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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

AUFGESTANDEN UND EINEN PUNKT ERKÄMPFT

In einem aufregenden, am Ende fast dramatischem Spiel, erkämpfte Optik Rathenow gegen den BFC Dynamo nach zweimaligem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden. Dabei schien der Drops bereits nach zehn Minuten und zwei fatalen Rathenower Abwehrfehlern gelutscht zu sein...

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Dejan Kalan traf in der 67. Minute zum umjubelten 3:3-Ausgleich.

In einem aufregenden, am Ende fast dramatischem Spiel, erkämpfte Optik Rathenow gegen den BFC Dynamo nach zweimaligem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden. Dabei schien der Drops bereits nach zehn Minuten und zwei fatalen Rathenower Abwehrfehlern gelutscht zu sein...

Am Anfang spielten nur die Berliner. Bereits nach sechs Minuten nutzten sie ihre erste Möglichkeit zur Führung. Die Rathenower Hintermannschaft bekam den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone und Norbert Lemcke, der wegen seiner langen Beine etwas schlaksig aussah, aber ein hervorragendes Spiel ablieferte, spitzelte ihn ins Eck. Drei Minuten später war es erneut Lemcke, der auf 0:2 erhöhte. Vorausgegangen war ein Pass von Matthias Steinborn, bei dem die gesamte Optik-Abwehr inklusive Schlussmann erneut nicht gut aussah.

Danach stand der BFC etwas tiefer und Optik durfte auch am Spiel teilnehmen. Erste Gelegenheiten hatten Dejan Kalan (14., abgeblockt) und Daniel Pfefferkorn (19., aus spitzem Winkel neben das Tor). In der 24. Minute keimte etwas Hoffnung unter den Heimfans. Dejan Kalan hatte Daniel Pfefferkorn mit einem Diagonalpass geschickt. Nur mit unfairen Mitteln konnte „Pfeffer“ von Alexander Rahmig an der Ballannahme gehindert werden. Da dies im Strafraum geschah, entschied Schiedsrichter Andreas Becker aus Kritzmow auf Strafstoß, den Patrik Scholz sicher verwandelte.

Doch am Spiel änderte sich wenig. Der BFC spielte einfacher, genauer und gewann mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Optik sah nur dann gut aus, wenn das spielerische Element auch zur Geltung kam. Zu allem Überfluss stellte Matthias Steinborn mit einem Kopfball (39.) nach einem Freistoß den alten Abstand wieder her.

In der Kabine musste Ingo Kahlisch die richtigen Worte gefunden haben. Die Hauptstädter wurden in die eigene Hälfte gedrängt. Sie agierten fast ausschließlich mit langen Bällen und konnten nur noch auf Konter lauern. Optik kämpfte und wurde dafür belohnt. In der 52. Minute spielte Dejan Kalan halbhoch zu Ekin Gündogdu, der nahm das Leder direkt - der 2:3-Anschluss.

Sechs Minuten später rutschte Tormann Nico Hildebrandt ein Schuss von Daniel Pfefferkorn über die Handschuhe und von dort auf die Lattenoberkante. Und nach einer Stunde bekam Andre Zielke bei seinem Kopfball nach einer Ecke zu wenig Druck hinter den Ball, so dass Hildebrandt halten konnte.

Doch in der 67. Minute fiel der Ausgleich: Diesmal war es die BFC-Abwehr, die den Ball nicht rausbekam. Dejan Kalan fasste sich ein Herz und zog volley mit vollem Risiko ab. Erst danach konnte sich Dynamo vom Druck etwas befreien und versuchte wie auch der FSV zum Sieg zu kommen. Doch keiner Seite gelang mehr etwas Zählbares, so dass es am Ende eine gerechte Punkteteilung gab. (R.L.)

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Tore:
0:1 Lemcke (6.)
0:2 Lemcke (9.)
1:2 Scholz (24./FE)
1:3 Steinborn (39.)
2:3 Gündogdu (52.)
3:3 Kalan (67.)

Aufstellung: Sengespeick – Aslan (G / 60. Müller), Gouhari, Zielke, Becker (55. Tröger) – Leroy, Wilcke – Kalan, Scholz, Pfefferkorn – Gündogdu

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Heiko Bonan: „Ich bin natürlich unzufrieden. Wenn wir auswärts 2:0 führen, müssen wir das auch nach Hause bringen. Immer, wenn der Gegner eine Schippe drauflegt, lassen wir uns den Schneid abkaufen. Diese Mentalität hat man als Spieler oder nicht. Ich kann sie ihnen nicht einpflanzen.“

Ingo Kahlisch: „Ein sehr interessantes Oberligaspiel, das beiden Trainern an die Nerven gegangen ist. Katastrophal waren bei uns die Gegentore. Damit kann ich nicht zufrieden sein. Aber zufrieden bin ich damit, dass wir gegen eine ordentliche Oberligamannschaft noch 3:3 gespielt haben. Wir müssen lernen, cleverer und einfacher zu spielen. Die Moral ist intakt. Wir haben leidenschaftlich gekämpft und uns den Punkt verdient. Ekin Gündogdu ist wieder auf dem Weg, ein wichtiger Spieler für uns zu werden.“