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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

LANDESPOKAL

AUS DEM POKAL GESCHLITTERT

In einem Fußballspiel, das diese Bezeichnung nicht verdient hat, ist der FSV mit einer 1:3-Niederlage aus dem Pokal ausgeschieden. Auf dem Kunstrasenplatz an der Sandscholle, die sich über Nacht in eine Eisscholle verwandelt hat, waren dem Zufall Tür und Tor geöffnet. Und das war heute leider das Optik-Tor...

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Die Rathenower Abwehr mit Thomas Lettow (li.) musste erstmals seit langem drei Gegentore hinnehmen

In einem Fußballspiel, das diese Bezeichnung nicht verdient hat, ist der FSV mit einer 1:3-Niederlage aus dem Pokal ausgeschieden. Auf dem Kunstrasenplatz an der Sandscholle, die sich über Nacht in eine Eisscholle verwandelt hat, waren dem Zufall Tür und Tor geöffnet. Und das war heute leider das Optik-Tor...

Vom Anpfiff weg zeigte sich, dass die Spieler auf dem geforenen und mit Schnee bedeckten Boden kaum Halt fanden. Beinahe jede Aktion glich einer Schlittertpartie und endete - im günstigsten Fall - auf dem Allerwertesten. Auch Zaungast Jimmy Hartwig, Spieler der Regionalliga-Elf, schüttelte über die Platzverhältnisse ungläubig mit dem Kopf.

Die Hausherren stellten sich auf diese Bedingungen besser ein und prügelten die Bälle kompromisslos nach vorne, während sich Optik zu oft in dem aussichtslosen Unterfangen verstrickte, gepflegten Kombinationsfußball präsentieren zu wollen. Da sich die Blauen vor dem Tor zudem eiskalt zeigten, war die 2:0-Halbzeitführung nicht mal unverdient.

In die zweite Halbzeit starteten die Rathenower furios, scheiterten aber immer wieder am tadellosen Daniel Zacher im Babelsberger Kasten. Mit dem 3:0 machten die 03er den Sack dann zu, Till Wedemanns Kopfballtreffer gegen seine ehemaligen Kollegen war nur noch Ergebniskorrektur. (N.R.)

Spielbericht der MAZ:
Nachdem der Rasenplatz an der Sandscholle kurzfristig gesperrt worden war, musste die Partie auf Kunstrasen ausgetragen werden. Obwohl auch dieser nach Meinung vieler der 201 Zuschauer, darunter rund 80 Rathenower und Vereinsvertreter kein reguläres Spiel zuließ, entschied Schiedsrichter Christopher Musick das Match stattfinden zu lassen. Schnell wurde klar, dass auf dem rutschigen Geläuf eine gehörige Portion Glück mitentscheiden würde.

Die erste Gelegenheit hatte Optik in der neunten Minute, als Torwart Daniel Zacher einen Freistoß von Sasan Gouhari prallen ließ und Till Wedemann nicht an den Ball kam. Im direkten Gegenzug ging 03 in Führung. Alexander Ost ließ Martin Sengespeick mit seinem Schuss aus 20 Metern keine Abwehrchance. Danach riss der Oberligist das Spiel an sich, kam aber selten zu guten Möglichkeiten. Die beste hatte Till Wedemann, der nach 31 Minuten aus spitzem Winkel knapp daneben schoss. Der lange Anstoß kam zu Nicolas Hebich, der frei vor Martin Sengespeick auftauchte und auf 2:0 erhöhte.

Den zweiten Durchgang begann der FSV wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Sekunden wurde Saman Gouhari freigespielt. Doch Keeper Zacher wehrte mit einem großartigen Reflex ab. Klasse auch seine Reaktion in der 48. Minute: Beim Kopfball von Sasan Gouhari war er gedankenschnell abgetaucht. Statt des verdienten Anschlusses bauten die Potsdamer die Führung weiter aus. In der 61. Minute nutzten sie die sich bietenden Konterräume. Wiederum war es Hebich, der frei vor Sengespeick aufgetaucht war und den rutschenden Schlussmann überwinden konnte.

Damit war das Spiel im Prinzip gelaufen. Positiv bleibt zu vermerken, dass Rathenow nie aufsteckte und weiterhin versuchte zum Erfolg zu kommen. Doch mehr als das 3:1, das Till Wedemann per Kopf nach einem Scholz-Freistoß in der 82. Minute erzielte, war an diesem Tag nicht drin. Vieles im Spielaufbau blieb Glückssache. Und wenn doch mal etwas aufs Tor kam, war Daniel Zacher meist nicht zu überwinden.

Enttäuscht über die Niederlage und verärgert über die Platzverhältnisse zeigte sich nach dem Spiel Ingo Kahlisch: „Wir hatten uns viel vorgenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können, da waren wir klar überlegen. Der Torwart hat mit seinen Paraden Babelsberg im Spiel gehalten. Nach dem dritten Tor war die Partie entschieden.“ (R.L.)

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Tore:
1:0 Ost (9.)
2:0 Hebich (32.)
3:0 Hebich (61.)
3:1 Wedemann (82.)

Aufstellung: Sengespeick – Zielke, Sasan Gouhari (V), T. Lettow – Saman Gouhari (70. Müller), Korkut (V), Scholz, Jaballah (46. Kalan /V), Aslan – Wedemann (V), Topuz