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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

ZWANZIG STARKE MINUTEN REICHTEN NICHT

Der FSV Luckenwalde bleibt der einzige aktuelle Oberligist, gegen den Optik bislang noch ohne Punkt ist. Im Heimspiel gab es heute in einem umkämpften und teilweise ruppig geführten Duell eine bittere 1:3-Niederlage. Bilder vom Spiel >>

Die Luckenwalder gingen gewohnt rustikal zur Sache. Zu Spüren bekommt das hier Till Wedemann

Der FSV Luckenwalde bleibt der einzige aktuelle Oberligist, gegen den Optik bislang noch ohne Punkt ist. Im Heimspiel gab es heute in einem umkämpften und teilweise ruppig geführten Duell eine bittere 1:3-Niederlage.

Der hiesige FSV begann gut. Immer wieder wurde das schnelle Spiel über die Außen gesucht. So fiel auch die frühe Führung nach zehn Minuten. Nach einem Einwurf zog Marten Müller, Optiks Bester, den Ball scharf nach innen. Anil Aslan erwischte das Leder mit dem Kopf und traf unhaltbar ins lange Eck. Kurz darauf stand das Schiedsrichtergespann um Inka Müller aus Potsdam erstmals im Mittelpunkt. Innerhalb weniger Sekunden trafen beide Teams ins Netz, doch sowohl beim Schuss von Mathias Lettow als auch beim Abstauber von Benjamin Dowall war die Fahne der Assistenten oben. Beide Entscheidungen waren äußerst umstritten.

Das galt auch für den Pfiff in der 24. Minute, als die Unparteiische eine Aktion von Marten Müller an Maximilian Schmidt mit Strafstoß ahndete. Umstritten deshalb, da selbst die Luckenwalder Verantwortlichen Schmidt deutlich im Abseits sahen. Martin Sengespeick ahnte zwar die Ecke. Doch der platzierte Schuss von Michael Braune schlug genau neben dem Pfosten ein. Danach war der Spielfluss von Optik dahin. Da sich auch die Gäste mit dem Ergebnis zufrieden gaben, passierte bis zur Pause nichts mehr.

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Szenen wie diese gab es zuhauf. Schiedsrichterin Inka Müller befand jedoch keine einzige davon für gelbwürdig.

Nach dem Wechsel wurde es interessant. Zunächst vergab Tobias Dittmann eine gute Gelegenheit. Auf der anderen Seite ließ Till Wedemann das Leder für Slim Jaballah passieren, im letzten Moment konnte Jens Neumann klären. Nach knapp einer Stunde traf Luckenwalde zum 1:2. Benjamin Dowall nahm eine scharfe Flanke gekonnt an und zog sofort direkt ab.

Nun musste Optik aufmachen, was natürlich zu Konterchancen führte. Die klarste hatte Dowall nach Pass von Dennis Seidel. Mit einer Klasseaktion nahm ihm Martin Sengespeick den Ball vom Fuß. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff hatten die 250 Zuschauer den Torschrei auf den Lippen. Doch beim Kopfball von Saman Gouhari fehlten die berühmten Zentimeter. Stattdessen kamen die Nuthestädter sogar noch zum 1:3. Nach einem Freistoß traf Markus Müller per Kopf ins Dreiangel.

Spannend hätte es noch einmal werden können, wenn es im direkten Gegenzug nach dem deutlichen Handspiel von Dennis Seidel ebenfalls Elfmeter gegeben hätte. So blieb es beim 1:3, was Ingo Kahlisch zu der Aussage veranlasste: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Doch wir wollen weiterhin unter die ersten Sechs. Es ist noch viel zu tun. Aber der FSV Optik wird wieder aufstehen.“ Dabei dachte er sicherlich schon an den nächsten Samstag, an dem Rathenow in Torgelow antritt. Zu diesem Spiel wird wieder ein Bus eingesetzt. Interessenten können sich im Sport-Shop melden. (D.N.)

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Tore:
1:0 Aslan (10.)
1:1 Braune (24./FE)
1:2 Dowall (60.)
1:3 Müller

Aufstellung: Sengespeick – Leroy, M. Lettow, T. Lettow – Aslan (G / 68. Saman Gouhari), Jaballah (68. Seelisch), Zielke (G), Korkut (G / 58. Kalan), Müller (G) – Scholz – Wedemann

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Ingo Nachtigall: „Wie schon in der ersten Halbserie waren wir in einer komplizierten Situation. Mit dem Sieg gegen Rathenow haben wir wieder die Trendwende. Ein- zweimal hatten wir Glück, das hätte auch nach hinten losgehen können. Aber aufgrund der Konterchancen war der Sieg nach hinten raus verdient.“

Ingo Kahlisch: „Glückwunsch zum über 90 Minuten verdienten Sieg. Einerseits bin ich natürlich enttäuscht. Andererseits waren wir nach sieben Spielen ohne Niederlage wohl mal wieder dran. Mit den ersten 20 Minuten, wo wir ordentlichen Fußball boten, war ich zufrieden. Einige wollen ja immer spielen wie Bundesligisten. Das ging gegen eine kompakte und zweikampfstarke Luckenwalder Mannschaft schief. Aber wir gewinnen nicht nur zusammen, wir verlieren auch zusammen.“

Mario Schmeling (1. Vorsitzender des FSV): „Ich bin maßlos enttäuscht. Die ersten 20 Minuten haben wir sehr ordentlich gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Gegen kampfstarke Luckenwalder sind wir dann eingebrochen. Aber wir werden wieder bessere Tage erleben.“

Optik-Fan Axel Holodinsky: „Bis zur 20. Minute war das Spiel einwandfrei. Dann hat Optik nachgelassen. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen.“