FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

ZUM SIEG GEWURSCHTELT

Der FSV Optik hat sein Heimspiel gegen die Reinickendorfer Füchse mit 1:0 gewonnen. In einer schwachen Partie konnten die Rathenower allerdings in keiner Phase an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen. Die Entscheidung fiel in der 52. Minute, als Slim Jaballah per Elfmeter erfolgreich war.

Slim Jaballah (Mitte), laut Ingo Kahlisch noch einer der besseren Spieler an diesem Tag, sorgte per Elfmeter für den 1:0-Siegtreffer

Der FSV Optik hat sein Heimspiel gegen die Reinickendorfer Füchse mit 1:0 gewonnen. In einer schwachen Partie konnten die Rathenower allerdings in keiner Phase an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen. Die Entscheidung fiel in der 52. Minute, als Slim Jaballah per Elfmeter erfolgreich war. (N.R.)

Die Auftaktphase war durchaus munter. Schon nach wenigen Sekunden brachte ein Freistoß von Ali Sinan Gefahr. In der neunten Minute schien das 1:0 fällig. Dejan Kalan hatte sich durchgesetzt und wurde von Torwart Thomas Dame im Strafraum zu Fall gebracht. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Andreas Becker aus Kritzmow blieb stumm. Der zu Beginn auffällige Nidal Swaidan konnte sich nach zwölf Minuten über rechts durchtanken. Symptomatisch für das Spiel der Gäste war der Abschluss. Eine ganz schwache Flanke stellte die Optik-Abwehr nicht vor Probleme.

Die größte Möglichkeit vor der Pause hatten die Rathenower in der 18. Minute. Nach Freistoß von Patrik Scholz stand Thomas Lettow am linken Strafraumeck total frei. Statt zu schießen versuchte er den Ball erneut in die Mitte zu geben. In diesem Tempo ging es leider nicht weiter. Beide Teams störten schon im Mittelfeld so energisch, dass vorne kaum noch ein Pass ankam. Die Berliner strahlten überhaupt keine Torgefahr aus. Die einzige Gelegenheit resultierte bezeichnenderweise aus einer missglückten Flanke von Benjamin Zielske, die sich auf die Latte senkte (32.).

Aus der Kabine kam Optik zum einen mit zwei Stürmern, zum anderen mit mehr Engagement. Verfehlte ein Schuss von Dejan Kalan sein Ziel, wurde der FSV nach 52 Minuten belohnt. Wieder eine Aktion im Strafraum: Fabian Lenz attackierte Patrik Scholz. Diesmal zeigte der Referee auf den Punkt. Slim Jaballah verwandelte links unten. Fünf Minuten später jubelten die fast 300 Fans erneut. Nachdem Dame einen Schuss von Dejan Kalan prallen ließ, staubte Daniel Pfefferkorn ab. Doch die Fahne des Assistenten war oben, der Treffer zählte nicht. Das war schon der letzte Aufreger in beiden Strafräumen. Die Füchse waren nicht in der Lage, Akzente nach vorne zu setzen. Und Optik muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mögliche Konter nicht konsequent genug ausgespielt zu haben. So blieb es am Ende beim knappen aber insgesamt verdienten 1:0. (D.N.)

Tor: 1:0 Jaballah (52.)

Aufstellung: Sengespeick – Leroy, M. Lettow, T. Lettow – Saman Gouhari (48. Müller), Jaballah (V), Zielke (V), Korkut, Becker (46. Pfefferkorn) – Scholz – Kalan (78. Sasan Gouhari)

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Oliver Kieback: „Es war ein kampfbetontes Spiel, in dem wir die Räume lange eng gemacht haben. Leider hat eine Schiedsrichterentscheidung meiner Elf das Genick gebrochen. Ein Punkt wäre verdient. Aber wir werden weitermachen und die positiven Aspekte mitnehmen.“

Ingo Kahlisch: „Es war die erwartet schwere Partie. Nach der guten Leistung in Cottbus waren wir nicht wiederzuerkennen. Wir kennen die Probleme gegen kompakt stehende Mannschaften. Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden. Aber es bleibt noch eine Masse zu tun, denn wir können mehr.“

Stadtverordneter Horst Pahling: „Wir haben heute ein mittelmäßiges Spiel gemacht, das wir aber gewonnen haben. Dabei war auch etwas Glück. Den Elfer kann man geben.“

Kristian Schönemann (Ex-Spieler): „Am Ende war aufgrund der besseren zweiten Halbzeit der Sieg verdient, aber im großen und ganzen war es ein typisches Unentschieden-Spiel. Einfach die drei Punkte mitnehmen, das war heute das Beste.“