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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

RASSIGES DERBY ENDET 1:1-UNENTSCHIEDEN

In einem umkämpften und rassigen Derby hat der FSV Optik beim BSC Süd 05 ein 1:1 über die Zeit gebracht. Nach einer taktisch starken Vorstellung in der ersten Halbzeit und der verdienten 1:0-Pausenführung durch Wedemann waren es nach dem Seitenwechsel die Gastgeber, die den Ton angaben. Bilder vom Spiel >>

Alles Diskutieren von Kapitän Scholz nutzte nichts. Nach einem Foul an seinem ehemaligen Teamkollegen Sven Becker musste Andre Zielke mit Gelb-Rot vom Platz.

In einem umkämpften und rassigen Derby hat der FSV Optik beim BSC Süd 05 ein 1:1 über die Zeit gebracht. Nach einer taktisch starken Vorstellung in der ersten Halbzeit und der verdienten 1:0-Pausenführung durch Wedemann waren es nach dem Seitenwechsel die Gastgeber, die den Ton angaben.

Nachdem Zielke nach einem Foul am Ex-Rathenower Becker zum Unmut des Rathenower Anhangs mit Gelb-Rot vom Platz musste, geriet der FSV vor einer stimmungsvollen Kulisse zunehmend unter Druck und musste schließlich den Ausgleich durch Rene Görisch hinnehmen, der nach einer starken Parade des besten Rathenowers, Martin Sengespeick, per Abstauber erfolgreich war.

Am Ende kann Optik mit dem Unentschieden wohl dennoch ganz gut leben. Zwar war nach der überzeugenden ersten Halbzeit, in der Topuz noch das 2:0 auf dem Fuß hatte, ein Sieg in greifbarer Nähe, doch nach dem Platzverweis und der darauf folgenden Aufholjagd der Südler muss man anerkennen, dass auch die Brandenburger sich den Punkt verdient hatten. (N.R.)

Spielbericht:

Den besseren Start hatten die Brandenburger. Bereits nach fünf Minuten musste Sasan Gouhari vor Rene Görisch klären. Die folgende Ecke köpfte Tom Mauersberger, doch Martin Sengespeick parierte. Danach übernahm Optik die Partie. Doch da Süd hinten kompakt stand und auf Konter lauerte, durfte der FSV nicht zu offensiv agieren. Erste Aktionen hatten Sasan Gouhari (Freistoß 8.) und Dogukan Topuz, der von Till Wedemann in der neunten Minute per Kopfballablage geschickt, nicht an Conny Wieland vorbeikam.

In der 17. Minute dann die Führung für Rathenow: Dogukan Topuz legte nach rechts auf Till Wedemann ab. Der setzte sich gegen seinen Mitspieler durch und passte in die Mitte und dort landete der Ball, abgefälscht von Tom Mauersberger, im Netz der Brandenburger. Im Anschluss kontrollierte der FSV das Spiel. Till Wedemann zwang Conny Wieland in der 34. zu einer Parade. Die Flanke von Andre Zielke in der 41. Minute auf Till Wedemann geriet etwas zu kurz. Die beste Chance hatte Dogukan Topuz eine Minute später, nachdem er von Patrik Scholz angespielt worden war.

Aus den Kabinen kam Süd mit ordentlichem Schwung. Doch schon bald konnte Rathenow Konter setzen. Nachdem in der 49. Minute Tom Mauersberger Dogukan Topuz gerade noch ablaufen konnte, traf Topuz eine Eingabe von Till Wedemann, der 180 Sekunden darauf fünf Gegenspieler stehen ließ, nicht richtig. Danach folgte die wohl spielentscheidende Szene: In der 57. Minute pfiff Schiedsrichter Robert Wessel aus Berlin („Er war etwas überfordert“, Süd-Trainer Mario Block) eine Aktion von Andre Zielke. Die meisten Rathenower Anhänger hatten noch nicht einmal ein Foul gesehen, doch Zielke sah dafür seine zweite Gelbe Karte in diesem Spiel und musste den Platz verlassen.

Nachdem Optik sich einige Minuten sortieren musste, gelangen sogar noch schnelle Gegenstöße. Das Tor von Anil Aslan in der 63. Minute wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Und der Schuss von Patrik Scholz landete in den Armen von Wieland. Dann drückte Brandenburg. Doch Chancen erarbeiteten sich die 05er selten. Die besten hatte Marko Görisch, der in Minute 67 und 75 jeweils aus etwa 30 Metern knapp danebenschoss. Dann kam die 82. Minute. Mit einer Riesenparade lenkte Martin Sengespeick einen abgefälschten Ball irgendwie zur Ecke. Auch den folgenden Kopfball konnte er gerade noch abwehren. Rene Görisch schaltete am schnellsten und staubte zum Ausgleich ab. Dabei blieb es und Optik hatte sich den Punkt aufgrund des Einsatzes am Ende erkämpft.

Beide Trainer hatten ein „rassiges Derby“ mit „verdientem Ausgang“ gesehen. Ingo Kahlisch lobte sein Team für die erste Halbzeit: „Wir haben da das umgesetzt, was wir uns taktisch vorgenommen hatten. Wir haben gezeigt, was wir spielerisch können. Allerdings haben wir es versäumt das 0:2 zu machen. In der zweiten Hälfte sind wir mit zehn Man unter Druck geraten, haben aber standgehalten.“ (R.L.)

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Tore:
0:1 Mauersberger (17./ET)
1:1 Görisch (82.)

Aufstellung: Sengespeick – Leroy, Sasan Gouhari, M. Lettow – Jaballah (71. Korkut / G), Scholz (G), Zielke (57. GR), T. Lettow (G), Müller (66. Saman Gouhari)– Topuz (62. Kalan), Wedemann (G)