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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

RATHENOWER FRÜHLINGSERWACHEN

Ja, so ist das Fußballgeschäft. Manchmal muss ein Trainer eben auf die Euphoriebremse treten, wenn alle anderen Beifall klatschen: "Es gibt noch viel zu verbessern. Von einigen Spielern erwarte ich mehr.", ließ Ingo Kahlisch heute nach dem 3:1 und einer bärenstarken Leistung gegen die TSG Neustrelitz verlauten. Wobei er sich ein zufriedenes Lächeln dennoch nicht verkneifen konnte. Den Zuschauern dürfte es ohnehin schnuppe gewesen sein, die wurden bei traumhaftem Fußballwetter bestens unterhalten.

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Optik wusste gegen Neustrelitz zu übezeugen, auch Till Wedemann trug sich wieder in die Torschützenliste ein.

Ja, so ist das Fußballgeschäft. Manchmal muss ein Trainer eben auf die Euphoriebremse treten, wenn alle anderen Beifall klatschen: "Es gibt noch viel zu verbessern. Von einigen Spielern erwarte ich mehr.", ließ Ingo Kahlisch heute nach dem 3:1 und einer bärenstarken Leistung gegen die TSG Neustrelitz verlauten. Wobei er sich ein zufriedenes Lächeln dennoch nicht verkneifen konnte. Den Zuschauern dürfte es ohnehin schnuppe gewesen sein, die wurden bei traumhaftem Fußballwetter bestens unterhalten. (N.R.)

Es begann mit dem schnellsten Gegentor der Saison. In der dritten Minute hielt Martin Sengespeick gegen Ronny Müller, war beim Nachschuss von Benjamin Gaudian aber machtlos. Das 0:1 warf Optik nicht um. Scheiterte Tim Berger zunächst noch an Robert Schelenz, erzielte Mathias Lettow in der zehnten Minute per Kopf das 1:1. Vorausgegangen war ein Freistoß von Patrik Scholz. Kurz darauf setzte „Scholle“ das Leder an die Latte.

Mitte der ersten Halbzeit spielten beide Teams offensiv, wollten die Führung. Doch Scholz auf der einen und Müller auf der anderen Seite fanden im Keeper ihren Meister. Eine weitere gute Chance vergab die TSG, als nach einer guten halben Stunde ein Konter schlecht ausgespielt wurde. Faktisch im Gegenzug wurde Patrik Scholz im Duell der Mannschaftskapitäne von Dirk Rochow im Strafraum gelegt. Das war so eindeutig, dass selbst Schiedsrichter Matthias Borngräber aus Berlin, für den das erste Oberligaspiel eindeutig zu früh kam, auf Foulelfmeter entschied. Patrik verwandelte selbst. Kurz vor der Pause ein schöner Hinterhaltsschuss von Michael Puhlmann, den Robert Schelenz hielt.

Genau 55 Sekunden nach dem Wechsel hätte die Entscheidung schon fallen können. Fast auf der Torlinie stehend schaufelte Till Wedemann den Ball über die Latte. Auch die Gäste kamen durch Benjamin Gaudian und Thomas Duggert in der Anfangsphase zu Gelegenheiten. Dann wurde Rathenow immer stärker. Lothar Hamann reagierte mit einem Doppelwechsel. In diese Phase hinein setzte Till Wedemann in der 66. Minute einen Konter, den er überlegt ins lange Eck abschloss.

Das 3:1 hätte noch nicht einmal der Endstandsein müssen. Erst durften sich die Gäste beim Schieri bedanken, dass sie nach Duggerts brutalem Einsteigen gegen Patrik Scholz die Partie vollzählig beenden durften, dann waren sie auch noch mit Fortuna im Bunde. In der 80. Minute hämmerte Scholz einen Freistoß an die Lattenunterkante. Den zurückspringenden Ball setzte Tim Berger erneut ans Gebälk. Michael Puhlmann und Daniel Pfefferkorn hatten ebenfalls die Möglichkeit zu erhöhen.

Erst in der Nachspielzeit setzten die Norddeutschen noch ein Ausrufezeichen. Robert Scholl traf mit seinem Schuss ebenfalls die Latte. Gleich darauf durfte sich das Optik-Team von 250 zufriedenen Fans, darunter auch Christian Görke (MdL Die Linke), Martin Gorholt (Landtagskandidat der SPD) und Dr. Hans-Jürgen Lemle (Erster Beigeordneter der Stadt) feiern lassen. (D.N.)

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Stimmen zum Spiel:

[img_re]OptikBilder/Saison08_09/Newsbilder08_09/Neustrelitz_Optik/hamann.jpg[/img_re]Gästetrainer Lothar Hamann: „Wir wollten hier schon etwas mitnehmen. Das ist ja normal, wenn man Dritter ist. Aber der Sieg des FSV ist völlig in Ordnung. Optik entwickelte nach unserem schnellen Treffer immer mehr Druck, dem wir am Ende nicht standhalten konnten.“

[img_re]OptikBilder/Trainerfotos/kahlisch_pk.jpg[/img_re]Ingo Kahlisch: „In den letzten Spielen hat mir manchmal der absolute Wille gefehlt. Heute waren wir nach der Schrecksekunde aggressiver, haben uns ordentlich bewegt. Der Sieg ist verdient und auch schön. Aber es gibt noch viel zu verbessern. Ich habe mich in letzter Zeit in dieser Hinsicht zurückgehalten, aber das heute war eine katastrophale Schiedsrichterleistung.“

Willi Gertig, 1. Vorsitzender des FSV: „Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Ich möchte keinen hervorheben. Wir haben verdient 3:1 gewonnen. Ich bin heute stolz auf unsere Mannschaft.“

Optik-Fan Michael Kräger: „Ich bin mit dem Spielverlauf und dem Sieg zufrieden, mit dem Schiedsrichter nicht. Optik hat heute gut gespielt. Das war eine klare Leistungssteigerung zum Spiel gegen Schöneiche. Nach 0:1 hat sich der FSV aufgerappelt, der Sieg war verdient.“

Tore:
0:1 Gaudian (3.)
1:1 Lettow (10.)
2:1 Scholz (30./FE)
3:1 Wedemann (66.)

Aufstellung: Sengespeick – Berger, M. Lettow, T. Lettow (G) – Gouhari, Puhlmann, Scholz (G), Leroy, Becker (V) – Topuz (G / 74. Pfefferkorn) , Wedemann (79. Kalan)