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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

BEEINDRUCKENDER SIEG GEGEN DYNAMO

Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat Optik seine Erfolgsserie von nun fünf Siegen fortgesetzt und den favorisierten BFC Dynamo hochverdient mit 1:0 bezwungen. Den erlösenden Siegtreffer vor 600 Zuschauern besorgte einer, der sonst nicht im Mittelpunkt steht und wohl auch nicht stehen will, dem seinen heutigen Triumph aber alle gönnten: Michael Puhlmann, Abräumer vor der Abwehr und von Kindesbeinen an im Verein, fasste sich in der 67. Minute ein Herz und besorgte den umjubelten Siegtreffer.

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Tim Berger, der nach seiner fünften Gelben in Falkensee fehlen wird, gegen Ex-Optiker Till Wedemann

Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat Optik seine Erfolgsserie von nun fünf Siegen fortgesetzt und den favorisierten BFC Dynamo hochverdient mit 1:0 bezwungen. Den erlösenden Siegtreffer vor 600 Zuschauern besorgte einer, der sonst nicht im Mittelpunkt steht und wohl auch nicht stehen will, dem seinen heutigen Triumph aber alle gönnten: Michael Puhlmann, Abräumer vor der Abwehr und von Kindesbeinen an im Verein, fasste sich in der 67. Minute ein Herz und besorgte den umjubelten Siegtreffer. (N.R.)

Die Gastgeber hatten auf schwerem Geläuf (anfangs noch leicht mit Schnee bedeckt) das bessere Konzept: Schnell, ohne Schnörkel über die Außen spielend, wurden beide Spitzen immer wieder in Szene gesetzt. In einer ersten Hälfte, die man am Vogelgesang lange nicht so sah, gab es Chancen in Hülle und Fülle. Allein Daniel Pfefferkorn hätte sich berühmt schießen können. Aber er war nicht der einzige, der im Abschluss sündigte.

So scheiterte Mathias Lettow nach knapp einer Viertelstunde völlig freistehend per Kopf an Nico Thomaschewski. Auch beim Freistoß von Patrik Scholz in der 26. Minute hatte Thomaschewski die Fäuste oben. Den Nachschuss knallte Andre Zielke an den Pfosten. Wunderschön auch ein Fallrückzieher von Tim Berger kurz vor der Pause, bei dem die berühmten Zentimeter fehlten. Torgelegenheiten für den DDR-Rekordmeister sind in diesem Bericht nicht unterschlagen. Es gab schlicht und ergreifend keine. Dennoch blieb es zur Pause torlos.

Normalerweise wird das bestraft. Vor allem da Daniel Pfefferkorn zehn Sekunden nach Wiederanpfiff freistehend verschoss. Doch klare Gelegenheiten hatten für den Favoriten aus Berlin weiter Seltenheitswert. Im Gegenteil: Optik, nun mehr aufs Kontern verlegt, blieb gefährlicher. Gleich dreimal verpasste Dejan Kalan.

Dass Dynamo nicht zwingend wirkte, lag auch an den Lettow-Brüdern und Michael Puhlmann. Durften sie sich vor der Pause nach Herzenslust austoben, leisteten sie mit enormen Laufpensum nun viel für die Defensive. Bei schnellen Gegenstößen ging „Puhli“ aber immer noch mit nach vorn. Verfehlte sein Schuss in der 58. Minute das Ziel noch knapp, erlöste Michael die Optik-Fans unter den fast 650 Zuschauern in der 67. Minute mit dem 1:0. Sein Flachschuss schlug unhaltbar direkt neben dem Pfosten ein.

Nun warf der BFC natürlich alles nach vorn. Aber erst ganz zum Schluss, als die FSV-Akteure den schweren Bedingungen Tribut zollen mussten, wurde es gefährlich. In der 83. Minute hatte Rathenow das Glück des Tüchtigen: Ein Kopfball von Danny Kukulies tanzte auf der Latte. Der selbe Spieler ließ in der 87. Minute einen Volley-Kracher los, den Martin Sengespeick geradeso parieren konnte. Der Ex-Rathenower Till Wedemann setzte nach. Doch zum zweiten Mal blieb Martin Sieger. Nach einer dreiminütigen Nachspielzeit erlöste der souveräne Schiedsrichter Rene Rohde aus Rostock, der mit seiner strengen Regelauslegung auf diesem Boden gut beraten war, Spieler und Fans. (D.N.)

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Tor: 1:0 Puhlmann (67.)

Aufstellung: Sengespeick – Berger (G), M. Lettow, T. Lettow – Leroy, Puhlmann (G / 84. Sakata), Zielke, Scholz, Gouhari – Kalan (75. Junior), Pfefferkorn (75. Aslan)

Stimmen zum Spiel:

Gästetrainer Volkan Uluc: „Rathenows Sieg war absolut verdient. Es hätte schon zur Halbzeit 3:0 stehen können. Natürlich ist die Enttäuschung groß. Das war bei uns in allen Bereichen zu wenig. Wir haben nicht mal im Ansatz das geleistet, was bei diesem Boden nötig wäre. Ich kann mich nur bei unseren Fans entschuldigen, die immer wieder die Reisestrapazen auf sich nehmen und denen wir so eine Leistung anbieten.“

Ingo Kahlisch: „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Vor allem die erste Halbzeit war eine Augenweide. Manchmal wünschten wir uns, es würden noch mehr Rathenower Unternehmen diese Mannschaft unterstützen."

Der verletzte Sven Becker: „Der Sieg geht in Ordnung. Das war heute eine super kämpferische und läuferische Leistung. Die Mannschaft hätte die Chancen besser verwerten müssen, dann hätten wir am Ende nicht mehr gezittert. Aber wir haben die Serie fortgesetzt, sind zufrieden mit dem Sieg gegen einen Aufstiegskandidaten.“

Optik-Fan Jürgen Schmidt: „Das Spiel war gut. Der Sieg war verdient. Aber die Chancenverwertung war schlecht. Sonst hätten wir wohl höher gewonnen.“

Und nochmal Ingo Kahlisch mit einer kleinen Anekdote: "Als sich Till Wedemann vor der Saison zum BFC verabschiedet hat, meinte er zu mir, er möchte einmal für einen großen Verein spielen. Meinen Spielern hab ich heute gesagt, wir wollen gegen einen großen Verein gewinnen."