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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

EIN GEFÜHLTER SIEG

Mit sieben Feldspielern hat der FSV Optik im Havelland-Derby beim SV Falkensee-Finkenkrug ein 2:2-Unentschieden erkämpft. Nach einem verbissenen Spiel mit einem in der zweiten Halbzeit überfordert wirkenden Schiedsrichter feierten Spieler und Fans das Remis wie einen Sieg.
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Mit seinem dritten Saisontreffer erzielte Slim Jaballah in Unterzahl den 2:2-Ausgleich

Mit sieben Feldspielern hat der FSV Optik im Havelland-Derby beim SV Falkensee-Finkenkrug ein 2:2-Unentschieden erkämpft. Nach einem verbissenen Spiel mit einem in der zweiten Halbzeit überfordert wirkenden Schiedsrichter feierten Spieler und Fans das Remis wie einen Sieg. (N.R.)

Es begann recht ausgeglichen, wobei Optik ein leichtes Übergewicht hatte. Ein erster Schuss von Alper Korkut landete in den Armen von Dirk-Marco Lutz. Nach 19 Minuten die erste Fehlentscheidung. Nach einem Freistoß traf Jens Christian Eckl aus Nahdistanz zum 1:0. Voraus ging ein klarer Ellenbogencheck von Steven Meier gegen Andre Zielke.

Die Rathenower ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Spielerisch überlegen erarbeitete man sich auch Chancen. Eine davon nutzte Alper Korkut in der 32. Minute zum 1:1. Nach einer guten Freistoßvariante über Sasan Gouhari, Sven Becker und Slim Jaballah köpfte er ins Netz. Kurz darauf ein klares Foul des bereits verwarnten Tim Sliwa an Andre Zielke. Hier gab es nur Freistoß. Sekunden vor der Pause eine Möglichkeit für Anil Aslan, dessen Schuss aus spitzem Winkel Martin Krüger gerade noch zur Ecke klären konnte.

In der 49. Minute ein Konter von Patrik Scholz, der beim Ausspielen des Torhüters zu weit nach außen abgetrieben wurde und dadurch verfehlte. In der 50. Minute Gelb-Rot für Jerome Leroy: Hamdi Chamkhi fädelte sich in zwei Verteidiger ein. Doch statt Stürmerfoul schickte der äußerst einseitig pfeifende Schiedsrichter Norbert Giese aus Großräschen den Rathenower vom Platz. Die Anwort des FSV folgte prompt. Nach einem Doppelpass mit Anil Aslan zog Slim Jaballah von der Strafraumgrenze ab. Noch abgefälscht landete der Ball zum 1:2 im Tor.

Sehenswert auch der Ausgleich der Gartenstädter drei Minuten später. Gegen den Schuss von Maximilian Wolchow zeigte Martin Sengespeick eine tolle Parade, doch gegen den Volleyhammer von Philipp Kötsch war er machtlos. Anschließend nahm die Partie den erwarteten Verlauf. Dezimierte Rathenower zogen sich zurück, und den Gastgebern fiel nichts ein. So gab es kaum Torgefahr.

[img_li]OptikBilder/Saison09_10/Newsbilder09_10/falkensee_rote_karten.jpg[/img_li]Schiedsrichter Norbert Giese zeigte Jerome Leroy (links) und Andre Zielke (rechts) die Gelb-Rote Karte. Zudem sah Sven Becker (mitte) in der 75. Minute glatt Rot.

In der 72. Minute brachte Giese erneut Farbe ins Spiel. Andre Zielke musste nach einem Foulpsiel ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz. Seine zweite Gelbe war vertretbar, die erste, die er beim 1:0 erhielt, war ein Witz. Als FF auch in doppelter Überzahl zu keiner Gelegenheit kam, schickte der Unparteiische auch Sven Becker vom Platz. Beim Foul an Eckl zog Giese sofort Rot. Für jeden im Stadion sichtbar hatte vorher der Finkenkruger gefoult. Nun kamen die Gastgeber auch zu Chancen. Da aber weder der abgefälschte Versuch von Steven Meier noch der zu hoch angesetzten Schuss des freistehenden Stephan Lutz im Netz landeten, blieb es beim 2:2, was von den zahlreichen Optik-Fans wie ein Sieg gefeiert wurde.

Ingo Kahlisch meinte nach dem Abpfiff: “Zur Schiedsrichterleistung werde ich mich persönlich nicht äußern. Mit dem Ergebnis bin ich natürlich hoch zufrieden. Ich kann mich nicht erinnern, auf Großfeld mit acht Mann schon mal einen Punkt geholt zu haben.“ (D.N.)

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Tore:
1:0 Eckl (19.)
1:1 Korkut (32.)
1:2 Jaballah (56.)
2:2 Kötzsch (59.)

Aufstellung: Sengespeick – Leroy (50. GR), Sasan Gouhari (G), M. Lettow – Becker (75. Rot), Jaballah (85. Müller), Zielke (72. GR), Korkut (82. Puhlmann), T. Lettow (G) – Scholz (G) – Pfefferkorn (43. Aslan)