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FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

SPIELBERICHT

CHANCEN FÜR MEHRERE SPIELE

In einer gutklassigen Oberligapartie kam der FSV Optik, trotz etlicher hochkarätiger Torchancen, gegen den Lichterfelder FC nicht über ein 1:1 hinaus. Die Rathenower Mannschaft bot den Fans vor allem in der ersten Hälfte teilweise begeisternden Tempofußball und hätte mit einer deutlichen Führung in die Halbzeitpause gehen müssen.
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71. Minute: Patrik Scholz schaftt es, den Lichterfelder Schlussmann zu überwinden, doch auf der Linie retten dessen Kollegen

In einer gutklassigen Oberligapartie kam der FSV Optik, trotz etlicher hochkarätiger Torchancen, gegen den Lichterfelder FC nicht über ein 1:1 hinaus. Die Rathenower Mannschaft bot den Fans vor allem in der ersten Hälfte teilweise begeisternden Tempofußball und hätte mit einer deutlichen Führung in die Halbzeitpause gehen müssen.

Stattdessen stellten die Gäste drei Minuten nach Wiederanpfiff den Spielverlauf auf den Kopf, als Enes Cabuk zum 0:1 einnicken konnte. Doch noch bevor sich die Berliner Bank vom Jubeln erholt hatte, war Mathias Lettow zur Stelle und glich aus Nahdistanz postwendend zum 1:1 aus.

Auch danach blieb Rathenow überlegen, wenn auch nicht so drückend wie in den ersten 45 Minuten. Torchancen, das Spiel für sich zu entscheiden, hatte Ingo Kahlischs Truppe vor allem in der Schlussphase reichlich. Das mussten auch Lichterfeldes Auswechselspieler anerkennen, die schon Mitte der zweiten Halbzeit feststellten: "Wir haben Glück, dass es hier nicht 5:1 steht."

Am Ende äußerte sich Ingo Kahlisch trotz der zwei verlorenen Punkte mit Genugtuung: "Ich bin ja selten mit einem Unentschieden zufrieden, aber mit dem 1:1 heute bin ich sogar hochzufrieden. Hut ab vor unseren Jungs. Ich denke, wir haben hier heute ein hochklassiges Oberligaspiel gesehen. Lichterfelde ist immerhin spieltechnisch eine der stärksten Truppen der Liga. Und ich möchte nur mal daran erinnern, dass wir am 30. August mit 13 Spielern hier gestanden haben. Wie sich die Truppe fußballerisch weiterentwickelt hat, ist wirklich top. Mit dieser Leistung von heute können wir zu Hause jedem Gegner Angst machen."

Und auch Gästetrainer Michael Wolf wusste, wieviel Dusel sein Team heute hatte: "In Rathenow gab es ja für uns nie viel zu holen. Heute können wir nach einer desolaten ersten Halbzeit wenigstens noch einen Punkt mitnehmen. Damit können und müssen wir heute leben." (N.R.)

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Spielbericht:
In der ersten Halbzeit erspielte sich Optik Chance auf Chance. Die klarsten: Norikazu Sakata direkt (13., Zentimeter vorbei), Freistoß Patrik Scholz (21., knapp), Ali Avcioglu auf Nori Sakata (24., Hakan Baran angeschossen), Saman Gouhari über rechts (34., Sakata und Avcioglu verpassen, Mathias Lettow Kopf (37., drüber).

Kurz vor der Pause herrschte große Aufregung unter den gut 300 Zuschauern. Im Rücken des sicheren Schiedsrichters Bastian Dankert aus Rostock schlug Cenk Karakaya Tim Berger ins Gesicht. Der Unparteiische konnte das allerdings nicht sehen. In den letzten Sekunden zunächst noch eine Möglichkeit für Andre Zielke, der mit dem Kopf höher war als Torhüter Baran mit den Fäusten, aber knapp verfehlte. Im Gegenzug hätte die Partie auf den Kopf gestellt werden können. Doch beim Volleyschuss vonGökhan Senol war Martin Sengespeick auf dem Posten.

Die kalte Dusche folgte dafür nach der Pause, in der Trainer Michael Wolf Karakaya vorsichtshalber in der Kabine ließ. Enes Cabuk köpfte Tim Felsenbergs Freistoß ein. Praktisch vom Anstoß weg der Ausgleich: Hakan Baran ließ Sven Beckers Schuss prallen und Mathias Lettow staubte ab. Es folgte Lichterfeldes beste Phase, in der aber auch nur ein Konter von Adem Öztuerk, bei dem Gökhan Senol über den Ball säbelte, Gefahr brachte. Da war Rathenow in Unterzahl, weil Patrik Scholz nach einem Kopfballduell einen Turban verpasst bekam.

Spätestens ab der 70. Minute lag die Initiative wieder eindeutig bei den Gastgebern. Patrik Scholz spielte Baran aus. Doch mit vereinten Kräften retteten zwei LFC-Defensive auf der Linie. Dann eine tolle Kombination über Daniel Pfefferkorn und Patrik Scholz auf Ali Avcioglu – wieder knapp vorbei. Und in der Nachspielzeit vollbrachte der Gästekeeper seine größte Tat, als er „Scholles“ Knaller um den Pfosten drehte.

Aufstellung: Sengespeick – Berger, M. Lettow, T. Lettow (G) – Gouhari (G), Sakata, Zielke (G), Scholz, Becker – Aslan (70. Pfefferkorn), Avcioglu

Tore:
0:1 Cabuk (48.)
1:1 Lettow (49.)