Hytrek, der komplett alleingelassen drüber köpfte, die erste klare Chance. Doch danach war Optik wieder gleichwertig und mit zunehmender Spieldauer trotz eines Mannes weniger sogar wieder überlegen. Staaken hielt robust dagegen, hatte am Ende sechs Gelbe und weit in der Nachspielzeit Gelb-Rot für Louis Guske auf dem Zettel.

So kam es zu einem Novum, noch nie verließen drei Kicker der FSV-Viererkette den Rasen vorzeitig. Während Salomao Nafilo wegen einer taktischen Umstellung ausgewechselt wurde, logisch bei knappem Rückstand, musste Nico Donner nach einem Foul runter. Und bei Jakob Reichenbach wurden Blutung und Schmerzen immer stärker, es ging einfach nicht mehr.

Eine der Verwarnungen des SC führte zum längst verdienten 2:2. Fabio Hackbarth brachte im Strafraum Marcito Vicente zu Fall. Den Elfmeter verwandelte Jamal Rogero. Der Jubel der Fans war noch nicht verklungen, da lagen die Gastgeber wieder vorn. Unglücklich vielleicht in der Entstehung, ein Pressschlag sorgte für den Flankenlauf von Kevin Flemming. Doch es folgte wieder etwas, was nur die Bezeichnung "völlig unnötig" verdiente. Der bis dahin so souveräne Simeon Hawwary lief weit aus dem Tor hinaus. Ohne jede Chance, Flemming noch zu erreichen, schoss dieser das Leder zum 3:2 ins verwaiste Tor.

Auch danach rannte Rathenow weiter an, auch in den fünf Nachspielminuten. Eine wirklich hochkarätige Möglichkeit ergab sich aber nicht mehr.

Bilder vom Spiel

Ingo Kahlisch: "So bedient wie heute war ich schon ewig nicht mehr. Die Art und Weise, wie wir dieses Spiel verlieren, tut nicht doppelt, die tut zehnfach weh. Jetzt haben wir uns in eine Situation gebracht, an die wir so nicht gedacht haben. Aber es ist so und das müssen wir nun so auch annehmen. Dass es schwer wird, klar, aber so...
Mit seiner Roten Karte hat Shpetim der Mannschaft natürlich einen Bärendienst erwiesen. Jetzt heißt es weiter ordentlich zu arbeiten. Es ist noch zu lösen, aber nur von uns selbst und nur als Gruppe. Wir müssen endlich anfangen Punkte zu sammeln, Woche für Woche und egal, gegen wen. Wenigstens eine positive Mitteilung habe ich. Jakob ist aus dem Krankenhaus raus. Er hatte Riesenglück, die Nase ist nicht gebrochen, sondern stark geprellt."


Optik: Hawwary - Nafilo (68. Zghal), Gerlach, Reichenbach (G / 74. Zie/G), Donner (74. Bateman) - Bae (59. Solak), Xhaka (33. R) - Vicente, Leroy, Borkowski - Rogero (G)

Tore:
0:1 Leroy (16.)
1:1 Stein (24.)
2:1 Stein (45.+3)
2:2 Rogero (80./FE)
3:2 Flemming (81.)