FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

KEINE ÜBERRASCHUNGEN IM MOMMSE

Im Mommsenstadion gibt es für Optik nach wie vor nicht viel zu holen. Mit 0:3 unterlagen die Rathenower am Freitag Abend recht deutlich gegen einen Gegner, der sich keine Blöße gab und als "würdiger Spitzenreiter" (O-Ton Ingo Kahlisch) auftrat. Optik enttäuschte keineswegs, doch gegen starke Tennis Borussen war an diesem Abend einfach kein Kraut gewachsen.

Ingo Kahlisch machte seinen Jungs keinen Vorwurf, auch wenn ihn die Tore, denen "klare taktische Fehler" vorausgingen, wurmten

Im Mommsenstadion gibt es für Optik nach wie vor nicht viel zu holen. Mit 0:3 unterlagen die Rathenower am Freitag Abend recht deutlich gegen einen Gegner, der sich keine Blöße gab und als "würdiger Spitzenreiter" (O-Ton Ingo Kahlisch) auftrat. Optik enttäuschte keineswegs, doch gegen starke Tennis Borussen war an diesem Abend einfach kein Kraut gewachsen. (N.R.)

[img_li]OptikBilder/Saison08_09/Newsbilder08_09/TeBe_Optik/zielke.jpg[/img_li]Von Beginn an machten die Hauptstädter Druck. Nach noch nicht einmal fünf Minuten lautete das Eckenverhältnis 3:0. Doch die umformierte Gästeabwehr - Andre Zielke rückte für Mathias Lettow ins Abwehrzentrum - stand meist sicher. So musste Martin Sengespeick nur bei den zahlreichen hoch in den Strafraum geschlagenen Flanken auf der Hut sein. Erste Nadelstiche setzten dann Patrik Scholz, dessen Schuss in der 10. Minute Marc Stillenmunkes sicher parierte und Norikazu Sakata, dem das Leder nach Vorarbeit von Ali Iraki über den Schlappen rutschte (23.).

In dieser Phase zeigte sich, warum TeBe alle bisher sieben Spiele gewann. Obwohl es gegen die dich gestaffelte Abwehr der Havelländer scheinbar kein Durchkommen gab, blieb der Spitzenreiter ruhig. Es wurde weiterhin konsequent über die Flügel gespielt und geduldig auf einen Fehler gewartet. Der kam in der 32. Minute. Gerade hatte Martin Sengespeick mit schnellem Herauslaufen vor Michael Fuss geklärt, da erkannte Martin Neubert, dass die Defensive zu weit aufgerückt war. Mit einem blitzschnellen Diagonalpaß bediente er Gökhan Ahmetcik, in dessen Eingabe Aymen Ben-Hatira nur noch den Fuß halten musste. Wenige Minuten später die größte Gelegenheit des FSV vor der Pause. Aus vollem Lauf zog Ali Avcioglu ab. Um Zentimeter strich das Leder am rechten Pfosten vorbei.

[img_re]OptikBilder/Saison08_09/Newsbilder08_09/TeBe_Optik/aslan.jpg[/img_re]Auch nach der Pause das gleiche Bild. Die Borussen in der Offensive, Optik hinten gut sortiert. Andre Zielke und Tim Berger konnten immer wieder klären. Bis zur 59. Minute. Da kam Ben-Hatira nach einer Ecke frei zum Kopfball. Eine hervorragende Parade von Martin Sengespeick verhinderte die Vorentscheidung. Im Gegenzug köpfte Philipp Wanski eine Flanke eigentlich sicher aus dem Strafraum. Aus fast 30 Metern nahm Ali Avcioglu den Ball volley. Und auch das zeichnet ein Spitzenteam aus: Marc Stillenmunkes, bis dahin fast beschäftigungslos, drehte das Leder mit unglaublicher Reaktion noch um den Pfosten.

Die Entscheidung fiel in der 70. Minute. Soeben hatte Andre Zielke vor zwei einschussbereiten Charlottenburgern in höchster Not geklärt, da köpfte Aymen Ben-Hatira den anschließenden Eckball an die Lattenunterkante und von dort ins Netz. Dass es am Ende sogar 3:0 hieß, verdankte TeBe Schiedsrichter Marcel Bartsch aus Neustadt-Glewe. In der 85. Minute war Martin Sengespeick einen Schritt schneller als Michael Fuss („nee, er hat mich nicht berührt“). Zur Freude der hauptstädtischen Anhänger unter den 483 Zuschauern entschied der Unparteiische, der es im übrigen mit zwei sehr fair agierenden Teams zu tun hatte, auf Strafstoß. Sengespeick war in der richtigen Ecke, hatte aber gegen die platzierte Ausführung von Benjamin Griesert keine Chance.

[img_li]OptikBilder/Saison08_09/Newsbilder08_09/TeBe_Optik/ingo.jpg[/img_li]„Glückwunsch zum verdienten Sieg.“ meinte Ingo Kahlisch nach dem Spiel. „Hauptsächlich in der ersten Halbzeit war Tennis Borussia sehr gut. Ich kann meiner Truppe eigentlich nur wenig vorwerfen. Wer hier punkten will, muss halt noch cleverer sein.“ (D.N.)



Aufstellung: Sengespeick (G) – Berger (G), Zielke, T. Lettow - Becker, Iraki(74. Puhlmann), Sakata, Aslan (68. Kalan), Scholz, Gouhari - Avcioglu

Tore:
1:0 Ben Hatira (23.)
2:0 Ben Hatira (70.)
3:0 Griesert (85./FE)