FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

STIMMUNG IM KELLER

Grauer Himmel, Zuschauerminusrekord und 90-minütiger Dauerregen. Die Szenerie am Vogelgesang passte zu einem trostlosen Fußballnachmittag, der mit einer 2:4-Niederlage und dem mittlerweile 28. Gegentor der Rückrunde endete. In der gesamten Hinrunde gab es wohlgemerkt nur halb so viele Gegentreffer. Ingo Kahlisch blieb letztlich nur, sich bei den Zuschauern zu entschuldigen und trotz der herben Enttäuschung den Blick nach vorne zu richten.

Grauer Himmel, Zuschauerminusrekord und 90-minütiger Dauerregen. Die Szenerie am Vogelgesang passte zu einem trostlosen Fußballnachmittag, der mit einer 2:4-Niederlage und dem mittlerweile 28. Gegentor der Rückrunde endete. In der gesamten Hinrunde gab es wohlgemerkt nur halb so viele Gegentreffer. Ingo Kahlisch blieb letztlich nur, sich bei den Zuschauern zu entschuldigen und trotz der herben Enttäuschung den Blick nach vorne zu richten.

In der Anfangsphase sorgten nur beiderseitige Rückpässe für Gefahr. Der erste gute Torschuss war ein Freistoßhammer von Sasan Gouhari, den Alexander Schostock gut parierte. Die erste Gästechance hatte Christian Rauch, der allerdings aus klarer Abseitsposition allein auf Martin Sengespeick zulief, diesen aber nicht überwinden konnte. Nach einer halben Stunde lag der FSV plötzlich mit 1:0 vorn. Einen Schuss von Daniel Pfefferkorn fälschte Marcel Hass unhaltbar ab. Dabei blieb es bis zur Pause, da Till Wedemann auf der einen sowie Christian Rauch und Toni Knöfel auf der anderen Seite vergaben.

Fünf Minuten nach dem Wechsel konnte Martin Sengespeick einen Kopfball von Andre Thomas mit einer Klasseparade über die Latte lenken. Bei der nächsten Aktion war er machtlos. Schiedsrichter Marcel Riemer aus Eisenhüttenstadt schrieb den Ausgleich Ricardo Franke zu, tatsächlich war es wohl eher ein Eigentor von Patrik Scholz.

Wie so oft in letzter Zeit ging beim FSV die taktische Grundordnung damit verloren. Leicht und locker erspielten sich die Gäste das 1:2 in der 57. Minute. Christian Rauch lief rechts durch, legte quer auf Dennis Kutrieb und dieser schob ein. Positiv anzumerken ist, dass im Gegensatz zur Vorwoche diesmal ein Aufbäumen erkennbar war. So kamen die Rathenower durch Dogukan Topuz' Kopfball nach gut einer Stunde zum 2:2, wenn man auch zugeben muss, dass der Treffer mit freundlicher Unterstützung des Gästekeepers zustande kam.

Danach hätten Till Wedemann und Dejan Kalan sogar für die Führung sorgen können. Aber ein Doppelpass genügte, und es stand 2:3. Torschütze war erneut Dennis Kutrieb. Derselbe Spieler sorgte in der 78. Minute auch für das 2:4. Kutrieb hatte Christian Rauch steil geschickt. Martin Sengespeick, Optiks bester, kam einen Schritt zu spät und so gab es Strafstoß.

Die selbe Entscheidung fällte der Unparteiische drei Minuten später auf der anderen Seite. Der gerade eingewechselte Jan Streisel wurde von Ricardo Franke im Strafraum zu Boden gerissen. Den Schuss von Andre Zielke hielt Alexander Schostock. Es lief einfach nichts. Aber wenigstens gaben die Gastgeber nicht auf. Till Wedemann traf noch einmal den Pfosten, Dejan Kalan sogar ins Netz. Dieser Treffer zählte wegen Abseits nicht. So blieb es bei der bitteren Niederlage. (D.N.)

Aufstellung: Sengespeick (G) – Leroy, Sasan Gouhari, Seelisch – Aslan, Wilcke (66. Zielke), Scholz, Jaballah (80. Streisel) – Topuz (G / 66. Kalan) – Wedemann (G), Pfefferkorn

Tore:
1:0 (29.) Pfefferkorn (Schuss aus der Drehung, abgefälscht)
1:1 (51.) Franke (Flanke, die Scholz ins eigene Netz lenkt)
1:2 (58.) Kutrieb (Konter)
2:2 (63.) Topuz (Kopfball)
2:3 (71.) Kutrieb (Konter)
2:4 (79./FE) Kutrieb (Sengespeick an Rauch)

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Volker Löbenberg: „Ich bin traurig - nicht über den Sieg, aber die Leistung kommt drei Tage zu spät. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit die größere Anzahl an Chancen. Nach dem Wechsel kamen auch gute Kombinationen dazu. Positiv für mich, dass wir nach dem Geschenk zum 2:2 nochmal zurückgekommen sind. Insgesamt war es ein verdienter Sieg. Aber die Luft ist raus, es war für die Galerie.“

Ingo Kahlisch: „Ich muss mir überlegen, mit wem wir in die nächste Saison gehen. Das habe ich den Spielern auch gesagt. Es ist beängstigend, wie viele Gegentore wir im Moment schlucken. Wir wollen immer Wunderfußball spielen und stehen hinten offen wie ein Scheunentor. Die taktische Disziplin ist uns völlig abhanden gekommen. Ich möchte mich bei allen Zuschauern entschuldigen, die heute bei diesem Wetter ins Stadion gekommen sind. Aber es nützt ja nichts. Wir müssen wieder aufstehen und versuchen, die letzten beiden Spiele ordentlich zu bestreiten.“