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OBERLIGA

5:0-HEIMSIEG GEGEN ANKER WISMAR

Nach zwei Partien ohne eigenen Treffer lässt es der FSV Optik gegen Anker Wismar so richtig krachen.
Yunus Solak im Zweikampf mit Wismars John Lukas Sauer. Foto: Michel Grabowski
„Na klar ist das ein schöner Geburtstag, wenn man gewinnt und dabei selbst auch noch trifft.“ Der lächelnde Salih Aktürk stand sinnbildlich für eine Mannschaft, die diesen Namen am Samstag wirklich verdiente.

Bereits am Vormittag setzte in Rathenow Regen ein, dazu kam ein starker und kalter Wind. So war beim Anpfiff nur eine Minuskulisse von 110 Zuschauern im Stadion. Die bekamen anfangs nicht viel zu sehen, mussten aber genau hinsehen. Optik in Rot-Weiß, Anker in Weiß-Rot - das wurde in einigen Situationen unübersichtlich.

Sieht man von einem Schuss von Janis Meyer gleich zu Beginn ab, lassen sich die ersten 20 Minuten wohl am besten mit: „Das Spiel passte sich den Witterungsbedingungen an“ umschreiben. Mit nachlassendem Niederschlag wurde es intensiver. Vor allem Optik investierte mehr in die Offensive.

Nach Flankenlauf von Ousmane Sannoh klärte Marcel Kohn gerade noch vor dem einschussbereiten Dzenis Hot. Abschlüsse von Ali Keles, Jerome Leroy und Rojan Saribas verfehlten das Ziel, ehe Ousmane Sannoh seine Farben kurz vor dem Pausenpfiff mit dem 1:0 erlöste. Nicht rausgespielt, sondern regelrecht reingekämpft wurde die Führung, im dritten Nachschuss brachte Ousmane den Ball über die Linie.

Direkt nach Wiederbeginn hätte Sannoh nachlegen können. Ganz frei lief er auf Torhüter Til Schreck zu, schob das Leder dann dem Keeper in die Handschuhe. In einem immer umkämpfter werdenden Match gewann der FSV vor allem wegen konditioneller Überlegenheit mehr und mehr ein Übergewicht. Aus dem Spiel heraus kreierte Wismar keine echte Chance. Und bei den beiden gefährlichen Freistößen von John Lukas Sauer (68.) und Niklas Jakob Lawrenz (78.) zeigte sich Simeon Hawwary auf dem Posten.

Da hatte Rathenow die Führung aber bereits ausgebaut. Nach einer Stunde gab es die einzige Ecke für die Gastgeber. Scharf hereingebracht von Maxime Langner, stand Dzenis Hot am kurzen Pfosten und köpfte präzise zum 2:0 in die lange Ecke. Fünf Minuten später wurde Salih Aktürk im Strafraum von Nils Schulz zu Fall gebracht. Nach dem verschossenen Elfer vor 14 Tagen drehte sich Ingo Kahlisch lieber weg. Das hätte er nicht machen brauchen, Salih selbst verwandelte zum 3:0.

Ganz zum Ende hin wirkten die Hafenstädter stehend k.o. Beim 4:0 entwischte Rojan Saribas allen Bewachern und legte ab auf Maxime Langner. Dessen Schuss fand ebenso den Weg ins Tor wie der von Arda Isik in der Schlussminute. Für das 5:0 verdiente sich Langner den Scorerpunkt - stark wie er den Zweikampf gewann und dann auf links davon stiefelte.

Nach dem Abpfiff gab es für die Sieger noch eine ausgiebige Abklatschrunde. Die hatte sich das Team, in dem einer für den anderen kämpfte, redlich verdient.

Ingo Kahlisch: „An ein 5:0 kann ich mich lange nicht erinnern. Das war mal wieder schön für alle, die zum FSV Optik halten. Heute können wir uns alle über den verdienten Sieg freuen. Nun haben wir 13 Punkte für den Klassenerhalt und fahren nächste Woche nach Rostock, um auch dort etwas zu holen.“

Optik: Hawwary – Diallo (85. Dogan), Solak, Reichenbach, Saribas – Aktürk, Leroy (G/85. Balonier) – Keles (85. Isik), Langner(G), Hot (79. Donner) – Sannoh (79. Zdep)

Tore:
1:0 Ousmane Sannoh (44.)
2:0 Dzenis Hot (60.)
3:0 Salih Aktürk (65.)
4:0 Maxime Langner (88.)
5:0 Arda Isik (90.)

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