FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

WIEDER EIN AUSWÄRTSSIEG

Im letzten Auswärtsspiel der Saison gewann Optik Rathenow beim SV Altlüdersdorf mit 2:1. Erstmals in der Rückrunde siegte der FSV trotz eines Gegentores. Zu Beginn war das Spiel wie das Wetter. Warm, windstill, mit wenig Bewegung. Nur ein Solo von Dejan Kalan, bei dem der Rathenower den Abschluss vergaß, sorgte für Aufregung.

Jerome Leroy besorgte in der 71. Minute den 2:1-Siegtreffer. Foto: Archiv

Im letzten Auswärtsspiel der Saison gewann Optik Rathenow beim SV Altlüdersdorf mit 2:1. Erstmals in der Rückrunde siegte der FSV trotz eines Gegentores. Zu Beginn war das Spiel wie das Wetter. Warm, windstill, mit wenig Bewegung. Nur ein Solo von Dejan Kalan, bei dem der Rathenower den Abschluss vergaß, sorgte für Aufregung.

Besser war es in der 15. Minute, als Dejan nach sehr guter Vorarbeit von Ekin Gündogdu zum 0:1 traf. Die ersten Möglichkeiten für den SVA, bei denen Trainer Hans Oertwig überraschend seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hatte, gab es für Till Wedemann. Erst scheiterte er an Felix Baitz, dann brachte er das Kunststück fertig, nach einem Missverständnis zwischen Keeper und Verteidiger aus vielleicht einem Meter das Leder nicht ins Tor zu schieben.

Die Chancen häuften sich auf beiden Seiten. Nach Vorarbeit von Vincenzo Ferrera hatte Leon Hellwig das zweite Tor auf dem Fuß, verzog aber knapp. Nach einer halben Stunde zog Schiedsrichter Jan Seidel aus Hennigsdorf, der hüben wie drüben zahlreiche unverständliche Entscheidungen traf, den Unmut der Rathenower auf sich. Dejan Kljajic und Patrik Scholz lieferten sich einen fairen Zweikampf. Beim anschließenden Schussversuch fiel der SV-Angreifer hin. Obwohl der Assistent sofort auf "weiterspielen" deutete, pfiff der Referee Elfmeter. Die alte Fußballregel sagt, der Gefoulte soll nicht selbst schießen. Da hier aber niemand gefoult wurde, schnappte sich Kljajic den Ball und traf zum 1:1. Danach passierte bis zur Pause nichts mehr.

Nach dem Wechsel registrierten die 270 Zuschauer, darunter 30 Rathenower Fans, je eine Chance. Erst in den letzten 20 Minuten wurde es wieder interessant. In der 71. Minute erzielte Optik den Siegtreffer. Dejan Kalan scheiterte völlig freistehend an Selvedin Begzadic, aber Jerome Leroy versenkte den Abpraller per Kopf zum 1:2. Rechnet man alle Punkt-, Pokal- und Testspiele zusammen, war es das 100. Saisontor der Rathenower!

Kurz darauf Leon Hellwig im Konter - knapp daneben. Auf der anderen Seite nochmal Till Wedemann. Auch er zielte schlecht. In der Schlussphase erst ein Heber von Ekin Gündogdu über die Latte, und beim Versuch von Daniel Pfefferkorn rettete Mike Frank für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie. In der Nachspielzeit flog noch ein Schuss aus spitzem Winkel von Daniel Milovanovic am Tor vorbei. Dann kam der Abpfiff, Schluß war allerdings noch nicht. Leider ließ sich Altlüdersdorfs Ibrahima Sory Cisse zu einer üblen Tätlichkeit hinreißen, wofür er glatt Rot bekam. Dann endlich konnte sich die Mannschaft bei den Fans für die Unterstützung bedanken. (D.N.)

Tore:
0:1 Kalan (15.)
1:1 Kljajic (30./FE)
1:2 Leroy (71.)

Aufstellung: Baitz - Müller (G/62. Cankaya), Delvalle Silva, Scholz, Tröger - Leroy, Hellwig (84. Puhlmann) - Ferrera (66. Pfefferkorn), Wilcke, Kalan - Gündogdu

Stimmen zum Spiel:
Hans Oertwig: Optik war 23 Minuten klar besser. Dann hatten wir vier Tausendprozenter. In der zweiten Hälfte hatten wir weitere Möglichkeiten, ehe wir nach etwa 65 Minuten den Faden verloren. So hat Optik nach hinten raus vielleicht etwas glücklich gewonnen.

Ingo Kahlisch: Es war ein für die Zuschauer interessantes Spiel, bei dem es viel hoch und runter ging. Die erste Hälfte hat mir gut gefallen, wir hätten nur das zweite Tor machen müssen. Dann kam der SVA auf. Nach dem Wechsel war es nicht mehr ganz so gut, aber die Partie lebte von der Spannung.