FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

SPIELBERICHT

ZWEI VERSCHENKTE PUNKTE

Minimalziel erreicht könnte das Fazit der Auswärtspartie des FSV Optik
Rathenow beim Spandauer SV lauten. Doch wer die 90 torlosen Minuten
gesehen hatte, ärgerte sich nach dem Spiel über einen verschenkten Sieg.

Tim Berger beim Kopfballversuch. Foto: Rudi

Minimalziel erreicht könnte das Fazit der Auswärtspartie des FSV Optik Rathenow beim Spandauer SV lauten. Doch wer die 90 torlosen Minuten gesehen hatte, ärgerte sich nach dem Spiel über einen verschenkten Sieg.

Nachdem Rathenow den druckvollen Beginn der Hausherren überstand, hatte der Gast meist das Sagen auf dem Platz. Indes zeigte sich jetzt schon, dass die Aktionen meist zu ungenau abgeschlossen wurden. Nach ersten Chancen, bei denen fast immer Patrik Scholz beteiligt war, waren es aber die Gastgeber, die die beste Möglichkeit hatten: Nach gut einer halben Stunde hämmerte Godfred Bonsu das Leder an das Lattenkreuz. Kurz vor dem Wechsel dann die größte Gelegenheit für Optik: Schön frei gespielt von Saman Gouhari verfehlte Dogukan Topuz knapp das Gehäuse.

Nach der Pause machte der FSV richtig Druck. Bereits nach wenigen Minuten klärte Tayfun Erdogan vor dem einschussbereiten Topuz. Dann traf Till Wedemann nur das Außennetz. In der 53. Minute musste sich Torwart Thorsten Wiese beim Schuss von Wedemann strecken, um diesen zu
entschärfen. Fünf Minuten später köpfte Tim Berger eine Ecke an die Latte. Danach gelang es Spandau wieder, das Tempo aus der Partie zu nehmen und gelegentlich Konter zu fahren. Und zumindest bei einem (79. Minute) wurde es gefährlich. Im letzten Moment konnte Tim Berger vor Daniel Stingl klären.

Im Anschluss die Riesenmöglichkeit zum Siegtreffer: Bei einem langen Ball auf Till Wedemann riskierte Torwart Thorsten Wiese Kopf und Kragen. Dabei rannte er jedoch den Rathenower Stürmer um: Schiedsrichter Jens Klemm aus Gröditz, der ansonsten einige unsaubere Zweikämpfe der Berliner nicht unterband, zögerte keinen Augenblick und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Der sonst sichere Schütze, Patrik Scholz, zimmerte den Ball zentral aufs Tor. Wiese, eigentlich schon auf den Weg in eine Ecke, bekam noch das Bein dran und wehrte ab.

Somit blieb Ingo Kahlisch nur die Erkenntnis: „Das waren heute zwei verschenkte Punkte.“ Besonders stieß ihm die Chancenverwertung auf. „Wir hatten es heute selbst in der Hand. In der zweiten Halbzeitwaren wir haushoch überlegen. Doch wer so viele Chancen auslässt, darf die Schuld nur bei sich selbst suchen.“

Aufstellung: Sengespeick – Berger, M. Lettow, T. Lettow – Gouhari, Leroy, Zielke, Scholz, Becker (82. Yazici) – Topuz (62. Kalan), Wedemann (V)