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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

HINTEN RAUS FEHLTE DIE ENERGIE

Beim Vorhaben, den Tabellenführer Cottbus etwas zu ärgern, ging dem FSV Optik heute die Puste aus. Nach einer tadellosen ersten Halbzeit und der verdienten 1:0-Führung durch Aslan mussten die Rathenower am Ende eine 1:2-Niederlage hinnehmen. "Man hat heute genau gesehen, was uns fehlt, um konstant an der Spitze mitzuspielen", so Ingo Kahlisch.

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Dejan Kalan bereitete das 1:0 mustergültig vor und vergab in der zweiten Halbzeit eine Riesengelegenheit zur 2:1-Führung

Beim Vorhaben, den Tabellenführer Cottbus etwas zu ärgern, ging dem FSV Optik heute die Puste aus. Nach einer tadellosen ersten Halbzeit und der verdienten 1:0-Führung durch Aslan mussten die Rathenower am Ende eine 1:2-Niederlage hinnehmen. "Man hat heute genau gesehen, was uns fehlt, um konstant an der Spitze mitzuspielen", so Ingo Kahlisch.

Ohne großes Abtasten begannen beide Teams offensiv. Dabei hatten die Lausitzer mehr Ballbesitz, gefährlicher waren aber die gut stehenden Rathenower. Erste Aufreger waren ein Freistoß von Patrik Scholz, den Mathias Lettow ganz knapp verpasste, und ein Lupfer von Dawid Krieger, der am langen Pfosten vorbeiging. In der 17. Minute ging Optik mit 1:0 in Führung. Nach starker Vorarbeit von Dejan Kalan war Anil Aslan mit einem Kopfball, der unmittelbar neben dem Pfosten einschlug, erfolgreich.

Im Gegenzug hätte der Ausgleich fallen müssen. Krieger war zwar schon an Martin Sengespeick vorbei, scheiterte aber am auf der Linie stehenden Mathias Lettow, den Nachschuss setzte Marc Zimmermann an die Latte. Die Partie blieb interessant. So prüfte Marten Müller nach einer halben Stunde Marvin Gladrow im Energie-Gehäuse. Auch der Spitzereiter kam nochmal gefährlich nach vorn. Beim Kopfball von Marc Zimmermann war Martin Sengespeick auf dem Posten.

Kurz nach der Pause das 1:1: Christopher Wright hob den Ball von der Strafraumgrenze genau unter die Latte. "Wäre ich doch nur ein paar Zentimeter größer, dann wäre das nicht passiert", ärgerte sich Optiks Schlussmann Martin Sengespeick anschließend. In der 51. Minute die einzige hässliche Szene des Spiels. Kai Hempel beging eine Tätlichkeit an Till Wedemann. Da dies im Rücken des gut leitenden Schiedsrichter Enrico Barsch aus Wismar geschah, blieb die Aktion ungeahndet. Fortan war Hempel jedoch der „Buhmann“ bei den gut 300 Zuschauern.

Wenig später die große Möglichkeit zur erneuten Führung: Nachdem Sengespeick einen Kopfball von Wright pariert hatte, leitete sein Abschlag einen Konter ein. Dejan Kalan lief allein auf Marvin Gladrow zu, kam aber nicht am ihm vorbei.

Nach etwa einer Stunde wurden die körperlichen Vorteile der Gäste augenscheinlich. Optik wurde nun mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrückt. Zwar probierte es Marten Müller noch einmal mit einem Direktschuss (drüber), aber das Chancenplus lag nun bei Energie. Gegen den Freistoßhammer von Nils Miatke reagierte Martin Sengespeick prächtig und auch im Duell mit dem auf ihn zustürmenden Robert Rudnik blieb Martin Sieger.

In der 78. Minute machte Rudnik aber doch sein Tor. Nach einem Eckball bekam die FSV-Abwehr das Leder nicht aus dem Strafraum. Aus Nahdistanz traf der beste Torschütze des Tabellenführers zum 1:2. In der Nachspielzeit trafen die Havelländer im Anschluss an einen Freistoß noch einmal ins Netz. Die Fahne des Assistenten war da aber bereits oben; der Treffer zählte nicht. So blieb es beim Sieg der Zweitligareserve. (D.N.)

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Tore:
1:0 Aslan (17.)
1:1 Wright (47.)
1:2 Rudnik (78.)

Aufstellung: Sengespeick – Leroy (G), Sasan Gouhari, M. Lettow – Aslan, Jaballah (81. Saman Gouhari), Scholz, T. Lettow (G), Müller (81. Puhlmann) – Kalan (81. Topuz), Wedemann

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Detlef Ullrich: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich wusste, dass es hier ganz, ganz schwer wird. Nach gutem Beginn konnten wir Disziplin und Ordnung nicht so halten, wie wir es vor hatten. Zudem waren wir schlampig im Abschluss. In der zweiten Halbzeit war es ein anderes Spiel. Wir waren nun aktiver. Dennoch waren es am Ende die bisher am schwersten erkämpften drei Punkte.“

Ingo Kahlisch: „In der ersten Halbzeit waren wir fußballerisch sehr, sehr gut. Es hat Freude gemacht, den Jungs zuzusehen. Nach dem Wechsel wurde aber auch deutlich, was uns zu einer Spitzenmannschaft fehlt. Ohne einen Vorwurf daraus zu machen, sah man, dass einige aus beruflichen Gründen nur ein- oder zweimal trainieren können. Daraus ergaben sich athletische Probleme, durch die der Gästesieg nach hinten raus in Ordnung ging.“