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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

SIEG DES WILLENS

Der FSV Optik Rathenow bricht derzeit all seine Negativserien. Nach dem Sieg in Lichterfelde gelang im Nachholespiel mit einem 3:1 gegen Germania Schöneiche der erste Heimsieg gegen die Randberliner und damit der vorläufige Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Doch danach sah es 45 Minuten lang nicht aus...

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63. Minute: Mathias Lettow (Mitte) freut sich über das 2:1 und seinen neunten Saisontreffer

Der FSV Optik Rathenow bricht derzeit all seine Negativserien. Nach dem Sieg in Lichterfelde gelang im Nachholespiel mit einem 3:1 gegen Germania Schöneiche der erste Heimsieg gegen die Randberliner und damit der vorläufige Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Doch danach sah es 45 Minuten lang nicht aus...

Gleich mit der ersten gelungenen Aktion gingen die Gäste in Führung. Nach Ablage von Patrick Böse hämmerte David Karlsch das Leder zum 0:1 in die Maschen. Das spielte Germania, ohnehin defensiv orientiert, noch mehr in die Karten. So mussten die erneut knapp 250 Zuschauer 25 Minuten auf die erste Rathenower Gelegenheit warten: Nach Steilpass von Till Wedemann schoss Patrik aus dem Lauf vorbei.

Nimmt man noch den Kopfball von Daniel Pfefferkorn dazu, den Andre Greulich ohne Mühe parierte, kommt man auf genau zwei halbe Torchancen in 45 Minuten. Symptomatisch für die Vorpausenleistung war die Szene in der 37. Minute, als Sven Becker Till Wedemann abschoss. Allerdings versäumte es Schöneiche, mehr aus den sich bietenden Kontern zu machen. Nur in der 41. Minute musste Martin Sengespeick gegen Roland Richter Kopf und Kragen riskieren.

[img_li]OptikBilder/Saison08_09/Newsbilder08_09/Schoeneiche/foul.jpg[/img_li]Ein völlig anderes Bild ergab sich nach dem Wechsel. Daniel Pfefferkorn und Patrik Scholz scheiterten am gut reagierenden Andre Greulich und nochmals „Scholle“ schoss ganz knapp vorbei. Da waren noch nicht mal fünf Minuten um, und Optik hatte schon mehr bewegt als in der gesamten ersten Halbzeit. So war der Ausgleich eigentlich logisch: Till Wedemann hatte sich im Zweikampf durchgesetzt und wurde im Strafraum von Tom Persich gelegt (Foto links). Schiedsrichter Aaron Müller aus Berlin entschied sofort auf Strafstoß. Greulich ahnte zwar die Ecke, aber gegen den scharf rechts unten platzierten Ball von Patrik Scholz hatte er keine Abwehrmöglichkeit.

Der FSV setzte nun nach. Das zahlte sich in der 63. Minute aus: Andre Zielke setzte einen Kopfball ans Lattenkreuz, den Abpraller drückte Mathias Lettow zum 2:1 über die Linie - es war bereits das neunte Saisontor des Abwehrspielers. Schöneiche wollte sich mit der anbahnenden Niederlage nicht abfinden und versuchte selbst Druck aufzubauen. Das gelang aber nur selten. Ein Kopfball von Roland Richter, bei dem die Gäste vergeblich auf Strafstoß reklamierten, sowie ein kläglich getretener Freistoß von Tom Schulz waren die einzigen Aufreger.

Auf der Gegenseite fiel in der 83. Minute die Entscheidung: Till Wedemann war auf dem rechten Flügel frei. Er hätte selbst schießen können, überließ den Ball aber dem besser postierten Andre Zielke, der platziert zum 3:1 einschob. Fast hätte es noch einen Treffer gegeben, doch Daniel Pfefferkorns Schuss aus spitzem Winkel wurde von einem Abwehrbein von der Linie geschlagen. So blieb es beim 3:1. Optik Rathenow ist damit für mindestens 24 Stunden Tabellenzweiter, was dem 2. Vorsitzenden, Mario Schmeling, entlockte: „Die Stadt Rathenow kann stolz auf diesen Verein sein. Oberliga-Zweiter, das waren wir noch nie.“ (D.N.)

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Tore:
0:1 Karlsch (9.)
1:1 Scholz (54./FE)
2:1 M. Lettow (63.)
3:1 Zielke (82.)

Aufstellung: Sengespeick – Berger (G), M. Lettow, T. Lettow – Gouhari, Puhlmann (46. Yazici), Zielke, Scholz, Becker (80. Aslan) – Wedemann (G / 84. Szabo), Pfefferkorn

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Dirk Berger: „Glückwunsch zum verdienten Sieg. 45 Minuten auf der Siegerstraße waren wir nach der Pause in den Zweikämpfen deutlich unterlegen.“

Ingo Kahlisch: „Mit der ersten Hälfte war ich natürlich überhaupt nicht zufrieden. So viele Fehler gab es lange nicht. Germania war dem 2:0 näher als wir dem Ausgleich. Nach der Pause war es ein Sieg des Willens. Wir waren ballsicherer und vor allem von der Einstellung her top. Besonders hervorheben möchte ich in dieser Hinsicht Tim Berger und Andre Zielke.“

Dr. Hans-Jürgen Lemle: „Das war die schlechteste erste Halbzeit, die ich seit langem gesehen habe. Im Gegensatz dazu war der zweite Durchgang wesentlich engagierter. Da wurden mehr Zweikämpfe gewonnen. Die Tore waren dann die logische Folge.“

Optik-Fan Sandro Neumann: „In der zweiten Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel. Optik hat da einen guten Fußball gespielt. Vor allem Tim Berger hat mir gut gefallen.“