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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

ÜBERLEGENHEIT NICHT GENUTZT

Gegen den Lichterfelder FC hat es heute für den FSV nur zu einem 1:1-Unentschieden gelangt. Doch statt einer Standpauke gab es vom sonst so strengen Fußball-Lehrer Kahlisch sogar ein Lob: "Das ist die spielstärkste Mannschaft, die wir je hatten." Der Haken an der Sache: Die Rathenower wussten ihre Überlegenheit nicht zu nutzen und bissen sich an der sehr gut organisierten Gästeabwehr immer wieder die Zähne aus.
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Dejan Kalan traf in der 41. Minute zum 1:1

Gegen den Lichterfelder FC hat es heute für den FSV nur zu einem 1:1-Unentschieden gelangt. Doch statt einer Standpauke gab es vom sonst so strengen Fußball-Lehrer Kahlisch sogar ein Lob: "Das ist die spielstärkste Mannschaft, die wir je hatten." Der Haken an der Sache: Die Rathenower wussten ihre Überlegenheit nicht zu nutzen und bissen sich an der sehr gut organisierten Gästeabwehr immer wieder die Zähne aus. (N.R.)

Die Hausherren zeigten sich von Beginn an als das optisch überlegene Team. Die Gäste zogen sich bei Ballverlust in die eigene Hälfte zurück, machten hinten die Räume eng und lauerten auf Konter. Die Rathenower ihrerseits versuchten Druck aufzubauen, was in ersten Durchgang vornehmlich dann gelang, wenn es über den agilen Marten Müller, der die linke Außenbahn beackerte, lief.

Die ersten Chancen hatte Dejan Kalan, der jedoch zunächst abgeblockt wurde und dann knapp das Tor verfehlte. Auf der Gegenseite musste Martin Sengespeick lediglich bei einem Schuss von Florian Haase und einem Freistoß von Tim Felsenberg eingreifen. In der 37. Minute hatten die gut 250 Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Schlussmann Daniel Bittner pflückte den Kopfball von Anil Aslan gedankenschnell aus der Luft.

Im Gegenzug wurde die weit aufgerückte Optik-Abwehr von Tim Felsenberg überlaufen. Seinen Querpass verwandelte Lars Vilsvik zur Gästeführung. Die Antwort des FSV ließ glücklicherweise nicht lange auf sich warten. Dejan Kalan stand nach einem Querschläger von Jan-Niclas Kunzel frei und hämmerte das Leder zum Ausgleich in die Maschen.

In der zweiten Hälfte änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig: Rathenow weiterhin mit mehr Spielanteilen, aber gelegentlich zu umständlich. Nachdem Patrik Scholz in der 48. Minute mit seinem Distanzschuss das Tor knapp verfehlte, kam nach gut einer Stunde die große Chance zur Führung.

Nach einer Ecke blieb Dejan Kalan mit seinem Nachsetzer zunächst in der Abwehr hängen. Seinen nächsten Versuch unterband der Lichterfelder Torschütze mit unlauteren Mitteln. Da dies im Strafraum geschah, blieb dem gut leitenden Schiedsrichter Michael Wilske aus Bretleben keine andere Wahl, als auf Strafstoß zu entscheiden. Slim Jaballah schnappte sich das Leder. Daniel Bittner ahnte die richtige Ecke und wehrte den nicht sonderlich scharf geschossenen Schuss ab.

In der Folge wollten beide Teams den Sieg, was das Spiel bis zum Ende spannend bleiben ließ. Doch keiner Elf gelang der entscheidende Durchbruch. Optik blieb immer wieder in der dicht gestaffelten LFC-Abwehr hängen. Und die Gäste spielten ihre wenigen Kontern nicht konsequent genug aus. (D.N.)

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Tore:
0:1 Vilsvik (38.)
1:1 Kalan (41.)

Aufstellung: Sengespeick – M. Lettow, Sasan Gouhari, T. Lettow – Saman Souhari (46. Korkut), Puhlmann, Scholz, Jaballah, Müller – Kalan – Aslan (G / 60. Berger)

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Michael Wolf: „Mit der jüngsten LFC-Elf aller Zeiten wollten wir etwas mitnehmen. Das ist uns gelungen. Bei einigen klaren Gelegenheiten hätten wir sogar gewinnen können. Dennoch bin ich nicht unzufrieden.“

Ingo Kahlisch: „Ich habe eine ordentlich spielende Optik-Elf gesehen. Wir waren klar feldüberlegen. Das ist die spielstärkste Mannschaft, die wir je hatten. Jetzt müssen wir weiter arbeiten und aus genau dieser Spielweise heraus torgefährlicher werden. Ich bin nicht enttäuscht.“

Andre Zielke (gesperrter Optik-Spieler): „Die erste Halbzeit war spielerisch gut. Das Problem: ab dem Strafraum waren wir nicht zwingend genug, haben den Abschluss nicht gesucht. In der zweiten Hälfte war der verschossene Elfmeter der Knackpunkt. Danach haben wir es zu viel mit langen Bällen versucht. Insgesamt ein gerechtes Unentschieden.“

Optik-Fan Bernd Mißbach: „Das Spiel war nicht berauschend. Der Elfer muss hängen. Die Abwehrleistung fand ich nicht schlecht. Nur im Sturm hat der Knipser gefehlt.“