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Landespokal 2011/2012

2. Runde, 08.10.2011

SV Schwarz-Rot Neustadt FSV Optik Rathenow
1:4
Aufstellung:
Baitz - Baldes (45. Scholz), Coric, Delvalle, Tröger - CankayaGelbe Karte, Gündogdu, Hellwig, Tsiatouchas (79. Mpoutsis-Voutsis) - Kalan (57. Fikic), Turhan. Trainer: Ingo Kahlisch
Tore:
Leon Hellwig, Moris Fikic (2), Murat Turhan
Zuschauer:
199

Spielbericht:

SPIELBERICHT

MIT HALBER KRAFT EINE RUNDE WEITER

In einem schwachen Pokalkick hat der FSV Optik mit 4:1 beim SV Schwarz-Rot Neustadt gewonnen. Gegen den Landesligisten, der erhebliche Aufstellungssorgen und nur zwei Feldspieler auf der Ersatzbank hatte, genügte den Rathenowern eine allenfalls durchschnittliche Leistung für den Einzug ins Achtelfinale.
Auch wenn einige Schiedsrichterentscheidungen grenzwärtig waren, mit seinem Elfmeterpfiff in der 41. Minute lag Marco Schibull richtig: Hörster mäht Tsiatouchas deutlich hinter der Linie um.
In einem schwachen Pokalkick hat der FSV Optik mit 4:1 beim SV Schwarz-Rot Neustadt gewonnen. Gegen den Landesligisten, der erhebliche Aufstellungssorgen und nur zwei Feldspieler auf der Ersatzbank hatte, genügte den Rathenowern eine allenfalls durchschnittliche Leistung für den Einzug ins Achtelfinale.

Die Zeiten, als in Neustadt höherklassiger Fußball gespielt wurde, liegen schon einige Jahre zurück. Trotzdem tauchten in der Aufstellung für das Pokalspiel noch bekannte Namen auf: Marco Urner etwa, der einst bei Optik zum Regionalliga-Team gehörte oder Ronny Krapat, der bei den Schwarz-Roten mittlerweile auch als Trainer fungiert.

Optik war, wie kaum anders zu erwarten, vom Anpfiff weg die tonangebende Mannschaft. Nach der letzten schlechten Erfahrung gegen einen Landesligisten - in Schwedt ging der FSV in der Vorsaison sang- und klanglos mit 0:3 unter - wollten die Rathenower dieses Mal schnell für klare Verhältnisse sorgen. Vor allem Tröger machte über die linke Seite ordentlich Dampf und schlug immer wieder gefährliche Flanken vors Tor; vorne hatten Cankaya und Kalan erste gute Gelegenheiten.

Nach gerade mal 20 Minuten ging der Spielfaden bei Optik allerdings verloren, es gab kaum noch durchdachte Kombinationen und das Spiel über die Außen wurde komplett eingestellt. Ingo Kahlischs Weckruf: "Optik, mehr machen! Das ist zu wenig!", verhallte ungehört.

Auch die Gastgeber merkten, dass gegen Optik heute eventuell etwas gehen könnte und trauten sich nun mehr zu. Viel mehr als eine halbe Chance in der 23. Minute, als Optik-Torhüter Baitz gerade noch vor Döbbelin retten konnte, sprang allerdings nicht heraus. Die besseren Chancen hatte nach wie vor der Oberligist, scheiterte aber, wie Ingo Kahlisch später beklagte, "teilweise kläglich". Das Führungstor fiel schließlich durch einen Elfmeter. Hörster hatte Optiks Tsiatouchas hinter der Strafraumgrenze umgemäht und Schiedsrichter Marco Schibull zeigte folgerichtig auf den Punkt. Turhan verwandelte sicher.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel stellte Hellwig mit dem 0:2 nach Doppelpass mit Cankaya die Weichen endgültig auf Sieg. In der 54. Minute hätte Scholz, der für den blass gebliebenen Baldes kam, erhöhen können, allerdings stand Mannschaftskollege Tsiatouchas unglücklich im Weg und "rettete" auf der Torlinie. Fünf Minuten später dann trotzdem das 0:3: der kurz zuvor eingewechselte Fikic köpfte eine Flanke von Delvalle ein. Quasi im Gegenzug verkürzten die Gastgeber durch Döbbelin auf 1:3.

Wirkliche Spannung wollte allerdings nicht mehr aufkommen. Auch weil die Neustädter konditionell extrem abbauten und sich nur noch durch Foluspiele zu helfen wussten, oftmals am Rande des Erlaubten. Ingo Kahlisch monierte hinterher, er hätte sich gewünscht, dass die Spieler durch den Unparteiischen besser geschützt worden wären. Den 1:4-Endstand besorgte in der 76. Minute abermals Fikic nach einer Ecke. Das Ergebnis hätte danach bei weiteren Hochkarätern durch Fikic, Turhan und Gündogdu noch ausgebaut werden können, allerdings fehlte hier, wie im gesamten Spiel, die nötige Konzentration.

Ingo Kahlisch war denn nach dem Spiel auch alles andere als zufrieden: "Mit der Lesitung meiner Mannschaft bin ich heute nicht einverstanden. Wir sind zwar in der nächsten Runde, das ist das Wichtigste, aber ich denke, wir können viel mehr. Das schnelle Spiel, das uns auszeichnet, haben wir heute nicht gezeigt. Man kann natürlich nicht 30 Spiele in der Saison mit hundert Prozent spielen. Heute haben wir hier mit 50 Prozent gewonnen. Alles andere werten wir am Montag intern aus." (N.R.)

Tore:
0:1 Turhan (42./Foulelfmeter)
0:2 Hellwig (50.)
0:3 Fikic (59.)
1:3 Döbbelin (60.)
1:4 Fikic (76.)

Aufstellung: Baitz - Baldes (45. Scholz), Coric, Delvalle, Tröger - Hellwig, Cankaya (G), Tsiatouchas (79. Mpoutsis-Voutsis) - Kalan (57. Fikic), Turhan, Gündogdu