FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

OPTIK WEITER IM FORMTIEF

Es bleibt dabei - den FSV haben alle guten Fußballgeister verlassen. Nicht nur dass die Mannschaft zweifellos ein Formtief hat. Es läuft auch noch alles schief, was schief laufen kann. So auch bei der heutigen 0:2-Niederlage in Lichtenrade. Die Bilanz nach einem erneut schwachen Spiel: wieder ein verschossener Elfmeter, dazu zwei Platzverweise und eine gebrochene Nase inklusive Gehirnerschütterung.

71. Minute: Daniel Pfefferkorn scheitert im Nachschuss mit seinem schwächeren linken Fuß an Dennis Rahden.

Es bleibt dabei - den FSV haben alle guten Fußballgeister verlassen. Nicht nur dass die Mannschaft zweifellos ein Formtief hat. Es läuft auch noch alles schief, was schief laufen kann. So auch bei der heutigen 0:2-Niederlage in Lichtenrade. Die Bilanz nach einem erneut schwachen Spiel: wieder ein verschossener Elfmeter, dazu zwei Platzverweise und eine gebrochene Nase inklusive Gehirnerschütterung.

Bereits in der ereignislosen Anfangsphase zeigte sich, dass die abstiegsbedrohten Berliner alles geben würden, um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Die erste echte Gelegenheit bot sich jedoch den Rathenowern, bei denen wegen der derzeitigen Personalnot Torhüter Martin Sengespeick als Feldspieler auf der Wechselbank saß, in der 21. Minute. Benjamin Wilcke war lang geschickt worden und in den Strafraum eingedrungen. Attackiert und von Marco Weller zu Fall, gebracht blieb Schiedsrichter Lukas Taugerbeck aus Dresden keine Wahl, als sofort auf Elfmeter zu entscheiden. Kapitän Patrik Scholz übernahm die Verantwortung, konnte Tormann Dennis Rahden aber nicht verladen, so dass der den Ball abwehren konnte.

Sieben Minuten später ein Ballverlust im Mittelfeld und schnell auf Konter umschaltende Gastgeber. Dennis Dort schoss hart und platziert ins lange Eck zur Führung ein. Danach passierte zwischen den Toren wenig. Lichtenrade agierte robuster und einsatzfreudiger. So ging es verdient mit 1:0 in die Pause.

Eine unschöne Aktion gab es Sekunden vor dem Pausenpfiff. Bei einem Luftduell bekam Sasan Gouhari, der übrigens entgegen anders lautenden Zeitungsberichten bereits im März sein Verbleiben zugesagt hat, einen Ellenbogen ins Gesicht gerammt und verletzte sich so schwer, dass er mit einer Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Aus den Kabinen kam der FSV mit mehr Engagement und erarbeitete sich ein leichtes optisches Übergewicht. Möglichkeiten erspielte sich indes kein Team. Die Entscheidung nahte dann in der 61. Minute. Der Schiedsrichter, der sich dem eher schwachen Niveau der Partie angepasst hatte, ahndete ein Foul von Benjamin Wilcke mit dessen zweiter Gelben Karte, was vorzeitiges Duschen bedeutete. Und fünf Minuten darauf wollte Taugerbeck einen Tritt von Alper Korkut an Torwart Dennis Rahden gesehen haben, was eine glatt Rote Karte nach sich zog.

Mit zwei Mann in Unterzahl machte Rathenow das, was man erwarten konnte: Es wurde gefightet. Und in der 71. Minute gab es auch noch die große Gelegenheit zum Ausgleich: Anil Aslan spielte Daniel Pfefferkorn frei, der jedoch zweimal am großartig reagierenden Rahden scheiterte. So fiel sechs Minuten vor dem Ende die endgültige Entscheidung. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld war Dennis Wegner auf und davon. Letztlich umspielte er noch Felix Baitz und netzte zum 2:0 ein.

Trainer Ingo Kahlisch hatte ein mäßiges Spiel mit einem insgesamt verdienten Sieger gesehen. „Jetzt geht es um einen ordentlichen Abschluss im letzten Spiel gegen Greifswald“, zeigte er sich nach der neuerlichen Pleite gefasst. Diese Partie steigt am kommenden Samstag um 14 Uhr. Am Vogelgesang sind etliche Aktionen wie beispielsweise eine Tombola, Musik usw. geplant.

Aufstellung: Baitz – Leroy, Sasan Gouhari (46. Seelisch), T. Lettow (G) – Aslan, Scholz (G), Wilcke (G / 61. GR), Jaballah (49. Korkut / 66. Rot), Müller – Kalan, Pfefferkorn